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Kamelot - Essigfabrik Köln - 04.11.2013

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Sie gehören scheinbar zu diesen Bands, die nicht still stehen können. 2012 erschien ihr neues neuen Album „Silverthorn“ (10/2012). 2012 waren sie sowohl Solo wie auch als Support von Nightwish auf den Bühnen der Welt unterwegs. Der Sommer 2013 führte sie gemeinsam mit Delain und EKLIPSE auf umfassende Nordamerika Tournee. Nun kehrt die Formation aus Tampa, Florida auch in diesem Jahr für umfassende Tournee nach Europa zurück. Der Abend in Köln soll dabei nicht nur als Tourauftakt für fünf Shows in good old Germany dienen, sondern auch gleichzeitig ein ganz besonderer Abend werden.

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Den Auftakt hierfür legen Tellus Requiem auf ganz eigene Art und Weise. Die Formation aus Norwegen stürmte die Bühne förmlich als es an der Zeit für den Spielbeginn war. Aufgebaut war jedoch bisher nichts, denn die Band kam just in diesem Moment erst nach fast zwei tägiger Busfahrt in Köln an. Die Zuschauer werden ungläubige Zeugen des wohl kürzesten Konzerts der Welt. Aufbau, minimalistischer Soundcheck und dann ein Song, bei dem man im Soundbrei kaum etwas vom wirklichen Potential der Band ausmachen kann. Kein Hallo, keine Vorstellung, lediglich ein schnelles Auf Wiedersehen und schon wird das Set wieder abgerissen. Die Zuschauer bleiben verwirrt zurück.

Ganz anders wird es dann als ReVamp auf die Bühne kommen. Die Formation, die die neue Nightwish Frontfrau Floor Jansen schon 2009 gründete, hat jüngst ihr neues Album „Wild Card“ (08/2013) veröffentlicht. Entgegen der fast schon zarten Seite, die man von Floor bei Nightwish im Rahmen der Festivalauftritte kennenlernen durfte, präsentiert sich die Sängerin an diesem Abend mit deutlicher Bandbreite. Sie singt, growlt und shoutet mit begeisternder Präzision und fast schon spielerischen Übergängen. Auch ihre Bandkollegen Arjan Rijnen (Gitarre), Jord Otto (Gitarre), Ruben Wijga (Keyboard), Matthias Landes (Schlagzeug) und Henk Vonk (Bass) stehen ihr in keinster Weise nach und fegen gemeinsam mit Floor über die Bühne. Entsprechend mühelos ist die Begeisterung des Publikums entfacht.

Kamelot übernehmen schließlich ein deutlich angeheiztes Publikum, das sich nun über eine heiße Show der Amerikaner freuen darf. Zusätzlich zur starken Setlist hat man sich für den Abend einige ganz besondere Spielereien einfallen lassen, die die Show von Kamelot nur noch mehr in Richtung Perfektion treiben. Licht und Sound passen ebenso wie der Wechsel zu Sänger Tommy Karevik, das hat man schon im letzten Jahr feststellen dürfen. Nun geht es mit einer Hebebühne samt angebrachter Flagge und Feuershow noch einen Schritt weiter. Wer dabei nicht ins Schwitzen kommt, ist fast schon selbst Schuld. Die Band gibt einfach alles und das Publikum dankt es mit ausdauernder Begeisterung.

Das Energielevel der Show lässt keine Wünsche der Fans offen und der Abwechslungsreichtum der Setlist ist begeisternd. Doch der Abend ist auch für seine Überraschungen gut. Tommys Geburtstag ist gerade zwei Tage her und damit immer noch Grund genug ihn auf der Bühne zu feiern. Überrascht wird er dafür von den jungen Damen von EKLIPSE, die mit Schnaps und Ständchen für erste Überraschung sorgen. Natürlich ist das Quartett auch im Verlauf der Show musikalischer Gast und unterstützt wie schon auf der Nordamerika Tournee. Auch Floor Jansen erscheint im Rahmen der Zugaben nochmals im Duett mit Tommy und trägt dazu bei, den Abend perfekt zu machen.

Damit ist der Auftakt in Deutschland einmal mehr geglückt. Dank vieler Elemente darf man Kamelot schlicht großes Kino bescheinigen und muss sagen, dass man selten – auch trotz Pleiten, Pech und Pannen – einen unvergesslicheren Konzertabend erleben durfte.

Setlist:

Intro
Torn
Ghost Opera
The Great Pandemonium
Veritas
Center of the Universe
Soul Society
Song for Jolee
Drum Solo
When the Lights are Down
Sacrimony (Angel of Afterlife)
Rule
My Confession
Forever
Karma

Zugaben:

Memento Mori
The Haunting
March of Mephisto
Continuum

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