Letzte Instanz – Bochum, Matrix – 06.11.2014

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Bereits im August veröffentlichte die Dresdner Band ihr dreizehntes Studioalbum „Im Auge des Sturms“, die gleichnamige Tour begann jedoch erst Anfang November. Als Support war ursprünglich Ally The Fiddle angekündigt, die mussten aufgrund der Schwangerschaft der Sängerin jedoch absagen. Als Ersatz eröffneten Darkhaus die Shows.

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Darkhaus setzen sich zusammen aus Kenny Hanlon (Gesang), Rupert Keplinger (Gitarre), Marshall Stephens (Gitarre), Gary Meskil (Bass) und Paul Keller (Schlagzeug). Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Grenzen zwischen unterschiedlichen Genres zu brechen. Ihr Debütalbum „My Only Shelter“ veröffentlichten sie bereits 2013 und präsentierten es unter anderem als Support von Eisbrecher und Subway To Sally.

Dementsprechend souverän traten die fünf Männer, die teilweise auch bei anderen bekannten Bands wie Der W, Eisbrecher oder Pro-Pain beteiligt sind oder waren, in der Bochumer Matrix auf. Dabei wurde bei Titeln wie „Break Down The Walls“ und „Ghost“ deutlich, dass Darkhaus für die Anwesenden kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Textsicher und begeistert feierte das Publikum den mehr als gelungenen Auftritt,der vor allem durch abwechslungsreiche Musik und eine phänomenale Stimmung im Gedächtnis blieb.

Setlist Darkhaus:
1. Grace Divine
2. Drive
3. Ghost
4. Hour Of Need
5. Looks Like Rain
6. Son Of A Gun
7. Life Worth Living
8. Break Down The Walls
9. Don’t Close Your Eyes
10. Breaking The Silence

Nach der Umbaupause betraten zum Intro nach und nach David Pätsch (Schlagzeug), Michael Ende (Bass), Oli (Gitarre), Benni Cellini (Cello), M. Stolz (Violine) und Holly Loose (Gesang) die Bühne. Im Gepäck hatten sie das neue Album, welches mit neun Liedern auf der Setlist vertreten war. Doch auch ältere Titel kamen während den knapp zwei Stunden Spielzeit nicht zu kurz.

Nahtlos knüpfte die Stimmung der gut gefüllten Tube dort an, wo Darkhaus aufgehört hatten und sowohl Musiker als auch Zuschauer hatten sichtlich Spaß am Auftritt. Einen deutlichen Dämpfer erhielt die Atmosphäre zu Beginn des vierten Liedes, als eine Besucherin zu Boden ging. Durch die schnelle und kompetente Reaktion von den Anwesenden und der Band wurde die Notlage jedoch schnell behoben und die Betroffene wurde versorgt, sodass sich die Band nach einer kurzen Verschnaufpause sichtlich mitgenommen dazu entschloss, das Konzert weiterzuführen. Zum Abschluss wünschten sie noch einmal gute Besserung und verkündeten sogar nach dem Konzert via Facebook, dass die Betroffene wieder wohlauf sei, wodurch die Letzte Instanz wieder einmal auf eine neue Weise ihre intensive Beziehung zu den Fans zeigte.

Schnell fand die Stimmung wieder das ursprüngliche Level und zu Liedern wie“Nein“, „Flucht Ins Glück“und „Atme“ wurde beim tanzen und springen heftig geschwitzt. Verschnaufpausen boten Soli oder das Instrumentalstück „Opus III“, bei dem die Musiker ihr technischen Können darboten. Überraschen konnten sie vor allem durch die frühe Performance des Hits „Wir sind Allein“. Sonst eher unter den Zugaben zu finden, wurde er hier bereits nach ca. 60 Minuten gespielt. Mit „Sing“, „Komm“, „Nur Für Uns“ und „Finsternis“ wurden die Gäste zum Schluss noch einmal gefordert, bevor es mit den Zugaben „Rapunzel“ und „Von Anfang An“ zu Ende ging. Dieses Mal gelang es den Bochumern auch, Benni Cellini sicher auf Händen zu tragen – ein Glück, dass Muttis Stolz auf der Ewig Tour beim ersten Versuch nicht hatte.

Mit knapp zwei Stunden Spielzeit und einer Menge Energie bereitete die Letzte Instanz einen gelungenen Abend der sowohl bei der Setlist als auch der Stimmung kaum einen Wunsch offen und kaum einen Besucher unzufrieden hinterließ.

Setlist Letzte Instanz:
1. Alles Anders
2. Ganz Egal
3. Kalter Glanz
4. Wieder Einmal Rot
5. Traum Im Traum
6. Der Panther
7. C3H5
8. Nein
9. Schuld
10. Wir Sind Allein
11. Im Auge Des Sturms
12. Blind
13. Das Letzte Mal
14. Flucht Ins Glück
15. Atme
16. Opus III
17. Sing
18. Komm
19. Nur Für Uns
20. Der Garten
21. Finsternis
22. Rapunzel
23. Von Anfang An

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