James Bay – 18.03.2016 – Palladium, Köln

James Bay – 18.03.2016 – Palladium, Köln
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Im letzten Jahr startete der junge Brite James Bay so richtig durch. Sein Debütalbum „Chaos and the Calm“ (03/15) stieg in seiner Heimat sofort auf Platz eins der Charts ein und er gewann den Critics’ Choice Award bei den BRIT Awards 2015. Außerdem begleitet er Taylor Swift bei dem europäischen Teil ihrer 1989-World-Tour. Anfang diesen Jahres gewann er bei den BRIT Awards 2016 in der Kategorie „Best British Male Solo Artist“. Bei so einem Durchbruch verwunderte es wenig, dass die vier deutschen Konzerttermine bereits Wochen im Voraus restlos ausverkauft waren.

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Bereits bei der Ankunft an der Halle bemerkte man zahlreiche junge weibliche Fans, die rechtzeitig erschienen waren um ihrem Star ganz nah zu kommen. So eine lange Schlange bekommt man nicht alle Tage vor dem Palladium geboten. Pünktlich um 20:00 Uhr betrat Rukhsana Merrise die Bühne. Die aus London stammende Künstlerin mit indischen und karibischen Wurzeln bot dem Publikum zum aufwärmen modernen Folk mit Pop Einflüssen. Bei ihrem Auftritt wurde sie lediglich von einem Gitarristen und Drummer hinter einem kleinem Drumkit begleitet. Die Fans nahmen sie als Supportact gut auf und ließen sich zum mit klatschen animieren. Nach ihrem dreißig minütigen Set verließ sie die Bühne unter beachtlichem Applaus.

Das Palladium schien nun aus allen Nähten zu platzen, so brechend voll war es mittlerweile geworden. Das Publikum bestand größten Teils aus jungen Damen und war ansonsten doch recht bunt gemischt. Unter euphorischen Gekreische seiner Fans aus der ersten Reihe betrat James Bay mit seinen Livemusikern die Bühne. Das Bühnenbild wurde schlicht gehalten, so konnte man im Hintergrund einen Vorhang erkennen auf dem er mit großen Hut als Zeichnung abgebildet war. Der Hut ist nebenbei erwähnt das Markenzeichen von James Bay geworden.

Das Set wurde mit dem rockigen Stück „Collide“ eröffnet, welches sofort zum mitsingen und -wippen aufforderte. Der Name seines Debütalbums „Chaos and the Calm“ beschreibt optimal das Gefühl welches der junge Brite mit seinen Songs vermittelt. Mal zupft er ganz sanft die Seiten seiner Akustikgitarre, wie beispielsweise bei „Running“, oder rockt mit seiner E-Gitarre über die Bühne mit „Get Out While You Can“. Dabei erlebt man oftmals eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Der Sound war an diesem Abend perfekt und wurde von der Lichttechnik harmonisch untermalt.

Seine Fans hingen ihm regelrecht an den Lippen und konnten jeden einzelne Strophe seiner Songs mitsingen. Einen besonderen lauten Chor gab es bei der wunderschönen Ballade „Let it Go“ und so sorgten Fans und Künstler zusammen für einen unvergesslichen Gänsehautmoment des Abends. Es wurde ordentlich mit gerockt und immer wieder formten die jungen Damen in den ersten Reihen mit ihren Händen Herzen in die Luft. Mit dem Stück „Hold Back the River“ beendete James Bay sein anderthalbstündig Set und hinterließ ein mehr als überglückliches Publikum.

Oftmals kann man den Hype um eine Künstler nicht verstehen. Bei James Bay stimmt einfach alles. Seine Stimme ist live noch facettenreicher als auf dem Album und sein musikalischen Können ist beeindruckend. Nur leider gibt er sich noch etwas wortkarg auf der Bühne, aber das kommt bestimmt noch über die Jahre.

Setlist:
1. Collide
2. Craving
3. When We Were on Fire
4. If You Ever Want to Be in Love
5. Need the Sun to Break
6. Running
7. Let It Go
8. Scars
9. Move Together
10. Best Fake Smile
11. Get Out While You Can
12. Incomplete
13. Proud Mary
14. Hold Back the River

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