Limp Bizkit – 29.06.2014 – Palladium, Köln

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Lichtreim_Frank_Metzemacher_Fotografie-8940Fred Durst und Wes Borland sowie deren Band Limp Bizkit haben es geschafft um die Jahrtausendwende die Musikwelt zu verändern und Nu Metal salonfähig zu machen. Dieser Ruf steht ihnen bis heute nach und so ist es nicht verwunderlich, dass obwohl neues Material noch auf sich warten lässt, das einzige Konzert in NRW im Kölner Palladium schon lange ausverkauft ist.

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So warten trotz Fussball-WM also 4.000 meist tätowierte Frauen und Männer auf einen Stück ihrer Jugend. Doch bevor es soweit ist, gibt es den üblichen Support. Üblich? Mitnichten. Es handelt sich bei der Vorband um Eskimo Callboy, der deutschen Metal- und Hardcore Hoffnung aus Castrop-Rauxel. Im Jahre 2010 gegründet, gewannen sie Nachwuchspreise und spätestens mit Erscheinen des zweiten Albums „We Are The Mess“ auch jede Menge neue Fans, denn es erklomm Platz acht in den Charts. Da Köln auch unweit von Castrop-Rauxel liegt, haben Eskimo Callboy quasi eine Art Heimspiel und meistern ihren Part gut. Harte Riffs treffen auf Scream-Voices, die Jungs aus dem Ruhrgebiet bieten härteren Stoff als ihre amerikanischen Kollegen. In ihren Ansagen jedoch geben sie sich freundlich, erzählen nette Geschichten und wirken eher zahm. Doch mit dieser Mischung punkten sie beim Publikum im Palladium und machen Lust auf mehr.

In der Umbaupause checken viele die Spielstände bei der Fussball-WM, bevor um 21:15 das Licht wieder erlischt. Die Combo um Frontmann Fred Durst beginnt direkt druckvoll und zeigt, dass sie das Rocken über die Jahre nicht verlernt hat. Der Sound ist im hinteren Teil für das Palladium sehr in Ordnung, einzig Dursts Gesang geht etwas in der Gitarrenlawine unter. Damit der Saal kocht, muss erst mit „Rollin“ der erste Hit des Abends aufgeführt werden. Dazu gesellen sich jede Menge Coverversionen, Medleys von Guns ‚N‘ Roses über Nirvana und Metallica. In den Ansagen gibt es flotte Sprüche, Witze und Anekdoten, es ist spürbar, dass Durst die Fans mitnehmen möchte. Ganz gelingt es ihm nicht, denn das Konzert hat auch seine Längen. Fünf Nummern aus dem legendären Album „Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavoured Water“ sichern gute Stimmung, die teilweise an die Ektase grenzt. Aber sonst wirkt die Show etwas überladen und enthält eine Prise zuviel Entertainment und zuwenig Musik von Limp Bizkit. Und sollten Limp Bizkit früher mal so etwas wie ein Bad-Boy-Image gepflegt haben, so ist dieses gänzlich verschwunden.

Dennoch auch etwaige Zweifel wurden definitiv ausgeräumt: Rocken und musizieren können Limp Bizkit exzellent und wirken weder müde noch in die Jahre gekommen. Zünden die Songs vom kommenden Album „Stampede of the Disco Elephants“ (voraussichtliche VÖ Sommer 2014) und rücken ihre Songs mehr in den Vordergrund, so werden auch weiterhin große Hallen ausverkauft sein.

Setlist
01. The propaganda
02. The truth
03. 9 Teen 90 Nine
04. Rollin’
05. …And justice for all (Metallica cover)
06. Hot dog
07. Stalemate
08. Sour
09. My generation
10. My way
11. Gold cobra
12. So what (Ministry Cover)
13. Nookie
14. Take a look around
15. Behind blue eyes (The Who cover)
16. Covers medley (Welcome to the jungle- Guns N’ Roses, Heart-shaped box,Smells like teen spirit- Nirvana sowie Master of puppets – Metallica)
17. Break stuff

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