Passenger – 21.10.2014 – Köln

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The OnceDa ist er wieder. Nicht mal ein Jahr nach seiner Show im E-Werk beehrt Michael Rosenberg alias Passenger erneut Köln und füllt dieses Mal das Palladium, so dass es fast aus den Nähten platzt.

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Doch zunächst hat der Support The Once die Gelegenheit das Publikum zu begeistern. Das Trio aus Kanada schafft das auch gut, beginnen zunächst A Capella, um dann doch auf Gitarren zurückzugreifen. Phil Churchill und Andrew Dale unterstützen Geraldine Hollet im Gesang und spielen Gitarre und Mandoline. Sie trommelt auf Percussions und singt die Hauptstimme zu Songs, die typisch zwischen Folk und Country liegen. Alles klingt fröhlich und beschwingt Es passt gut zu der Musik, die darauf folgen wird.

Doch dann ist es Zeit für den Mann des Abends. Er betritt entgegen aller Ankündigungen die Bühne doch allein, es bietet sich also eine One-Man-Show nur mit Gitarre bewaffnet. Er erklärt sich noch mit viel Humor und erntet Beifall für diese Entscheidung. Es macht nicht den Eindruck, dass irgendjemand enttäuscht ist.

PassengerWarum auch? So sympathisch, authentisch, warmherzig und bodenständig er sich gibt, will Köln mehr von seinen Anekdoten, die mit viel Ironie gewürzt sind. Manchmal vielleicht ein bißchen zu ausschweifend und mit dem einen oder anderen „Thank you very much“ zuviel für den reinen Musikliebhaber, aber dafür entschädigt das Gänsehautfeeling während der Songs. Der Ton ist klar, keinerlei Rückkopplungen, nur etwas leiser und sanfter könnte Passenger schon streckenweise klingen. Aber er könnte auch „Alle meine Entchen“ singen, so gebannt hören ihm die 4000 Leute im ausverkauften Palladium zu. Teilweise sind die Fans muchsmäuschenstill, so sehr wickelt der Engländer alle um den kleinen Finger. Und so kommt, was kommen muss. Man muss nicht nur Eintritt zahlen, sondern auch noch arbeiten und mitmachen. Sämtliche Register werden gezogen von Arme schwenken, bis hin zum Mitsingen oder gar Kanon singen. In der Setlist finden hauptsächlich Songs der Alben „Whispers“ (VÖ: 06/2014) und „All The Little Lights“ (VÖ: 02/2013) aber auch eine Coverversion von „Sound Of Silence“ von Simon & Garfunkel Platz. In der Zugabe dürfen The Once sich für einen Song dazugesellen, bevor kurz darauf nach rund 1 3/4 Stunden die Anhänger in die frische Nacht entlassen werden.

Es ist nicht das Gitarrenspiel, es ist nicht die Stimme und auch nicht die Songs, die ein Konzert von ihm so besonders machen. Er wirkt wie einer von uns uns, der es schafft alle mitzureißen, ohne dabei in teils alberne Extase zu verfallen. Dass er sich überdurchschnittlich oft bedankt, scheinen die Hörer zu wissen, sie halten Transparente und Plakate hoch mit der Aufschrift „Thank You“.

Wenn er diese Gaben beibehält, dann werden wir auch in Zukunft außergewöhnliche Konzerte mit magischen Momenten mit Passenger erleben.

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