In Extremo – Kunstraub Tour – 25.10.2013 – Köln E-Werk

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In_Extremo_2011 (489 x 600)Erst seit wenigen Wochen steht das neue Album von In Extremo „Kunstraub“ (09/2013) in den Plattenläden. Dieses stieg auf Platz zwei der deutschen Album Charts ein und knüpfte an die Erfolge der vorherigen Werke „Sängerkrieg“ (05/2008) und „Sterneneisen“ (02/2011) an. Die glorreichen Sieben halten es auch nicht lange ohne das Tourleben aus, so zieht es sie wieder in die Lande. Für einen Kunstraub kamen die Spielmänner auch ins ausverkaufte Kölner E-Werk.

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Als Support Act betrat zunächst die bayrische Band Hassliebe die Bühne. Matthias „Matt“ Münch (Gesang), Manuel Gläser (Gitarre), Dany Mcauley (Bass), Florian Schack (Schlagzeug) und Manuel Schnell (Keyboard) präsentierten Stücke aus ihrem aktuellen Album „Sklaven der Neuzeit“ (03/2013). Mit ihrem kraftvollen Deutschrock konnten sie das Publikum langsam für sich gewinnen und auch die Animationsversuche des Frontmanns wurden zum Ende des Gigs vom Publikum angenommen, sodass die Fans mitsangen und klatschten.

Das Licht erlosch erneut und zwei maskierte Männer mit Taschenlampen in den Händen suchten die Bühne ab und stellten dabei das Szenario eines Raubes nach. Derweil zu hören war das kurze Intro einer alten Nachrichtenansage zum Rotterdamer Kunstraub aus dem Jahre 2012. Das Intro ging über in die ersten Klänge der Dudelsäcke zum Openerstück „Kunstraub“ und Flex der Biegsame und Yellow Pfeiffer betraten unter euphorischem Beifall die Bühne. Mit einem lautem Knall fiel der Vorhang und der Rest der Band sowie das gesamte Bühnenbild waren zu erblicken. In der Mitte befand sich ein Logobanner auf dem das aktuelle Albumcover abgebildet war. Das Schlagzeug von Specki T.D. war im hinterem Teil der Bühne durch ein breites Podest erhöht, welches auch von den anderen Musikern an den Seiten genutzt werden konnte.

In Extremo zeigten sich die komplette Show über bei bester Laune und hatten sichtlich Spaß ihre neuen Stücke dem Publikum live vorzustellen. Die Musiker agierten immer wieder miteinander und alberten mit dem Publikum herum. Stimmlich und körperlich war „Das Letzte Einhorn“ in bester Verfassung. Dieser nutzte optimal den gesamten vorderen Bereich der Bühne und strahlte über beide Ohren. Man hatte das Gefühl dass dieser in einen Jungbrunnen gefallen war. Das Septett spielte größtenteils Lieder ihres neuen Studioalbums, die live noch kraftvoller klangen als auf Platte. Mit „Himmel und Hölle“, „Feuertaufen“ und der Walpurgisnachthymne „Belladonna“ haben In Extremo drei absolute Ohrwürmer geschaffen, die das Publikum sofort zum tanzen und singen beflügelten. Auch für die alt eingesessenen Fans wurden Klassiker wie „Vollmond“, „Villemann Og Magnhild“ oder „Spielmannsfluch“ nicht ausgelassen. Die ca. 2000 Fans von jung bis alt zeigten sich von Anbeginn der Show in ausgelassener Laune. Neue sowie alte Lieder wurden lauthals und Textsicher mitgesungen.

Optisch wurde dem Zuschauer auch einiges geboten. Das Bühnenbild wurde Dank der perfekten Lichttechnik immer wieder in bunte Farben getaucht. Was wäre aber eine In Extremo Show ohne Feuereffekte. Diese gab es auch reichlich, sodass einem regelrecht heiß wurde. Im vorderen Bühnenbereich befanden sich Feuersäulen, deren Flammen dank der Lichteffekte in verschieden Farben brennen konnten. Stellenweise schossen im Sekundentakt meterhohe Feuersäulen der Decke entgegen. Das Schlagzeug wurde in Feuerfunken getaucht oder diese rieselten von der Decke des Kölner E-Werks.

In Extremo wissen wie sie ihre Fans begeistern können und überzeugen mit einer brillanten Show, die bei ihren Fans keine Wünsche offen ließ.

Setliste:
1. Kunstraub
2. In diesem Licht
3. Frei zu sein
4. Himmel und Hölle
5. Herr Mandaling
6. Feuertaufe
7. Vollmond
8. Der die Sonne schlafen schickt
9. Küss mich
10. Gaukler
11. Unsichtbar
12. Alles schon gesehen
13. Liam
14. Belladonna
15. Lebemann
16. Zigeunerskat
17. Al Vis Lolop

Zugaben:
18. Viva La vida
19. Siehst du das Licht
20. Spielmannsfluch
21. Rasend Herz
22. Villemann Og Magnhild

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