Missincat – 08.05.2015 – Die Wohngemeinschaft, Köln

Farin Urlaub Racing Team – 14.05.2015 – Palladium, Köln
15. Mai 2015
To The Rats and Wolves – 15.05.2015 – MTC, Köln
16. Mai 2015

Missincat_FotoZoe-Vincenti

Wenn der Support Lasse Matthiessen sein Set mit den Worten beginnt: „Wie Ihr sehen könnt, bin ich nicht Missincat“, bedeudet das schon großes Selbstbewusstsein. Gleichermaßen stellt es seine leichte Form von Sarkasmus unter Beweis, der aber nie böse gemeint zu sein scheint. Musik spielt der gebürtige Däne auch. Nur auf seiner Gitarre gibt er einen kurzen Streifzug durch seine Diskografie. Obwohl seine Zeit begrenzt ist, kommt nicht nur Musik aus dem aktuellen Album „Wildfires“ (VÖ: 09/2014) zum Tragen, er berücksichtigt auch alte Stücke. Die Musik ist ruhig gehalten, er zupft die Saiten meist. Was seinen Auftritt prägt, ist seine Stimme und der Druck mit dem er seine Songs interpretiert. Die Fernsehsendung TVNoir ist längst auf ihn aufmerksam geworden und produzierte und verlegte sein aktuelles Album zum Start des gegründeten Labels. Und genau bei TVNoir kreuzen sich die Wege von ihm und Missincat. Auch die Italienerin trat dort auf und bekam dadurch einen Karriereschub.

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Ihren Gig beginnt Missincat alias Caterina Barbieri sehr schüchtern. Das sehr ruhige und genießende Publikum scheint sie etwas zu irritieren und so bleibt ihr Part frei von Humor und auch Anekdoten geraten bei Missincat kurz. Das ist aber keineswegs ein Makel und musikalisch trumpft sie mit einer deutlich größeren Bannbreite auf als ihr Vorgänger. Sie selbst überzeugt mit Stimme, Klavier sowie Gitarre und unterstützt sich selbst mit Loops. Sie nimmt kurze Gesangs- und Instrumentsequenzen direkt auf, die sich dann in einer Endlosschleife immer wiederholen. Zudem hat sie einen Partner auf der Bühne, der sich mit Schlagwerk, Bass und weichem Backgroundgesang exzellent in Szene setzen kann und den Songs mehr Pepp verleiht. Die Kölner sind sehr leise und hören aufmerksam zu, ein Merkmal, das leider viel zu selten auftritt.

Nach knapp zwei Stunden sind beide Parts vorbei, welche meist sanfte, akustische und minimalistische Musik boten und im Theater der Wohngemeinschaft eine ruhige und behagliche Stimmung hervorbrachten. Es muss also nicht immer TVNoir sein, es funktionieren auch andere Konzepte. Gerne mehr davon!

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