Gregorian – 23.01.2014 – Mitsubishi Electric Halle

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GregorianIn der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle gaben die Gregorian ihre Mischung aus klassischen Rockliedern und alter wie neuer Filmmusik zum im Stil der gregorianischen Chöre zum Besten. Mit ihrem 80. Konzert dieser Tour gingen sie langsam in den Endspurt der „Masters of Epic Chant“ Tournee.

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Anfang 1990 von dem Hamburger Musikprozenten Frank Peterson ins Leben gerufen, stammen alle momentanen Sänger aus Großbritannien. Das zweite Album „Masters of Chant“ schlug in den deutschen Charts ein. Seither ist die Gruppe mehrfach mit Gold und Platin auf der ganzen Welt ausgezeichnet worden.

Mit einem instrumentalen Intro ganz im Stil der Serie „Baywatch“ ging die Show pünktlich um 20 Uhr los. Im Hintergrund der Bühne war eine Kinoleinwand aufgebaut, auf der immer wieder bekannte Filmszenen gezeigt wurden, die teilweise sogar von den Sängern nachgespielt waren. Wie auch in „Baywatch“ wurde als erste Sequenz die Sänger gezeigt, die an einem Strand bis zum Eingang der Bühne entlang liefen. Nahtlos am Ende der Szene kamen nun auch die Gruppe von beiden Seiteneingängen auf die Bühne und startete mit ihrem ersten Lied „Conquest of Paradise“. Mit ihrem dynamischen Auftreten und der durchdachten Choreografie wirkten die Musikstücke nie statisch, was bei Chören oft der Fall ist. Die Strophen des Stücks wurden von einem Sänger solo vorgetragen, wobei die anderen Mitglieder sich im Hintergrund hielten, zusätzlich wurde der jeweilige Solist durch einen Spot an der Decke beleuchtet.

gregorian_meh-24Nach einer kurzen Ansprache am Enden des ersten Songs mit Bezug zu ihrem neuen Album „Master of Chant Chapter 9“, bekam man mit dem Lied „The Sound of Silence“ einen kleinen Einblick in den Film „Die Reifeprüfung“ von 1967 mit Dustin Hoffman. Auch bei diesem Lied fiel einmal mehr auf, dass man trotz sehr empfindlich eingestellter Mikrofone keine Atemzüge hörte. Im Gegensatz zum Original von Simon und Garfunkel präsentierte sich diese Interpretation in einem rockigen Gewand, welches außerordentlich gut mit den Stimmen der 8 Männer harmonierte. Wer den Film bis dato nicht kannte, konnte sich die Kurzform auf der Kinoleinwand im Hintergrund ansehen.

Bei dem Titel „Now we are free“ lernte man auch Sängerin Amelia Brightman, kennen. Die englische Sopranistin war schon des Öfteren zu Gast bei den Gregorian, genauso wie ihre Schwester Sarah Brightman. Neben dem vorherigen Lied unterstütze sie, bekleidet mit schwarzen Flügeln, außerdem bei dem Song „Engel“, welches im Original von Rammstein stammt. Dieses Musikstück erntete auch den bisher meisten Applaus. Ein Lied durfte sie auch alleine zum Besten geben: „Nella Fantasia“ aus dem Film „The Mission“ von 1986.

Für „Who wants to live forever“ hatten sich die Sänger etwas ganz Besonders überlegt. Zuerst nur eine Filmsequenz von einem der Mönche mit einem Schwert, stand nach einem Blitzschlag im Film, ein Statist auf dem Hintergrund der Bühne und hielt ein Schwer in die Luft – ganz im Stil des Films „Highlander“.
Ein wunderschönes Licht- und Spiegelspiel zeigte Gregorian dann bei „Ready to go home“. Mit einem gerahmten Spiegel in den Händen reflektierte sie die Deckenspotlights über den Köpfen des Publikums und bildeten damit Muster an der Decke. Bei den Strophen, die nur von einem Solisten gesungen wurden, richteten sich alle Spotlights auf ihn, dadurch wurde ein 8-teiliges Muster an den Hintergrund gezeichnet.

gregorian_meh-18Zu „He’s a pirate“ wurde es gesanglich gesehen sehr leise. Das instrumentale Stück hat auch im Original keine Lyriks, doch das hielt die Sänger nicht auf, auch dieses Lied darzubieten. Mit großen Trommeln gaben sie den Takt an und unterstützen Gitarristen Mike Burkhard und Violinistin Paulina Moser bei ihrer Melodie. Außerdem hatten sich zwei Mönche einen Säbel geschnappt und lieferten sich einen Kampf ganz im Stil des Films „Fluch der Karibik“.
Dass die Gregorian durchaus Spaß vertehen, zeigte sich bei dem Lied „My heart will go on“ aus dem Film „Titanic“ von 1997. Die wohl bekannteste Szene mit Jack und Rose am Bug wurde von 2 Sängern in Videoeinspielung nachgestellt.

Eine besondere Überraschung gab es dann auch für die Sänger durch ihrem Manager der Deutschlandtour. Kurz vor dem Song „Stay“ von U2 kam er auf die Bühne und unterbrach die Ankündigung. Das hatte natürlich einen besonderen Grund, denn die Platten „Master of Chant VIII“ und „The Dark Side of the Chant“ hatten den Goldstatus in Deutschland erreicht. Im Rahmen dessen bekam jeder Sänger eine goldene Schallplatte der beiden CDs überreicht.

gregorian_meh-29Bei der Zugabe ging es zunächst etwas ruhiger zu. Mit „Hallelujah“ gaben sie einen Klassiker zum Besten, der immer wieder für Gänsehaut sorgt. Zusätzlich zu den sanften Tönen der drei Gitarren auf der Bühne und einer wunderschön vorgetragenen Strophe der zweiten Sopranistin Eva Mali, sangen die 8 Mitglieder der Gregorian aus dem Mittelteil der Mitsubishi Electric Halle. Somit hatte das Publikum die Chance, alle auch mal ganz aus der Nähe zu betrachteten. Nur mit einem kleinen Licht in der Hand kamen sie nacheinander in der Mitte zusammen und verschwanden zum Ende des Liedes wieder zu den Seiteneingängen hinaus. Dass nicht nur die Sänger der Gregorian wunderschöne Stimmen haben, sondern auch die Musiker auf der Bühne, zeigten sie bei diesem Lied ebenfalls.Etwas lauter ging es bei dem Song „Kashmir“ zu. Das Lied von Led Zeppelin erschien 1975 auf dem Album „Physical Graffiti“. Zusammen mit Eva Mali zeigten sie eine nicht weniger rockige Version dieses bekannten und oft gecoverten Stücks.

Das Konzert endete um 22.45 Uhr mit vielen Girlanden aus den Papierkanonen der Gregorian.Das Gesehene war ein unglaubliches Erlebnis mit einer guten Mischung aus Rock, Filmmusik und Klassikern ihrer „Master of Chant“ Alben. Das Licht der gesamten Show war perfekt auf die Gefühle der Songs abgestimmt und die Harmonie in den Stimmen der Sänger brachte den letzten Rest zum Wohlfühlen an diesem Abend. Diese Gruppe einmal live zu erleben sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen!

Setliste:
1. Conquest of Paradise
2. The sound of Silence
3. Stay (Hurts)
4. Streets have no Name
5. Now we are free
6. Who wants to live forever
7. Engel
8. Gloria
9. Ready to go home
10. Bring me to live
11. Both sides now
12. Nella Fantasia
13. He’s a pirate
14. My heart will go on
15. Kiss from a rose
16. Piano interlude
17. The last unicorn
18. Stay (U2)

Zugabe:
19. Hallelujah
20. Kashmir
21. Live and let die
22. She
23. World without end
24. Sky and Sand

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