Kadavar – 30.11.2015 – Batschkapp, Frankfurt

Interview: Masato (coldrain) Teil 2
7. Dezember 2015
Montreal – Support Madsen – 08.12.2015 – Substage, Karlsruhe
9. Dezember 2015

Kadavar in der Batschkapp Frankfurt

Kadavar haben viel Anlauf genommen, um ihr neues Album „Berlin“ auf deutschen Bühnen zu präsentieren. Die Berliner, die seit fünf Jahren die Rock-Szene aufmischen, tourten damit bereits in den USA, Frankreich und Großbritannien. Mit ihren Vorbands Satans Satyrs, Horisont und The Shrine machte das Trio am 30.11 download music to your mobile phone. in der Frankfurter Batschkapp Station und sorgte für einen perfekten Retro-Rock-Abend. Zum offiziellen Konzertbeginn um 20 Uhr hatten Satans Satyrs bereits mehr als die Hälfte ihres Sets gespielt. Die neue und große Batschkapp war in der Hälfte abgehängt und damit „nur“ noch so groß, wie die alte im Stadtteil Eschersheim. Das reichte download avast antivirus nederlands for free. Die Halle war schon um acht gut und wohlig gefüllt. Das Publikum war bunt gemischt – Hipster, Skater, Alt-Rocker, Kuttenträger und Metalfans.

Werbung

Horisont_Frankfurt_005Eine halben Stunde später standen Horisont auf der Bühne. Die Schweden sahen wahrhaftig aus, als wären sie direkt den 70ern entstiegen. Sie trugen Jeanskutten (mit Status Quo-Patch!), lange Haare, Bärte, Haarbänder und Schlaghosen test for free music. Vom ersten Takt drückte das Quintett erfreulich aufs Gas. Vor und auf der Bühne wurde nach alter Väter Sitte gerockt und gemosht. Vor allem Sänger/Pianist Axel Söderberg und Bassist Magnus Delborg bewiesen dabei die Nackenmuskulatur eines Bären. Dazu wurden simultan die Saiteninstrumente hochgerissen, als ginge es um Starpower-Punkte bei Guitar Hero. Musikalisch boten die Göteburger mit einigen Einblicke in ihr aktuelles Album „Odyssey“ (u.a herunterladen. „Break the Limit“, „Bad News“) feinen Retro-Rock auf den Spuren von Jethro Tull und Yes. Auch ihren eigenen kleinen Hit „ Writing on the Wall“ („Time Warriors“, 2013) gab es zu hören. Eine starke halbe Stunde spielten die Jungs und beendeten ihren Auftritt mit einer schlichten Verabschiedung auf Deutsch.

In Person von The Shrine-Frontmann Josh Landau betrat anschließend Dave Grohls Alterego aus den frühen 80igern die Bühne und stimmte kalifornischen Hochgeschwindigkeits-Rock mit Punk-Einflüssen und TheShrine_Frankfurt_007Trash-Anleihen an happy new year 2020 herunterladen. Musikalisch waren The Shrine an diesem Abend am wenigsten Vintage. Das störte aber nur wenige. Im Publikum war überwiegend anerkennendes Kopfnicken und sogar vereinzeltes Propeller-Banging zu beobachten. Die Dramaturgie in der Show der Amerikaner war vor allem in Tempo. Die Geschwindigkeit schien sich während des Sets immer weiter zu steigern – was übrigens auch für Landaus Ansagen galt, der ohne Punkt und Komma und wie auf der Überholspur quatschte herunterladen. Die gespielten Songs rekrutierten sich überwiegend aus den letzten beiden Alben „Bless Off“ (2014) und „Rare Breed“ (2015) und spätestens beim letzten Song „Nothing Forever“ – eine raue Punk-Nummer – wippte und stampfte die Batschkapp im Takt. Auch diese Show endete nach einer kurzweiligen guten halben Stunde.

Die Umbaupause zum Headliner des Tages – Kadavar – zog sich etwas drm video. Das Bühnenbild des Berliner Trios bestand aus einem großen Namenszug im hinteren Teil der Bühne. Das transparente Schlagzeug von Christoph Bartelt wurde in der Mitte der Bühne positioniert – hinter ihm das große A aus dem Schriftzug, dass sich auch links und rechts hinter den Plätzen von Sänger und Gitarrist Christoph Lindemann und Bassist Simon Bouteloup wiederfand. Pünktlich um 22:15 Uhr erlosch das Hallenlicht, es ertönte ein Intro. Tatsächlich wurde es etwas mystisch in der Batschkapp.

Kadavar_Frankfurt_003Kadavar verzichteten als einzige Band des Abends fast komplett auf Frontlicht reader for free. Was die Fotografen ärgerte, war der Stimmung durchaus zuträglich. Unnahbar, weit weg, unerreichbar – wie Rockstars aus längst vergangener Zeit wirkten die Berliner als sie grußlos mit dem Opener („Lord of the Sky“) ihres kürzlich erschienenen Albums „Berlin“ loslegten. Authentizität war schon immer mehr als nur ein Versprechen für diese Band und so wähnte man sich auf einer kleinen Zeitreise. Ohne Pause ging es mit „Pale Blue Eyes“ und „Stolen Dream“ in bester 70s-Rock-Manier weiter und man war regelrecht überrascht, als Lindemann in der ersten kleinen Pause von der Bühne mit einem freundlichen „Hey“ grüßte, ja man wunderte sich sogar ganz kurz, dass die nächsten Worte des Musikers da oben Deutsch waren herunterladen. Illusion gelungen!

Kadavar rockten sich ambitioniert durch ihre drei bisherigen Studioalben, wobei der Schwerpunkt klar auf dem aktuellen Output lag. Ansagen gab es kaum und die Interaktion mit dem Publikum beschränkte sich auf kurzes Bedanken. Die Fans vor der Bühne waren aber genug mit tanzen und dem schütteln des Haupthaares beschäftigt aktuelle java version herunterladen. Wenig überraschend knallten einige Stücke etwas härter durch die Anlange, als sie auf Platte erscheinen – was vor allem für „Into the Light“ galt und wurden etwas ausladender zum Besten gegeben.

Blickfang einer Show des Trio war auch in Frankfurt Christoph Bartelt. Der Kadavar Frankfurt_006Hüne erscheint abseits der Bühne zurückhaltend, wohl gekleidet und frisiert. Auf der Bühne mutiert er zum Tier. Mit ausladenden Bewegungen seiner langen Arme, die Sticks schwingend und den unermüdlichen Bewegungen seines Oberkörpers wirkte er im Schummerlicht wie ein entrückter Zauberer, der eine alte Magie beschwor und einen dunklen Trank in seinen Töpfen anrührte. Die wild fliegenden Haare und der Bart taten ihr übriges für diese Fantasie. Vielleicht war es dieser Eindruck, der einen Label-PR’ler dazu veranlasste die Musik als okkult zu bezeichnen. Musikalisch liegen die Berliner zwar schon in Schlagweite zu Bands wie Black Sabbath (auch wenn sie dafür eigentlich viel zu viele Beats per Minute vorlegen) und Leds Zeppelin – durchaus aber auch Wolfmother oder Graveyard und vermutlich will das Trio auch bloß richtig gute Musik machen und Spaß haben. Die Zeiten, dass man als echter Rock’n’Roller Geister beschwören und Blut trinken muss, sind wohl auch sowieso vorbei. Gemüse blutet schließlich nicht.

Nach zwei Zugaben endete der lange Abend des Retro-Rocks in Frankfurt – sowohl Skater, als auch Punks und Kuttenträger gingen zufrieden nach hause. Nach einigen Shows in Nordeuropa kommen die vier Bands Mitte Dezember nochmal für einige Termine nach Deutschland und spielen noch Shows in Nürnberg (16.12.), Berlin (18.12.) und Bochum (19.12.).

Die Fotos von der Show gibt es hier.

Setlist:
Lord Of The Sky
Pale Blue Eyes
Stolen Dreams
Doomsday Machine
Black Sun
Last Living Dinosaur
The Old Man
Living In Your Head
Into The Night
Goddess Of Dawn
Forgotten Past
Thousand Miles Away From Home

All Our Thoughts
Come Back Life

Facebook Kommentare

Kommentare

Werbung