Mono Inc. – Nimmermehr-Tour 2013, Köln, Live Music Hall 05.12.2013

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Kaum eine deutsche Band legte in den vergangen Jahren so einen Aufstieg wie Mono Inc. hin. Jährlich werden Alben rausgehauen, die sich stetig in den Charts steigern. Einen guten Deal mit einem Major-Label, Kooperationen mit NDW-Ikone Joachim Witt und inzwischen auch Songs mit deutschen Texten im Repertoire, das alles werden Gründe dafür sein, dass die Verkaufszahlen in die Höhe schnellen. Anders sieht es leider in der Live Music Hall aus. Da bietet sich das Bild einer eher spärlich gefüllten Halle knapp vor 20 Uhr. Ist Orkan Xaver dafür verantwortlich, dass sich nicht jeder zum Konzert traut? Das mag sein, denn für eine Band dessen letzter Silberling „Nimmermehr“ (VÖ: 08/2013) es bis auf Platz 3 der Alben-Charts schaffte, ist es erstaunlich wenig besucht. Damit trotzdem gute Stimmung aufkommt und die Leute warm werden, gibt sich der Support The Beauty Of Gemina alle Mühe. Das Genre und den Sound der Schweizer Band auszumachen und mit einem Wort zu benennen, ist schlicht nicht möglich, denn sehr vielseitig ist ihre Musik. Klingt eine Nummer nach Gothic und Wave, kommt die Nächste als klassische Bluesrocknummer daher und danach folgt eine Country/Folknummer. Dadurch sind durchaus Nummern dabei, die gut unterhalten, auch wenn keine umhaut.

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Umhauen soll ja schließlich auch das Hamburger Quartett Mono Inc., welches auch mit einem voluminösen Intro beginnt. Pyrotechnik, Feuer sowie Stroboskoplicht kommen gleich bei diesem Intro zum Einsatz. Doch vom hart klingenden Anfang bleibt nicht viel und es wird zügig poppig und eingängig. Das gefällt der inzwischen etwas besser gefüllten Halle und das Publikum ist sofort da. Der Sound ist von Anfang an gut und setzt Frontmann Martin Engler in ein gutes Licht. Doch vom Dark-Rock oder ähnlichem bleibt nicht mehr viel übrig, erst recht nicht als Joachim Witt sich auf der Bühne dazu gesellt. Dieser ist Freund der Band und nahm die Stücke „Kein Weg zu weit“ sowie „Königreich“ mit Mono Inc. auf. Inzwischen ist Witt stolze 74 Jahre alt und er ist immer noch kräftig bei Stimme. Und so geraten die Darbietungen seiner beiden kommerziell erfolgreichsten Songs „Die Flut“ und „Goldener Reiter“ fast zum Höhepunkt der gesamten Show. Danach wird weitergerockt mit Iggy Pops Song „Passenger“, doch danach verfallen Mono Inc. in ihr anfängliches Muster zurück. Zu massenkompatibel, zu weich gekocht werden die restlichen Songs dargeboten. Da ändert auch eine zugegebenermaßen recht spektakuläre Bühnenshow mit viel Licht und Feuer nichts, hier bewegen sich die Vier zum Kommerz hin und der Weg zu Unheilig scheint nicht mehr weit zu sein. Das muss nicht schlecht sein, ist aber eine Veränderung, die nicht jeder Fan der ersten Stunde mittragen wird.

Setlist:

Heile, Heile Segen
My Deal With God
Gothic Queen
Symphony of Pain
Avalon
Arabia
Euthanasia
Kein Weg Zu Weit
Königreich
Die Flut
Goldener Reiter
The Passenger
Temple of the Torn
Revenge
After The War

Nimmermehr
In My Heart
Get Some Sleep

Seligkeit
Voices of Doom

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