Köster & Hocker & Band – 07.09.2016 – Gloria, Köln

Slydigs – Support The Who – 10.09.2016 – König-Pilsener-Arena, Oberhausen
12. September 2016
MYNAME – 01.09.2016 – Die Kantine, Köln
13. September 2016

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Bands die in kölscher Mundart singen gibt es viele. Gerd Köster und Frank Hocker tun dies bereits seit mehreren Jahrzehnten. Die wohl erfolgreichste Zeit war die „The Piano has been drinking“-Ära, welche damit startete Songs von Tom Waits zu covern. Mit den Jahren kamen auch eigene Songs hinzu. 1998 klappte der Klavierdeckel zu und die Band löste sich auf. Seitdem musizieren Gerd Köster und Frank Hocker nur noch selten mit kompletter Band aber wenn sie es tun, erfreuen sich gerade diese Konzertprogramme größerer Beliebtheit, da in Bandbesetzung besser und häufiger Stücke von früher zur Geltung kommen. Zur Veröffentlichung von zwei Live-Alben gab es 2015 im ausverkauften Stadtgarten wieder das Vergnügen. Das hat Band und Publikum wohl so gefallen, sodass es ein Nachschlag im Kölner Gloria gibt. Auch dort ist es ausverkauft, allerdings auch teilbestuhlt. Der Stimmung tut dies keinen Abbruch. Sieben hochkarätige, exzellente Musiker wie Helmut Krumminga (Wolf Maahn, Bap) sowie Buddy Sacher (Ars Vitalis) spielen sich regelrecht in einen Rausch quer durch die Diskografie von Köster und Hocker. Witzige, teils zynische Ansagen aber auch ernste politische Botschaften runden einen perfekten Abend ab. So ein gutes und gekonntes Zusammenspiel einer Band bekommt selbst der konzerterfahrene Autor selten geboten. Die Musiker achten einander, geben jedem Mitglied und seinem Instrument respektvoll viel Raum und haben viel Blickkontakt, um das Tempo zu verändern oder in die Songs einzusteigen. Zwar machen alle ihre Sache sehr gut, die drei Gitarristen sind jedoch würdig, extra hervorgehoben zu werden. Hocker, Krumminga und Sacher prägen den Sound, tragen die Stücke und verursachen das meiste Entzücken seitens des Publikums. Tatsächlich toppt dieses Konzert das vom Vorjahr um Längen. Hier stimmt wirklich alles. Sound, Licht, die Fähigkeit der Band das Gas im richtigen Moment zu drosseln aber auch nach einer Weile wieder zu steigern. So fallen die rund drei Stunden Spieldauer nicht negativ auf, im Gegenteil das Kölner Publikum lechzt nach mehr. Passender als mit „Jeile Welt“ lässt sich ein jeiles Konzert wohl nicht beenden.

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Stimmung und Band waren brillant, da geriet die Songauswahl fast zur Nebensache.

Bis nächstes Jahr? Na hoffentlich!

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