Interview mit Goofy von den KNEIPENTERRORISTEN

Rammstein Tour „Made in Germany“
7. Juni 2011
MINA HARKER – Bittersüß
15. Juni 2011

Nachdem ich mit Verspätung zu unserem Termin gekommen bin, war Goofy, der Bassist der KNEIPENTERRORISTEN trotzdem noch gerne bereit mir Rede und Antwort zu stehen. Aus der halben Stunde Gespräch wurden dann auch auf einmal fast drei Stunden, von denen wir euch die wesentlichen Informationen nicht vorenthalten möchten.

Werbung

Nachdem wir geklärt hatten, dass sich Goofy seit den zuletzt 2005 bei Rock am Ring gesehenen Gesichtern, nicht mehr auf diesem Festival war, musste ich doch noch einmal nachfragen, ob die vier Hamburger auf dem Abschlusskonzert /-festival der Böhsen Onkelz aufgetreten sind. Überrascht war ich allerdings über die Antwort, dass es tatsächlich drei Auftritte waren, die immer wieder mit einer Überraschung verbunden waren: „ Beim ersten Abend als wir spielten, ist bei einem Festzelt der Boden eingebrochen, daher war das Zelt zwei Tage später noch defekt. Im anderen Zelt haben wir für freie Getränke doppelt so lang gespielt, wie ursprünglich geplant und am letzten Tag kamen Pe und Gonzo mit zu uns auf die Bühne. Uns hatte man vorher nichts gesagt.
Unser Gig wurde verlegt und man sagte uns nicht warum. Wir haben mit der Band, deren Platz wir eingenommen haben noch geredet, ob wir nicht zurück tauschen können, aber die weigerten sich und haben sich dann geärgert.“ Was durchaus nachvollziehbar ist, denn wären die Termine getauscht worden, wäre die andere Band mit den beiden Bandmitgliedern der legendären Onkelz aufgetreten. Auf der während des Wochenendes aufgezeichneten DVD wurde sogar Goofys T-Shirt zensiert, aber dies spiegelt nur die Aussage wieder, dass es eine sehr spaßige und wilde Zeit war.

Auf die Frage nach der Entstehungsgeschichte, berichtet Goofy: „Holger Hübner (der Veranstalter vom Wacken) war damals Tour-Manager der Onkelz. Er kennt Jörn (unseren Sänger) schon seit dem ersten Wacken und länger. Er wusste, dass er Onkelz-Fan ist und hat ihn gefragt, ob er Leute wüsste, die zum Tourabschluß der Viva los Tioz Tour 98 ein paar Onkelz Songs spielen können. Bei Jörn im Laden (Remedy Records) habe ich meine Onkelz und Metal, bzw. Punk Platten gekauft. Er wusste, dass ich Bassist bin und hat gefragt, ob ich Bock hätte. Klar hatte ich. Immerhin habe ich teilweise damals die Schule geschwänzt, um mir neue Onkelz platten SOFORT zur Erscheinung kaufen zu können.
Da die Party in einem Strip-Laden ohne Live-Konzession stattfand, fiel das Konzert aus, aber wir waren zum Feiern da. Na ja, freie Getränke und nackte Weiber konnten wir da gut ab. Auf dieser Veranstaltung haben wir dann unseren ersten Gig mit KT klar gemacht und seitdem sind wir unterwegs.

Daraufhin wollte ich natürlich wissen, was die Onkelz zu der Idee gesagt haben oder ob die es überhaupt mitbekommen haben. „Die haben das sicher mitbekommen. Ich denke, deshalb wollten Gonzo und Pe wohl auch zu uns auf die Bühne und uns den „Ritterschlag“ geben. Einen richtigen Austausch gibt es nicht, aber man sieht sich auch nicht so oft. Wir haben immer getan was wir wollten,“ so Goofy.

Eigene Songs zu schreiben begannen die Jungs von KNEIPENTERRORISTEN bereits vor dem endgültigen Ende der Böhsen Onkelz. „Wir haben live gerne mal gejamt und Metal-Songs gespielt. Das kam ganz gut an und wir fingen an, uns ernsthaft darum zu kümmern. Wir haben als erstes „Chains & Leather“ von Running Wild für einen Tribut-Sampler in „Ketten und Leder“ umgeschrieben und das kam gut an. Danach fingen wir mit ganz eigenen Sachen an.

Am 06.05. erschien das Album „ Das Dreckige Duzend“ mit fünf Onkelz-Cover Songs, die vergangenes Jahr nach einem Konzert mit den Krawallbrüdern als Zugabe gespielt wurden und danach einfach aufgenommen werden mussten, drei eigenen Songs und dem Dimple Minds – Cover „Durstige Männer“ – Goofys Debut als Sänger. „Den Song habe ich schon immer abgefeiert. Als Schüler auf Parties und auch Jörn steht auf den Song. Die anderen waren schnell überzeugt und ab ging die wilde Fahrt,“ so der Bassist. Hiermit sollte ebenso der Abschluss von veröffentlichten Onkelz-Covern beschlossen werden.

Das zweite und am 27.05. erschienene Album „Das jüngste Gericht“ besteht fast ausschließlich aus eigenen Songs, wobei die Coverversionen auch keine Onkelz-Interpretationen sind.

Was man auf den Shows der KNEIPENTERRORISTEN erwarten kann lässt sich sehr leicht erkennen als Goofy beginnt zu berichten: „Wir bieten eine authentische Rock´n´Roll Show. Wir haben zwar eine Setlist, aber manchmal bauen wir auch einfach Songs ein, weil es uns überkommt. Dann kann es auch sein, dass wir mal AC/DC oder Motörhead oder was auch immer anstimmen. (Nachdem wir eine CD von Grober Knüppel im Bus gehört haben, haben wir auch die angespielt). Wichtig ist uns, dass sich die Fans/Zuschauer gut unterhalten fühlen und mit uns feiern. Gerne auch noch nach dem Konzert. Wir sind keine Band, die sich Backstage rumtreibt. Nach den Gigs kommen wir immer  nach vorne und machen einen los. Also, nach den Gigs nicht abhauen. Wir sind „feierwütig“. Versichert wurde allerdings, dass nachts dann nicht noch einmal alle Instrumente ausgepackt werden. Es kommt allerdings gerne mal vor, dass das ein oder andere Lied gesungen wird.

Wer sich nun selbst einen Eindruck verschaffen möchte, schaut am besten auf den Homepage der KNEIPENTERRORISTEN vorbei, hört sich die neuen Platten an oder besorgt sich Tickets für die kommenden Shows. Hierbei möchten wir noch ganz besonders auf das anstehende 1000. Konzert, welches am 02.09.2011 in der Hamburger Markthalle mit Kärbholz, Berserker und Rotz&Wasser gefeiert wird, hinweisen. Tickets für dieses Event erhaltet ihr direkt hier!

Wir bedanken uns bei Goofy für ein sehr lockeres und aufschlussreiches Gespräch und erfüllen ihm gerne noch den Wunsch im Bezug auf seine abschließenden Worte: „Wir waren nie eine Band, die sich für schön hielt. Andere Bands aus dem Deutschrock-Bereich sehen gut aus und sind smart und haben die Girlies. Wir haben die dicken Rocker/Punks/Skins und am nächsten Morgen einen dicken Kopf. Ich kann ausziehen was ich will, ich sehe immer gut aus. Ich sehe schlecht, ich bin sehr kurzsichtig. Hatte die Wahl zwischen ner Brille und nem Hund und für nen Hund ist mein Job zu laut.

Die anderen drei Bandmitglieder sind:

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Tourtermine findet ihr hier:
[gigpress_shows artist=80]

Facebook Kommentare

Kommentare

Werbung