One Ok Rock – 13.05.2019 – Palladium, Köln

Am Abend des 13.05.2019 spielte die japanische Band One Ok Rock wieder einmal in Deutschland. Als Support hatten sie Dan Lancaster und Anteros mit dabei.

Foto: Steffie Wunderl

Zuerst betrat um 20 Uhr Dan Lancaster die Bühne. Der englische Musiker ist ein Grammynominierter Songwriter und Producer, der unter anderem für Bring Me The Horizon, Avril Lavigne und One Ok Rock Songs schreibt. Obwohl zu dieser relativ frühen Stunde eher wenige Zuschauer in der Halle waren, wurde kräftig mitgesungen und geklatscht. Viele genossen die Elektropop- Lieder auch im Hinterhof bei einer Zigarette. Nach sechs Lieder verabschiedete sich Dan Lancaster wieder und übergab das Rampenlicht an Anteros.

Foto: Steffie Wunderl

Die englische Indipop-Band Anteros kam um 20.35 Uhr auf die Bühne. Sie hatten einige eigene Fans mitgebracht, die lauthals mitsangen. Von dieser guten Stimmung ließen sich auch die restlichen Zuschauer anstecken und feierten bald mit. Sängerin Laura Hayden lief mit viel Energie über die Bühne und lebte ihre Diva-Persönlichkeit voll aus. Doch auch für sie war nach sechs Songs Schluss und One Ok Rock waren an der Reihe.

 

Foto: Steffie Wunderl

Um 21.40 Uhr betraten die vier Musiker die Bühne und wurden von ihren Fans direkt lautstark gefeiert. Los ging es mit dem Song „Push Back“ von ihrem neuen Album „Eye Of The Storm“ (VÖ: 13.02.2019). Ihr neues Album spiegelt auch ihren musikalischen Umschwung wieder. One Ok Rock nehmen langsam Abstand vom alternativen Rock/ Post-Hardcore und widmen sich dem Pop. Dementsprechend war auch das Publikum eine bunte Mischung aus alten Fans, meist Metalheads, und neuen Fans, die eher aus jungen Mädchen und Frauen bestanden.
Den musikalischen Wechsel kann man begrüßen oder verabscheuen, doch nicht negierbar ist Sänger Takahiros Stimme. In den letzten Jahren hat er sich noch einmal verbessert und zeigte seine neue Range in den Liedern ihrer Alben „Eye Of The Storm“ und „Ambitions“ sehr deutlich. Doch auch Shouten hat Taka nicht verlernt. Bei ihrem letzten Song „Mighty Long Fall“ kamen Flashbacks zu alten Konzerten hoch. Zuerst forderte er die Fans zu einer Wall of Death auf, leider bei dem Publikum aus dem Pop-Genre eher mit mäßigem Erfolg. Doch die Metalheads nutzen die Chance und stürmten die Mitte der Halle zu einem Moshpit. Auch Toru (Gitarre), Ryota (Bass) und Tomoya (Drums) hatten sichtlich Spaß auf der Bühne. Sie sprangen gemeinsam mit ihren Fans und Toru und Ryota wechselten oft die Bühnenseite, um auch wirklich jeden in den ersten Reihen mit ihrer Nähe zu begeistern. Sie zeigten ihr musikalisches Können in einem rein instrumentalen Lied, kurz bevor Taka mit „Giants“ wieder in die Show einstieg. Wo ihre vorherigen Auftritte von dunklem Licht gezeichnet waren, hatten One Ok Rock diesmal helle Strahler auf der Bühne, die ein fantastisches Licht-Gesamtkonzept zauberten.

Nach einem Song Zugabe verließen One Ok Rock unter tosendem Applaus um kurz vor 23 Uhr die Bühne. Trotz ihrer Image-Änderung konnten die Musiker neue und alte Fans begeistern. An diesem Abend wurde wieder klar, warum sie inzwischen zu internationalen Größen gehören.

Setliste:
1. Push Back
2. We Are
3. Taking Off
4. Unforgettable
5. Clock Strikes
6. Head High
7. Take What You Want
8. Stand Out Fit In
9. Instrumental
10. Giants
11. I Was King
12. Change
13. The Beginning
14. Jaded
15. Mighty Long Fall
Zugabe:
16. Wasted Nights

Facebook Kommentare

Kommentare

//]]>