Nneka – 09.04.2015 – Bürgerhaus Stollwerk, Köln

Anathema – 11.04.2015 – LKA Longhorn, Stuttgart
14. April 2015
While She Sleeps & Cancer Bats – 02.04.2015 – Essigfabrik Köln
14. April 2015

nneka

Nneka ist Tochter eines Nigerianers und einer Deutschen. Sie lebt zeitweise in Hamburg, hält sich aber auch im nigerianischen Warri auf. Ihre Popularität ist ungebrochen obwohl ihr größter Hit „Heartbeat“ immerhin schon aus dem Jahre 2008 stammt. Der größte Konzertsaal des Bürgerhauses Stollwerck ist nahezu ausverkauft als der Support seine Show beginnt. „Show“ trifft es ganz gut, denn bei African Boy geht es nicht um reine Musikstücke, die vorgestellt werden. Er rappt und ein Kompagnon, den er African Eskimo nennt, gibt sein Bestes an den Turntables. Die Konzertbesucher agieren anfangs zögerlich, doch mit Zunahme von Animation und einer gewissen Disziplin, schaffen sie es die Kölner immer mehr für sich zu gewinnen. Und so gehen Nachsingen, Klatschen sowie Tanzen in Fleisch und Blut über und fast jeder macht mit. Am Schluss ist sich wohlmöglich niemand sicher, was das jetzt genau war und vor allem gibt es mit Nnekas Musik wenig Berührungspunkte, der Stimmung tut dies aber keinen Abbruch.

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Dann ist es endlich soweit, dass Nneka und ihre Band die Bühne betreten. Es ist bereits deutlich nach 22 Uhr und auch Nneka benötigt eine Weile, das Publikum zu fangen. Aber dann tauen Nneka und Köln gemeinsam Song für Song auf. So entstehen durch das Mitsingen bei Songs wie „Do You Love Me Now“ wunderbare Momente und die Nähe zwischen Fans und Publikum ist deutlich spürbar. Bemerkenswert kurz sind die Ansagen Nnekas, die oft um politische sowie gesellschaftskritische Themen gehen. Einmal spricht sie Angela Merkel wie „Angel“ aus, darauf gibt es böse Zwischenrufe. Doch Nneka behält auch hier die Kontrolle und ruft zur Toleranz auf. Eine starke Frau, die ihr Set straff und knapp durchzieht und mit „Heartbeat“ regulär beendet. Die Zugabe wird dann etwas langgezogen, so dass das Konzert auf nicht länger als runde 90 Minuten kommt. Gut, denn die Hitze in der Halle ist kaum auszuhalten, schlecht denn die Spiellaune von Nneka und ihrer Band sowie die Stimmung der Kölner hätten noch ein paar weitere Nummern vertragen können.

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