New Model Army 10.10.2014, Coesfeld

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nma-francesca-sullivan-promo1_smCoesfeld in der Nähe von Münster in Nordrhein-Westfalen beherbergt New Model Army für einen Abend. In der ausverkauften Fabrik stellen die Jungs um Frontmann Justin Sullivan ihre neuen Werke „Between Dog And Wolf“ (VÖ.09/2013) sowie den Aufguss „Between Wine And Blood“ (VÖ:09/2014) live vor. Doch bevor es soweit ist, eröffnen Meg ‘N Jez den Abend. Ein Duett, in dem sie singt und er überwiegend Gitarre spielt und beide Coverversionen und eigene Songs darbieten. Einen Namen konnte sich das Duo bereits machen als sie bei den Toten Hosen mitten im Set der Düsseldorfer einen Song coverten. Da wirkte es gelungen und platziert, was nicht wirklich auf den Abend zutrifft. Zwar verfügt Meggie Hill über eine Stimme, die allerdings ihre Stärken eher im Volumen, weniger im Gesang hat und auch das Gitarrenspiel von Jez Ritchie ist recht simpel und muss noch facettenreicher werden. Fairerweise sei angemerkt, dass so ein Support nicht wirklich zur Musik und Publikum von New Model Army passt.

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Gegen 22:15 Uhr geht es dann auch mit den Armies los, aber auch der Start hat Längen. In der ersten halben Stunde überwiegen neue Songs und auch der Sound braucht, um einigermaßen gut zu klingen. Aber auch Fans und Band entscheiden sich wohl eher dafür es langsam und mit Genuss angehen zu lassen. Hits sind in der Setlist rar gesät, sodass bedauerlicherweise Längen entstehen und das Konzert schwer in Schwung kommt. Das ändert sich als populäre Songs, wie „225“ oder in der Zugabe „Get me Out“ die Oberhand nehmen. Justin Sullivan wirkt abgekämpft, müde und verspricht, dass bei den Weihnachtskonzerten über 7 Stunden gespielt wird. Mangelnden Willen kann man den Engländern auch heute nicht unterstellen, spielen sie doch gute zwei Stunden und somit nach Mitternacht und lassen sich dreimal erneut auf die Bühne bitten. Und wenn dabei die heimliche Hymne der Fans „Green And Grey“ zum Einsatz kommt, stimmt das versöhnlich.

Die Band um Justin Sullivan ruft in Coesfeld eine routinierte, solide Leistung ab, glänzt aber nicht. Kann ja mal vorkommen.

Foto: Francesa Sullivan

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