Limp Bizkit – 21.08.2018 – Bonn, Kunst!Rasen

Archiv Foto: Steffie Wunderl

Die Open Air Location in Bonn namens Kunst!Rasen setzt zum Endspurt an und beendet den Konzertsommer mit niemand Geringerem als der US-amerikanischen Band Limp Bizkit. Eigentlich passt diese nicht wirklich zu den übrigen Acts, die dieses Jahr auf den Kunst!Rasen spielten, aber eigentlich ist das auch egal, denn es zeigt wie vielseitig die Musiklandschaft ist und zu welchen Genres und Stilen alles gefeiert werden kann. Nicht wirklich weniger wichtig ist allerdings der Support, der hier wie die Faust aufs Auge passt: Dog Eat Dog. Diese sind eher im Crossover beheimatet und legen direkt mal gut los und machen vor allem eins: Party. Es wird gehüpft, gesprungen, geredet, geflucht und animiert was das Zeug hält. Musikalisch bleibt es da etwas auf der Strecke, doch stört das wirklich Niemandem. Das Publikum geht extrem gut mit, was sich im Laufe des Abends aber noch steigern wird. Es geht schon etwas chaotisch zu und das muss nicht jeder mögen, die größten Hits „No Fronts“ sowie „Expect The Unexpected“ werden jedoch gut dargeboten.

Noch im hellen Tageslicht beginnen dann Limp Bizkit, die zu „Purple Rain“ von Prince die Bühne betreten. Fred Durst ist im Wohlfühl-Look gekleidet, hat einen schlappigen Anglerhut an, ein Trikot und eine sommerleichte Blümchenstoffhose. Ja, den Vollbart trägt er immer noch. Wes Borland hingegen hat ein weiß-schwarzes Gesicht. Haare, Stirn und Augen sind weiß geschminkt, ab da abwärts ist er schwarz geschminkt.

Doch die Musik ist das Wichtigste und die Leute wollen abgehen. Und das tun sie. Und wie. Wenn es noch Grashalme auf dem Rasen gab, sind diese jetzt platt. Spätestens bei „Rollin‘“ sind alle Fans zur Stelle. Der Weg ist bereitet und trotzdem ist einiges anders als früher. Limp Bizkit sind nett. Vorbei sind die Zeiten, wo auf cool oder gar böse gemacht werden muss. Leider spielt der Sound nicht immer mit, mal werden der Gesang oder die Gitarren etwas zu sehr verschluckt und etwas zu leise ist es leider auch. Dennoch halten die Männer von Limp Bizkit die Laune und Spannung über rund 90 Minuten aufrecht und reichern die Setlist mit Coverversionen von „Killing in the Name“ von Rage against the Machine sowie „Smells like teen spirit“ von Nirvana an. Auch „Welcome to the Jungle“ von Guns N‘ Roses deuten sie an. Dabei bekommen sie immer wieder Unterstützung von der Band Dog Eat Dog, die somit unterstreichen, mehr als eine Vorband zu sein. Mit zunehmender Dauer und somit Dunkelheit greifen auch die beeindruckenden Lichteffekte in die Show mit ein.

Dieses Konzert ist ein gutes Beispiel dafür, dass harmonisch abrocken wunderbar klappen kann und dies bei Zeiten, wo es heißt, der Rock sei nicht mehr populär. Limp Bizkit beweisen an diesem Abend das Gegenteil.

Setlist:

Gold Cobra
Hot Dog
Rollin‘ (Air Raid Vehicle)
Nookie
My Generation
Livin‘ It Up
Re-Arranged
Killing in the Name (Cover Rage against the Machine)
Smells like teen Spirit (Cover Nirvana)
My Way
Behind Blue Eyes (Cover Pink Floyd)
Boiler
Faith (Cover George Michael)
Break Stuff
Take a Look Around

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