Maria Mena – Weapon In Mind Tour 2014, 05.02.2014, Köln

Knorkator – 02.02.2014 Dortmund, FZW
13. Februar 2014
Oonagh – Support Santiano – 13.02.2014 – Lanxess Arena, Köln
14. Februar 2014

MariaMena_LMH-7Maria Mena steht für süßliche fast schon kitschige Pop-Balladen, die getragen werden von ihrem zauberhaften Gesang. Somit eignen sich die Konzerte exzellent für Paare mit Kuschelstimmung. Ihre Supports sind dafür perfekt abgestimmt und immer sorgfältig ausgewählt und absolvieren ihre Gigs – obwohl meist Newcomer – bereits auf hohem Niveau. So spielte 2009 damals als völlig Unbekannter ein Stuttgarter namens Phillipp Poisel im Vorprogramm von ihr und begeisterte das Publikum. Durchaus bekannter aber nicht weniger schlecht erledigt diesen Job des Einheizers heute Abend Mads Langer. Der Däne ist in seinem Heimatland längst ein Star, das aktuelle Album „In These Waters“ (VÖ: 03/13) erklomm sogar die Pole Position der dänischen Album-Charts. Hier in Deutschland machte sich der Singer-/Songwriter ausgerechnet durch eine Coverversion von Olives „You’re Not Alone“ einen Namen. Doch er ist alles andere als tourmüde. Neben diesem Support spielte er auch mit diversen anderen Bands zusammen.

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Neben netten und sehr humorvollen Anekdoten kann sich Langer aber auch gut mit seinen Popnummern und seiner guten Stimme in Szene setzen. Er weiß zu gefallen und es empfiehlt sich, mal ihn als Hauptact zu besuchen. Ein sehr guter Support, der auch zu Maria Mena passt.

Diese wird dann auch nach der Umbaupause bejubelt und erscheint im weißen T-Shirt und weißer Jeans ganz unschuldig auf der Bühne. Doch im Gegensatz zu früheren Konzerten hat Maria Mena allen Songs ein neues Arrangement verpasst. Nahezu alle Lieder werden mit Synthesizern unterlegt und verlieren ihren ursprünglichen Charme und ihre Zerbrechlichkeit, denn durch die Elektrosounds klingen ihre Songs eher nach einer Mischung aus Michael Jackson, Ellie Goulding und A-Ha. Ihre stärkste Waffe – ihre Stimme – rückt dadurch völlig in den Hintergrund. Gänsehaut will sich an diesem Abend dadurch nicht einstellen und auch das Kuscheln muss wohl auf später verlegt werden. Einzig „Just A Little Bit“ sowie „Habits“ kommen akustisch und wie eine Ballade daher. „Just A Little Bit“ wird nur mit akustischer Gitarre begleitet, bei „Habits“ erscheint Mads Langer erneut auf der Bühne und singt ein Duett mit der Norwegerin. Gefühlt ist der Applaus schwächer als in den Vorjahren, dennoch gefällt den Meisten der neue musikalische Stil durchaus. Doch die Kritik muss erlaubt sein, dass Mena ihr musikalisches Können unter diesen Umständen nicht voll einsetzt. Und wer von dieser neuen musikalischen Ausrichtung nichts wusste und Maria Mena früher live erlebte, der dürfte enttäuscht gewesen sein.

Setlist:

Intro
Caught Off Guard, Floored By Love
You’re The Only One
Fuck You
You’re All Telling Stories
Homeless
I’m Only Human
This too shall pass
Interesting
Lover Let Me In
Belly Up
Habits (mit Mads Langer)
Just A Little Bit
I Always Liked That
All The Love
My heart still beats
Just Hold Me
All This Time (Pick-Me-Up Song)

Madness
Fragile (Free)
You Hurt The Ones You Love (I Don’t Believe That)

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