Nova Rock Festival 2013 – Tag 1 – Blue Stage

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Credit: Joerg Steinmetz
Ärztivals 2013 – Rheinergie Stadion Köln
11. Juli 2013

Nova Rock, Freitag 14. 06. 2013

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Das Festival eröffnete diesmal Heavens Basement auf der Blue Stage. Die englische Hardrockband wurde 2008 gegründet und steht aktuell bei Red Bull Records unter Vertrag. Leider füllten sich die Waves erst langsam, wobei es selbst im fortgeschritten Verlauf der Show nur sehr schleppend voranging. Doch trotz der wenigen Leute war sofort eine gute Stimmung, die man auch auf der Bühne bemerkte.
Sänger Richi Hevanz animierte die Besucher direkt zu Höchstleistungen, Headbangen und Springen inklusive. Besonders auffällig war die klare Stimme des Backgroundsängers und Gitarristen Sid Clover, der auch öfter komplette Strophen eines Songs übernahm. Nachdem die Band erst im Februar 2013 ihr neues Album „Filthy Empire“ heraus gebracht hatte, boten sich die neuen Songs natürlich an, wobei die Fans selbst dort sehr textsicher waren. Auch der letzte Song animierte noch einmal richtig abzurocken. Die Band verabschiedete sich mit dem Werfen der Drumsticks. Wer die Band selbst einmal erleben möchte, kann sich freuen, denn die Band tourt noch bis Dezember durch die ganze Welt.

Obwohl die Sonne stark vom Himmel brannte, warteten vor der Band Hellyeah bereits einige Fans und selbst der Bereich vor der Bühne füllte sich langsam. Doch leider bezog sich das nur auf die First Wave, die zweite Absperrung blieb genauso leer wie zum Anfang. Noch vor Beginn des Konzerts mussten die Sanitäter schon den Ersten abtransportieren.
Die US-amerikanische Metal-Supergroup wurde Ende 2006 gegründet. Bereits 2007 erschien das gleichnamige Album zur Band. Dieses Jahr touren die Jungs noch bis Mitte August durch die ganze Welt. Die letzte CD war „Band of Brothers“, welche 2012 erschien.
Hellyeah fingen direkt sehr kraftvoll an, leider ließ das Publikum sich nicht so richtig davon mitreißen. Chad Lee Gray sprang über die Bühne und sah so aus, als wolle er sich jeden Moment ins Publikum werfen, was leider auch keinen dazu animieren konnte, sich aus ihrer Starre zu lösen. Vielleicht lag das auch am Rest der Band, die genauso starr dort standen, wie die meisten Zuschauer. Die einzige Bewegung ging durch den harten Kern der Fans, die ihrem Vorbild Chad nacheiferten und immer wieder eine Wall of Death öffneten.

Five Finger Death Punch gingen schon beim Soundcheck sehr ab. Die Fans warteten sehnsüchtig auf den Auftritt, was man ihnen nicht verdenken konnte. Nach nur 3 Alben bei dem Label, das unter anderem auch Korn unter Vertrag hat, haben sie einen großen Bekanntheitsgrad erreicht. Wer zwischen Juli und Dezember in Amerika ist, sollte sich ein Konzert dieser Gruppe nicht entgehen lassen.
Bei allen Songs zeigte sich bei den Fans eine große Textsicherheit, was auch den Sänger Ivan „Ghost“ Moody freute als auch beeindruckte. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen die Fans während völliger Stille der Band alleine singen zu lassen. Das Besondere an der Band war die Gestik von Sänger Ghost, der sich öfter mal mit dem Daumen des Hals aufschnitt, auf die Brust klopfte oder mit irrem Gesicht auf den Kopf schlug.
In ihrer Show ließ Ghost dann seinen Gitarristen Jason Hook einen Song anspielen, der nicht von ihnen ist. Natürlich soll der Rest der Band mit einsteigen, doch Drummer Jeremey Spencer schlug einen falschen Rhythmus an. Deshalb rief Ghost dazu auf, dass die Fans seinen Drummer mit einem „Fuck you, Jeremy!“ beleidigen sollten. Nachdem endlich ein Song gefunden war, der auch Jeremy passte, stimmte der Rest der Band auch wieder mit ein.
Bei der Anweisung zum Öffnen eines Circle of Death sah der Sänger im Publikum einen Fan als Spiderman verkleidet und ließ es sich nicht nehmen ihn die letzten 4 Lieder auf die Bühne zu holen. Die Fans waren zuerst überrascht, doch nachdem auch Spiderman ihnen ordentlich einheizte, waren alle begeistert.

Die nächsten auf der Blue Stage waren Sabaton. Nach dem Austausch ihrer beiden Gitarristen und des Drummers im Jahr 2012, wurde es nach ihrem Album „Carolus Rex“ erst einmal still um die Band. Mit ihrer EP und in neuer Konstellation gingen Sabaton noch auf „Swedish Empire Tour“, die sie rund um die Welt führte. 2013 wird dieser Trend fortgesetzt. Neben One-Man-Shows gehen sie als Support mit Iron Maiden auf Tour. Die beiden Bands werden nicht nur in Deutschland Halt machen, sondern auch in Schweden, Finnland, USA und Russland.
Als Intro hatte sich die Band das Lied „Final Countdown“ ausgesucht. Der Drummer Robban Bäck stimmte den Takt an, ihm folgte Bassist Pär Sundström und die beiden Gitarristen Chris Rörland und Thobbe Englund. Als Letztes betrat der Sänger Joakim Broden die Bühne, als der Gesang einstimmte. Im Allgemeinen war es eine gute Show. Durch den hereinbrechenden Abend, kam nun auch die Lichtshow sehr gut zur Geltung, die perfekt auf die Lieder angepasst waren. Der Sänger schien bei den Songs in seiner Welt gefangen zu sein,was auch nicht ungewöhnlich ist, denn alle erzählen eine Geschichte. Leider kann man sich über Publikumsnähe bei dieser Band nicht freuen, denn nicht nur Joakim schien in seiner eigenen Welt versunken zu sein. Auch der Rest der Band wirkte abwesend. Trotz allem waren viele Fans von ihrer Band begeistert, gingen bei den Liedern gut mit. Immer wieder wurden die Jungs bejubelt, ihre Namen gerufen und bei allen Songs lautstark mitgesungen.

Nach diesen aufregenden Auftritten war es nun schon spät am Abend und es wurde Zeit für die Headliner der Stage: Airbourne und Rammstein!

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