Juliette and the Licks – 26.04.2016 – Bürgerhaus Stollwerk Köln

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Wolfmother im Palladium in Köln 2016 // Foto: Kirsten Otto
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Juliette Lewis wird sehr vielen durch Filme wie „From Dusk Till Dawn“, „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ oder „Natural Born Killers“ bekannt sein. Sie gründete 2003 die Band Juliette and the Licks, die sich leider bereits nach drei Studioalben im Jahre 2009 auflösten. Juliette Lewis bracht noch ein Soloalbum heraus und wandte sich wieder etwas mehr der Schauspielerei zu Am 23. Juli 2015 kam es dann zur Freude der Fans zu einem Reunion Konzert von Juliette and The Licks in Los Angeles. Anfang diesen Jahres gab dann die Band bekannt, dass sie wieder auf Tour gehen werden. Das ihnen die Kölner Fans über die Jahre treu geblieben sind beweist, dass das Konzert im Bürgerhaus Sollwerk bereits Wochen im voraus ausverkauft war. Wer aber keines der begehrten Tickets ergattern konnte musste nicht traurig sein, denn das Konzert wurde live vom WDR Rockpalast gestreamt.

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WacoAls Supportact betrat die Band Waco die Bühne. Das Outfit der vier jungen Briten Jak Hutchcraft (Gesang/Gitarre), Welshy (Schlagzeug/Gesang), Chris Cowley (Bass/Gesang) und Tom Pallot (Gitarre/Gesang) stach einem sofort ins Auge. Diese trugen bunte, auffällige Hawaii-Hemden bzw. der Sänger Jak eine Art Poncho und damit holten sie so etwas Somerfeeling in die Halle. Musikalisch boten sie ebenfalls eine bunte Mischung aus Punk und Hardcore und das Ganze gemischt mit einer Prise 70s ROCK. Dieser Sound lud sofort zum springen und tanzen ein, doch leider ist die Band noch recht unbekannt und daher war das Publikum doch eher zurückhaltend. Die Londoner hatten eine durchweg sympathische Bühnenpräsenz und schienen so richtig Spaß auf der Bühne zu haben. Durch diese Ausstrahlung konnten sie mit Sicherheit den ein oder anderen Fan für sich gewinnen.

Pünktlich um 22:00 Uhr wurde es Zeit für den Hauptact. Sängerin Juliette Lewis, Gitarrist Nick Maybury (Future of Forestry), Bassit Juan Alderte (The Mars Volta), Gitarrist Todd Morse (H₂O) und Schlagzeuger Brad Wilk (Rage Against the Machine, Audioslave) betraten unter tosendem Applaus die Bühne. Gespielt wurde jetzt purer Rock’n’Roll bei dem sich Juliette Lewis die Seele aus dem Leib schrie.

Juliette and The LicksJuliette Lewis trug einen eng anliegenden Jumpsuit im Stile vom Motorradstuntman Evel Knievel. Dieser war für seine todesmutigen Motorradsprünge bekannt. Sie tat es ihm an diesem Abend gleich. Sie sprang über die Bühne wie eine Wilde und tanzte sich dabei die Seele aus den Leib. Mehrfach ging sie in den Bühnengraben um den persönlichen Kontakt zu den Fans in der ersten Reihen zu suchen. Diese waren sofort Feuer und Flamme und so wurde ordentlich gesprungen, gesungen und getanzt. Der Fokus der Setlist lag hauptsächlich auf dem im Jahre 2006 erschienen Album „Four on the Floor“, bei dem Dave Grohl (Foo Fighters) die Drums eingespielt hat. So gab es an diesem Abend auch einen besonderen Special Guest, der Keyboarder der Foo Fightes Rami Jaffee war extra nach Köln gekommen um einige Stücke mit Juliette and the Licks zu spielen. Aber auch das neue Stück „Hello Hero“ fand bei den Fans großen Anklang. Dass Juliette aber auch mal leise Töne anschlagen kann, bewies sie bei dem Cover „Purple Rain“, welches dem kürzlich verstorben Prince gewidmet wurde. Damit sorgten sie für einen Gänsehautmoment an diesem Abend.

Mit den beiden Klassikern „Hot Kiss“ und „You’re Speaking My Language“ wurden die Fans in die Nacht hinausgelassen. Hierbei wurden die letzten Reserven mobilisiert und nochmal so richtig laut mitgesungen und wild getanzt. Unter euphorischen Applaus der Zuschauer verließen Juliette and the Licks die Bühne.

Es war ein rundum gelungener Konzertabend und Juliette and the Licks bewiesen, dass sie es auch noch nach so langer Zeit noch drauf haben. So bleibt zu hoffen, dass das neuen Studioalbum bald erscheint. Wer den Abend nochmal erleben möchte oder jetzt Neugierig geworden ist: Das Konzert wird am 08.05.2015 zwischen 23:55 und 01:55 Uhr nochmal im WDR Fernsehen ausgestrahlt.

Setlist
1. Smash and Grab
2. Mind Full of Daggers
3. Sticky Honey
4. Any Way You Want
5. Purgatory Blues
6. Killer
7. This I Know
8. Hello Hero
9. Got Love to Kill
10. Proud Mary
11. I Know Trouble
12. Get Up
13. Purple Rain
14. Hot Kiss
15. You’re Speaking My Language

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