Rock am Ring 2018 – Der Sonntag

PVRIS Foto: Steffie Wunderl

Am letzten Festivaltag schien die Sonne über dem Nürburgring und zauberte ein Lächeln auf die Gesichter der Ringrocker. Diese durften sich unter anderem auf Good Charlotte, Bad Religion, Rise Against und die Foo Fighters freuen.

Den letzten Festivaltag eröffneten GURR auf der Crater Stage. Das Duo besteht aus den beiden Wahlberlinerinnen Andreya Casablanca und Laura Lee Jenkins. Gespielt wurde Garage-Rock mit Punk Einflüssen. Danach folgte die Finnin Alma. Sie ist durch ihren Hit „Chasing Highs“ bekannt geworden. Äußerlich ist die junge Dame sehr auffällig, da sie ihre Haare Neongelb gefärbt hat . Musikalisch bot sie den Zuschauern zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Electro-Pop.

Gegen 15:05 Uhr betraten PVRIS die Volcano Stage. Der Bekanntheitsgrad der amerikanische Rock Band steigerte sich bei uns durch ihre Supportauftritte bei der letzen Bring me the Horizon Tour. PVRIS werden als die Nachfolger von Paramore gehandelt. Leider spielten sie ihr Set mit wenig Spielfreude, aber dafür war es musikalisch ein Genuss für die Ohren.

Um 16:10 Uhr betraten The Bloody Beetroots die Crater Stage. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich das Projekt von den italienischen Electro-Produzenten Sir Bob Cornelius Rifo und DJ Tommy Tea. Ihr Markenzeichen sind Venom-Masken, die sie während ihrer Liveauftritte tragen. Ihre Electro-Songs dürften vor allem den Gamern bekannt sein, denn diese wurde unter anderem in den Spielen Need for Speed und Saint Rows verwendet. Währenddessen spielten die Punk Rock Legenden von Bad Religion auf der Volcano Stage. Entgegen den vergangenen Tagen war es um diese Uhrzeit jetzt schon richtig voll geworden. Die Zuschauern genossen noch das ein oder andere Bierchen in der strahlenden Sonne und tanzen ausgelassen zu Klassikern wie „Punk Rock Song“.

Rise Against Foto: Steffie Wunderl

Danach betraten Good Charlotte die Volcano Stage. Die US-amerikanische Pop-Punk Band gab 2011 eine Pause auf unbestimmte Zeit bekannt und fanden sich im Jahre 2015 wieder zueinander. 2016 wurde dann das Album „Youth Authority“ veröffentlicht, welches in den Top 20 der Album Charts landetet. Umso schöner ist es, die Band jetzt wieder auf einer großen Festivalbühne bewundern zu können.

Als Rise Against als nächste Band die Volcano Stage betraten, war es hinter den drei Wellenbrecher so richtig voll geworden und das Wetter präsentierte sich weiterhin von seiner allerbesten Seite. Diese Kombi sorgte dafür, dass bei Rise Against die Fans nochmal alle Reserven aktivierten und sich in unglaublichen 27 kleineren Circlepits austobten. Hier war endlich die gute alte Rock am Ring Stimmung zu spüren und zu sehen. Sänger Tim McIlrath gab alles und genoss sichtlich die gute Stimmung des Publikums. Eine bessere Vorbereitung für den kommenden Headliner konnte es wohl nicht geben.

Foo Fighters Foto: Steffie Wunderl

Als die Foo Fighters die Volcano Stage betraten, wurden diese mit tosendem Applaus empfangen. Dave Grohl legte auch sofort in gewohnter Manier los. Er rannte auf der Bühne hin und her, spielte sein Gitarre wie vom Teufel besessen und schrie sich die Seele aus dem Leib. Die Setlist war ein Best of aller Foo Fighters Alben. Zu „Under Pressure“ tauschten Taylor Hawkins und Dave Grohl die Positionen, sodass man Dave wie in alten Nirvana Zeiten an den Drums erleben durfte und Taylor die Fans von seinen Gesangskünsten überzeugen konnte. Zum Ende des Sets musste Dave mit seiner Stimme kämpfen, denn diese war aufgrund eines vorherigen Infekt angeschlagen. So kam es leider auch, dass die Foo Fighters 20 Minuten vorher ihr Set abbrechnen mussten, da seine Stimme einfach nicht mehr wollte. Trotzdem war es ein großartiges Foo Fighters Konzert, dass zufrieden Zuschauer hinterließ.

Von dem vorzeigten Abgang der Foo Fighters profitierten die Gorillaz. Sie traten als letzter Act auf der Crater Stage auf. Hier war es zu später Stunde auch nochmal so richtig voll geworden. Die Gorillaz sind eine britische fiktive Band, die aus den vier Comicfiguren 2D (Leadgesang und Keyboard), Murdoc Niccals (E-Bass), Noodle (Leadgitarre und Hintergrundgesang) und Russel Hobbs (Schlagzeug und Perkussion) bestehen. Umso interessanter ist es in einen Live Genuss dieser Band zukommen. Sänger und Mastermind der Gorillaz ist Damon Albarn, der dem ein oder anderen durch die Band Blur bekannt sein dürfte. Bei den Gorillaz wechseln ständig die Musiker und Produzenten, die ihrer Kreativität in diesem Projekt freien Lauf lassen. Live sind die Gorillaz definitiv ein Erlebnis. Eine riesige Leinwand stand im Hintergrund auf der die bekannten 2D Comicfiguren zu sehen waren und die Band wurde von sechs Backgroundsängern unterstützt. Somit fand das Festival mit einem echten Highlight seinen Abschluss.

In diesem Jahr lief am Ring alles rund. Das Wetter zeigte sich bis auf Freitag von seiner besten Seite. Es gab keine Vorkommnisse, sodass die Zuschauer alle glücklich und zufrieden die Bands und das Leben feiern konnten. „So macht Festival wieder Spaß“, das kann man getrost nach drei erfolgreichen Tagen Rock am Ring sagen. Dazu kam noch, dass mit dem exklusiven Auftritten der Ärzte als Headliner für Rock am Ring und Rock im Park 2019 ein absolutes Highlight bekannt gegeben wurde. Die Vorfreude auf das nächste Jahr dürfte bei den Ringrockern jetzt schon immens groß sein.

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