Madsen – 08.12.2015 – Substage, Karlsruhe

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Madsen in der Substage Karlsruhe

Madsen waren in die Substage Karlsruhe gekommen, um das wegen der Erkrankung von Sänger Sebastian Madsen verschobene Konzert aus dem November nachzuholen. Gesund und motiviert vom einige Tage vorher in Hamburg gefeierten 500. Konzert stand Nummer 501 und einem perfekten Konzertabend nichts im Wege.

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Seit elf Jahren sind Madsen jetzt eine Band – gemeinsam und unverändert auf Tour. Dabei gelingt den Wendländern das Kunststück, dass sich das Durchschnittsalter der Konzertbesucher von Tour zu Tour kaum verändert. Viele der anwesenden jungen Menschen besuchten zu Zeiten der ersten Madsen-Tour im Jahr 2005 gerade die Grundschule wing commander for free. Trotzdem sollten auch an diesem Abend die älteren Stücke wie „Perfektion“, „Du schreibst Geschichte“ oder „Vielleicht“ am meisten gefeiert werden.

Montreal_Frankfurt_005Das verhältnismäßig niedrige Durchschnittsalter in der Substage spielte der Vorband Montreal voll in die Karten. Die Hamburger sind zwar auch schon über zehn Jahre aktiv und haben es in der Zeit auf sechs Alben gebracht (aktuelle Scheibe „Sonic Ballroom“) und diverse Auslandsauftritte gebracht, das Punk-Rock-Trio wirkt allerdings immer noch wie eine (im besten Sinne!) Schülerband und würde ziemlich gut auf so mache Abi-Party passen fireworks simulator for free. Da eben jene für die meisten in der Halle noch sehr präsent war, trafen Songs darüber, dass man seine Musik in öffentlichen Verkehrsmittel nicht so laut hören darf, wie man möchte, übers „chillen“, U-Bahnfahren, Parties, Mädchen und Drogen, angereichert mit Schulhof-Humor genau den Nerv des Publikums. Anwesende über 30 wippten maximal mit dem Fuß.

Nach einer relativ langen Umbaupause starten Madsen ihren eineinhalb stündigenMadsen_Frankfurt_015 Auftritt. Los ging es mit „Sirenen“ – dem ersten Song des aktuellen Albums „Kompassmicrosoft word and excel for free. Es folgten „Ich trink nur eben aus“ und „Du schreibst Geschichte“ („Goodbye Logik“, 2006). Danach waren alle richtig warm. Der Band merkte man die Spielfreude richtig an. Frontmann Sebastian dirigierte die Menge nach Belieben, Drummer Sascha ackerte wie ein Tier und Niko Maurer glänzte mit starker Nackenmuskulatur. Einzig Gitarrist Johannes Madsen hielt sich an an diesem Abend etwas zurück. Der ständige Griff zur Teetasse und die fahle Gesichtsfarbe erklärten das wohl herunterladen.

Der erste wirklich große Circle Pit des Abends war schon beim fünften Song („Mein Herz bleibt hier“ – „Labyrinth“, 2010) – der wütenden Hymne aller mit gebrochenem Herzen – zu bestaunen und zum folgenden Stück „Küss mich“ holte Sebastian gar zwei Singles auf die Bühne. Eine Chance für die Liebe also. Cordula und Maxi waren die beiden Glücklichen. Während Cordula aber wenig Interesse an Maxi hatte und es stattdessen unangenehm penetrant auf Sänger Sebastian abgesehen hatte, nutze Maxi die Zeit während des Liedes klüger, machte Selfies mit allen Bandmitgliedern und ließ sich sein Shirt signieren.

Madsen_Frankfurt_014Das Stimmungsbarometer kannte konstant nur eine Richtung – nach oben excel kostenlos vollversion. Bei „Die Perfektion“ („Madsen“, 2005)ritten die Ersten auf der Welle durchs Publikum, während die Band in die Mitte des Stückes geschickt eine Cover-Version von „Now One Knows“ (Queens of the Stone Age, „Songs for the Deaf“) einbaute. Ob der Song von 2002 als eine Art Dankeschön an die älteren Fans zu verstehen war, sei dahingestellt. Er passte jedenfalls perfekt und ließ Einblicke in die Inspirationen der Band zu. Es sollte nicht die einzige Cover-Version des Abends bleiben. Denn nach dem furiosen Finale von „Die Perfektion“ übernahm Sascha Madsen das Mikrofon (Max Power von Montreal hingegen das Schlagzeug) und stimmte „Zu spät“ an downloaden op iphone. War der QOTSA-Song für die meisten wohl zu alt um ihn zu kennen, zeigte sich Karlsruhe bei dem 1985 veröffentlichten Die-Ärzte-Hit erstaunlich textsicher. Möglicherweise hatte auch das wieder etwas mit Abi-Parties zu tun.

Der Abschluss des Sets wurde etwas ruhiger und hielt kleine emotionale Highlights bereit. Den textlich starken Song „Kompass“ widmete die Familien-Band ihrem Vater, der – in ein Led Zeppelin-Shirt gehüllt – das Konzert vom Mischpult verfolgte herunterladen. Musikalisch aufgewertet wurde das Stück durch ein bemerkenswertes Solo von Tour-Gitarrist Martin „Mücke“ Krüssel. Das zweite Tour-Mitglied Lisa Who hatten wieder mit dem Duett „So cool bist du nicht“ („Wo es beginnt“, 2012) ihren großen Auftritt. So richtig wohl scheint sich die Berlinerin im Rampenlicht immer noch nicht zu fühlen. Es gefiel ihr daher vielleicht ganz gut, dass Sebastian Madsen das Licht ausschalten ließ und das Publikum mit Handys und Feuerzeugen Stimmung machen sollte. Für das traditionelle große Finale („Nacktbaden“) kam dann noch ein weiterer Musiker der Vorband auf die Bühne – Bassist und Sänger „Hirsch“ sorgte für Verstärkung am Mikrofon word for free for windows 10.

Danach dauerte es etwas bis sich Karlsruhe darauf geeinigt hatte, wie man die Madsen_Frankfurt_006Zugabe fordern wollte. Schlussendlich wurde es dann aber doch die gewohnte Harmonie aus „Lass die Musik an“. Los ging der Zugabenblock aber mit einem der stärksten und am meisten unterschätzten Songs vom aktuellen Album. Mit einem der mächtigsten Riffs der Bandgeschichte und einem starken Text gespickt, schallte „Leuchttürme“ durch die Anlage. Es folgten noch „Wo es beginnt“ und eben jenes „Lass die Musik an“, bevor sich alle fröhlich grinsend und verschwitzt auf dem Heimweg machten ebaykleinanzeigen downloaden.

Eine weitere Zugabe liegt aber schon in greifbarer Nähe. Nach einer kleinen Weihnachtspause stehen Madsen im Januar schon wieder auf der Bühne. Die Termine gibt es hier.

Die Fotos von der Show gibt es hier herunterladen.

Setlist:
Sirenen
Ich trink nur eben aus
Du schreibst Geschichte
Goodbye Logik
Mein Herz bleibt hier
Küss mich
Die Perfektion
No one knows
Zu spät
Vielleicht
Kompass
So cool bist du nicht
Leichter
Nachtbaden

Leuchttürme
Wo es beginnt
Lass die Musik an

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