Rock am Ring, 6.06. 2014 – Mando Diao

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Konzert - Mando Diao bei Rock am Ring 2014Der Sänger Gustaf Erik Nóren (Gesang, Gitarre) eröffnete das Konzert Mando Diaos mit einer andächtigen Note. Er nutzte diese Gelegenheit um Kristian Gidlund, dem Drummer der Band Sugarplum Fairy, der vor 5 Monaten an Krebs starb zu gedenken. Seine Stimmung übertrug sich auf das Publikum das nahezu andächtig lauschte. Als dann die anderen Mitglieder der Band, Björn Hans-Erik Dixgard (Gesang; Gitarre),Carl-Johann Fogelklou (Bass, Backing Vocals), Mats Björke (Keyboard, Backing Vocals), Daniel Haglund (Keyboard, Backing Vocals, Gitarre) und Patrik Heikinpieti (Schlagzeug) die Bühne betraten, ging es dementsprechend ruhig los.

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Mit den Worten „Mando Diao ist der Realität entkommen und kommt niemals zurück.“ begann Gustaf Nóren das Konzert und leider hatte der Zuschauer eine Weile lang das Gefühl das dem tatsächlich so sei. Dieser wurde von dem schlichten weißen Bühnenbild verstärkt, dessen abstrakten Formen von LED Licht beleuchtet wurden und nahezu ätherisch wirkten. Der Sound war zwischenzeitlich nicht optimal abgemischt, was dazu führte das, zumindest auf der Tribüne, teilweise nur ein Brei von Geräuschen beim Zuhörer ankam. Glücklicherweise verbesserte sich der Sound, doch gerade bei den schnelleren Songs wären da noch Verbessungen möglich gewesen.

Dennoch schien das Publikum sich davon nicht abhalten zu lassen sich und die Band zu feiern. Eine abwechslungsreiche Setlist führte einerseits zu Circlepits und Crowdsurfern und andererseits zu gemütlichem Schunkeln und Feuerzeugstimmung. So entstand der Eindruck dass im Publikum sehr viel mehr Aktion zu sehen war als auf der Bühne. Mit Fortschreiten der Show tauten jedoch auch Mando Diao auf, begannen damit das Publikum anzusprechen und die große Bühne mehr zu nutzen. Nach Aufforderung sangen die Fans „Gloria“ begeistert und lautstark mit und bei „Dance with Somebody“ bekommt man endlich den Eindruck dass auch die Jungs auf der Bühne Spaß haben an dem was sie da tun. Sie sprangen umher und feuerten das Publikum an während die Fanchöre laut über das Gelände zu hören waren. Große, rote Luftballons flogen über die Zuschauer und wurden von einem zum anderen gestoßen.

Leider war der Zauber dann auch relativ schnell wieder vorbei und der Zuschauer blieb mit durchmischten Gefühlen zurück. Es war eine solide Show, bei der Mando Diao durchaus bewiesen das sie ihre Kunst beherrschen. Dennoch blieb der Eindruck nicht aus, dass eine Band von diesem Kaliber zu mehr fähig gewesen wäre.

Setlist:

1. Intro
2. If I Don’t Have You
3. God Knows
4. Welcome Home, Luc Robitaille
5. Wet Dreams
6. Long Before Rock’n Roll
7. Money Doesn’t Make You A Man
8. Down In The Past
9. Mr. Moon
10. Morning Light
11. Forgive Forget
12. Gloria
13. Dance With Somebody
14. Black Saturday

Foto: Rainer Keuenhof

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