Neck Deep – 01.04.2016 – Luxor Köln

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neck deep foto

Wenn die britischen Pop-Punker von Neck Deep auf ihrer ersten Headline-Tour nach Deutschland kommen, dann sind die Konzerte nicht einfach nur ausverkauft. In Köln waren zunächst alle Tickets für das MTC vergriffen, dann wurde die Veranstaltung ins Luxor verlegt um dort auch für ein ausverkauftes Haus zu sorgen. So stehen schon ab den frühen Vormittagsstunden die ersten Fans vor der Venue um die Gewinner des Kerrang!-Newcomer-Awards 2016 feiern zu können. Kurz vor Einlass ist das Ende der Schlange schon nicht mehr in Sicht und als sich dann fast pünktlich um 18 Uhr endlich die Türen öffnen, füllt sich die erste, zweite und dritte Reihe in Windeseile. Wer behauptet, dass Frauen das schwache Geschlecht seien, der war noch nie auf einem Konzert, auf dem der Hauptanteil der Zuschauer weiblich ist. Es wird geschubst, gemeckert und getreten um sich den besten Platz zu erkämpfen.

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Um 18:40 Uhr ist es dann Zeit für die erste Band. Wer noch nie von WSTR (sprich: Waster) gehört hat, der sollte auf jeden Fall mal reinhören, denn die Jungs von der Insel überzeugen nicht nur mit einer kraftvollen Bühnenshow, sondern auch mit grandiosem Pop-Punk-Sound. Gerade hat die Band ihre EP „SKRWD“ (sprich: Screwed) veröffentlicht und man darf sehr gespannt sein, wie die Zukunft der Combo aussieht. Die Fans danken mit Mosh- und Circle Pits, während Sänger Sammy Clifford sich immer wieder über die tanzende Meute beugt und mitsingen lässt. Super Opener, die Stimmung ist jetzt schon überragend.

Weiter geht es fast nahtlos mit der Horrorpunkband Creeper, bei der zwar nicht ganz so viel gemosht wird, die aber ebenfalls mit Emotion und Power überzeugt. Etwas unglücklich ist allerdings die Ansage von Sänger Will Gould gesetzt, der zum Crowdsurfen einlädt. Leider ist vorne kein Security, der die über die Menge schwimmenden Menschen auffängt. Kurzerhand kommt die Crew der Band in den Bühnengraben und hilft. Doch nicht nur die treibenden Songs bringen die Fans ins Feiern, auch die Balladen laden zum Träumen ein und werden mit Beifall bedankt.

Als dann der große Moment ansteht, auf den alle schon gewartet haben, ist das Publikum in bester Laune und begrüßt Neck Deep mit tosendem Applaus. Bereits beim Opener „Citizens Of Earth“ bleibt kein Shirt mehr trocken und alle singen aus vollen Kehlen mit. Die Band selbst ist in guter Stimmung und lacht und feiert mit ihren Fans. Generell ist die Setlist wirklich gut ausgewählt, denn die Band spielt so gut wie alle ihre Hits und gibt eine klasse Mischung aus ihren zwei Alben und zwei EPs zum Besten. Fronter Ben Barlow muss oft erst gar nicht zum Klatschen animieren, da die feiernde Menschenmenge immer wieder die Hände gen Hallendecke reckt um der Combo ihre Begeisterung zu zeigen. „Kali Ma“ startet mit einem beschwörenden Intro, das fast mystisch von der Band mitgesprochen wird um dann vollkommen mit dem hüpfenden Luxor auszurasten. Auch die Ansagen sind perfekt gesetzt, nicht zuviel erzählen sondern kurze Erklärungen stehen an der Tagesordnung um dann straight im Programm weiterzumachen. Vor „A Part Of Me“ witzelt Ben noch, dass dieser jetzt der letzte Song wäre, aber das Publikum ja wisse, was zu tun sei. Jetzt wird es ruhig und romantisch. Im Originalsong wird der letzte Part von Laura Whiteside vertont, da diese aber leider nicht mit dabei ist, übernimmt ihren Teil einfach komplett das Publikum. Praktisch, wenn so viele weibliche Stimmen anwesend sind. Danach verlässt die Band obligatorisch
die Bühne um dem Publikum im Luxor die Chance zu geben in lautes „One more song“-Gebrüll auszubrechen. Kurze Verschnaufpause und schon kommt Ben alleine mit Gitarre auf die Bühne, um akustisch den wundervollen „Head To The Ground“ zu spielen. Die ersten Paare fallen sich in die Arme und Smartphones werden mit Taschenlampen in die Höhe gehalten. Der emotionalste Augenblick des Konzertes endet mit dem Einstieg der gesamten Band um dann fast nahtlos in eine grandiose Version von „December“ über zu gehen. Um am Ende noch einmal Gas zu geben, spielt die Combo „Can’t Kick Up The Roots“ und entlässt die Fans nach 1,5 Stunden dann schweißnass aber glücklich in die kühle Aprilnacht.

Am Merchandise-Stand haben die Fans dann noch die Möglichkeit mit den Supportbands zu quatschen und Material zu erwerben. Jede CD wird auf Wunsch signiert und alle sind bereit noch für das ein oder andere Foto zu posieren.
Alles in Allem war der Abend mit Neck Deep ein tolles Spektakel. Von der Leistung der Vorbands über die Stimmung im Luxor bis hin zum Hauptact hat einfach alles gestimmt und lässt jeden einzelnen Besucher mit einem Lächeln zurück. Danke für die grandiose Zeit!

Setlist Neck Deep
01 Citizens of Earth
02 Losing Teeth
03 Gold Steps
04 Crushing Grief (No Remedy)
05 Over and Over
06 Serpents
07 Kali Ma
08 Lime St.
09 Growing Pains
10 Smooth Seas Don’t Make Good Sailors
11 What Did You Expect?
12 A Part of Me

Zugabe:
13 Head to the Ground(acoustic)
14 December
15 Can’t Kick Up the Roots

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