Passenger – All The Little Lights Tour – 07.11.2013 – Köln, E-Werk

Royal Republic – 20.11.2013 – FZW, Dortmund
21. November 2013
Deadly Circus Fire – 20.11.2013 – Essigfabrik, Köln
22. November 2013

Den Song „Let Her Go“ kennt wohl jede/r inzwischen, den Namen Passenger wohl schon weniger und den Geburtsnamen Passengers kaum noch wer. Sein bürgerlicher Name lautet Mike Rosenberg und er klingt ein bißchen wie ein Cat Stevens im Jahr 2013 klingen muss. Doch bevor das ausverkaufte E-Werk die Songs genießen darf, bekommt erst Stu Larsen seinen großen Auftritt. Der Australier mit dänischen Wurzeln ist ein Phänomen. Als musikalischer Vagabund – also ohne festen Wohnsitz – schließt er sich anderen Bands an und bereist und bespielt mit seiner Gitarre die Bühnen der Welt. Sanft und doch zu Herzen gehend singt er mit einer Stimme, welche Coldplays Sänger Chris Martin durchaus ähnlich ist über die Liebe und das Leben. Und mitten im Set wird der Eindruck bestätigt, da er „Fix you“ von Coldplay covert. Wahnsinn. Wer ihn live erleben will, bekommt im März und April 2014 dazu die Gelegenheit. Dann ist er wieder auf Tour.

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Dennoch eigentlich geht es hier ja um Passenger und auch er tritt nur mit einer Gitarre bewaffnet auf. Dafür legt er deutlich mehr Humor an den Tag, wie er gleich zu Beginn unter Beweis stellt. Der Brite scherzt damit zum Entsetzen aller „Let Her Go“ nicht spielen zu wollen. Das war ein Scherz – er bringt den Song in der Mitte seines Sets – und überhaupt ist er sehr spaßig unterwegs, freut sich über seinen Erfolg und lobt ein Transparent aus dem Publikum, welches einen Song aus früheren Tagen fordert. Schon in den ersten Songs zieht er den Stecker seiner Gitarre, geht vom Mikrofon weg und singt wirklich „nackt“, da werden seine Wurzeln als Straßenmusiker deutlich spürbar. Auch mit Stu Larsen singt er ein Duett, so dass auch dieser erneut glänzen kann. Nach einer guten Stunde biegt er in die Zielgeraden ein und bringt mit „Caravan“ aus seinem Frühwerk den gewünschten Song aus dem Transparent.

Es ist ein Mitsing- und Mitklatschkonzert der allerersten Güte mit einem tollen Sänger, der es schafft, die Leute dazu zu bringen total still oder sehr laut zu sein und mitzuziehen. Wer allerdings die Songs wie auf der CD hören wollte, der darf berechtigterweise auch etwas enttäuscht sein.

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