Hurricane Festival 2014 – Tag 2 – Samstag 21.06.2014

Hurricane Festival 2014 – Tag 1 – Freitag 20.06.2014
30. Juni 2014
Hurricane Festival 2014 – Tag 3 – Sonntag 22.06.2014
30. Juni 2014

Samstag Vormittag um 11:30 Uhr öffnete das Gelände. Allerdings überzeugten 16° C, kalter Wind und ein leichter Nieselregen nur wenig Besucher, sich aus ihren Zelten zu schälen.
Pünktlich um 12:00 Uhr, und damit zu Tonbandgerät auf der Green Stage, ließ sich jedoch endlich auch die Sonne blicken. Man merkte, dass es am Vorabend spät geworden war, denn als um 12:30 Uhr Station 17 auf der Blue Stage auftauchten, hatte sich dort kaum Publikum versammelt. Im Lauf der 30-minütigen Show wurden doch noch einige Besucher mehr von dieser außergewöhnlichen Band angelockt.

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Fotos: The Dillinger Escape Plan - Hurricane Festival 2014The Dillinger Escape Plan waren dagegen wesentlich besser besucht. Mit ihrem Math- und
Chaoscore schaffte es die Band trotz der vergleichsweise frühen Stunde, den ersten Circle Pit des Tages heraufzubeschwören.
Zu Skindred hatte sich das Infield und der Platz vor der Bühne recht gut gefüllt. Wer aufgrund
der etwas eigenwilligen Mischung aus Reggae, Metal, Hip Hop und Punk nach den ersten Liedern noch skeptisch eine Augenbraue hob, wurde schon bald von der Energie und Euphorie der Masse mitgerissen. Es hagelte einige Schimpfworte und Beleidigungen von der Bühne, doch das hielt das Publikum nicht vom Mitsingen und -springen ab.
Gegen 15:00 Uhr hatte das Festivalgelände seine gewohnte Menschendichte wiedererlangt und auch für Zebrahead hatte sich eine große Fangemeinde angesammelt, Schlangenbildung für den ersten Wellenbrecher inklusive. Der Mix aus Punk-Rock und Rap ließ kaum jemanden stillstehen. Der Sänger animierte das Publikum noch zusätzlich zum Singen und Tanzen. Die Atmosphäre war ausgelassen und euphorisch, wie es sich für ein gutes Festival gehört.
Die Donots schmissen die bisher größte Party an diesem Tag, schließlich war es auch eine ihrer 20-Jahre- Geburtstagsfeiern. Wasserbälle und Gummitiere flogen durch das Publikum, es bildeten sich vielerorts Circle Pits und auch die Security warf Konfetti in die vorderen Reihen. Band wie Fans sprangen herum und hatten einfach Spaß in Scheessel zu sein und kräftig zu rocken.
Der Weg zu Bastille glich einem Hindernislauf. Die Besucher wurden im Kampf um die besten Plätze schon deutlich angespannter, die Warteschlangen an den Eingängen wurden immer länger. Doch schon bei den ersten Tönen aus den Verstärkern wurden Jubelrufe laut, der Ärger war für einen Moment vergessen. Ähnliche Stimmung herrschte auch vor der mit dem Bandlogo der Broilers verhangenen Green Stage. Um hier einen Platz im ersten Wellenbrecher zu ergattern sollte man viel Geduld mitbringen und weiter hinten trat man sich leicht mal auf die Füße.
Kurz vor 18:00 Uhr begann es leider zu regnen, die Reaktionen darauf waren unterschiedlich: Die erfahrenen Festivalgänger packten Regenponchos und Müllsäcke aus, die Hartgesottenen klappten nur ungerührt die Kapuzen ihrer Pullover und Jacken hoch. Einige gaben allerdings auch ihre Plätze vor der Bühne auf und liefen zu den Ständen, um sich ins Trockene zu bringen. 10 Minuten später war jedoch der schlimmste Teil des Schauers schon wieder überstanden. Allerdings wurde es jetzt in den nassen Klamotten empfindlich kalt. Ärgerlich besonders für die ersten Reihen, die dort noch einige Stunden ausharren wollten. Selbstverständlich reichten die ersten Gitarrenklänge der Broilers aus, um das Publikum die durchnässte Kleidung vergessen zu lassen. Es wurde laut mitgesungen, die Stimmung hob sich merklich. Über die Screens konnte man erahnen, wie viele Menschen sich vor der Green Stage versammelt hatten. Es schien, als hätten sich sämtliche Festivalbesucher dort eingefunden, um gemeinsam richtig aufzudrehen.
Fotos: Dropkick Murphys - Hurricane Festival 2014Zu den Dropkick Murphys regnete es leider wieder, dieses mal waren die Besucher allerdings
besser vorbereitet und die Mischung aus Irish Folk und Punkrock wurde genutzt, um sich
warm zu tanzen. Die Stimmung war nach wie vor großartig, auch bei zunehmend wolkenverhangenem Himmel. Leider nahm auch das Geschubse und Geschiebe zu und Vordrängeln wurde nicht mehr nur mit einem Augenrollen quittiert.
Bei Interpol füllten sich die Wellenbrecher erst kurz vor dem Auftritt der Band. Man merkte, dass auf der Green Stage ein Headliner anstand. Zudem wurde es dunkler und kühler, so dass bei einigen Besuchern die Motivation, sich in die Menge zu stürzen, sichtlich nachließ. Amüsiert wurde sich natürlich trotzdem, obwohl in den hinteren Reihen ein ständiges Kommen und Gehen herrschte.
Auch für den Headliner Volbeat war die Bühne wieder verhangen. Pyro-Effekte kündigten den Beginn der Show an. Trotz Kälte und Müdigkeit feierte das Publikum die dänischen Rocker gebührend. Viel Feuer und Feuerwerk heizten den Fans zum Abschluss des Tages noch einmal richtig ein und die Ohrwurm verdächtigen Songs ließen niemanden stillstehen.

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