Grailknights – 20.04.2014 – Köln, Underground

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Am 20. April 2014 riefen die Grailknights zu einer erneuten Schlacht zur Verteidigung von Grailham City – diesmal im Kölner Underground. Als tatkräftige Unterstützung begleitete sie dabei die Oldenburger Melodic-Death/Black Metal Band Craving.

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Den Support konnte der Battlechoir kurz vor dem Kampf bestimmen – auf Facebook riefen Sir Optimus Prime und seine Gefährten zu einem Voting auf, welches Craving gewannen und somit in Osnabrück und Köln mit dabei waren.
Ivan Chertov (Gesang), Thorsten Flecken (Gitarre), Leonid Rubenstein (Schlagzeug) und Maik Schaffstädter veröffentlichten vergangenes Jahr ihr aktuelles und zweites Album „At Dawn“ (10/2013), auf dem sich unter anderem auch bekannte Größen von Orden Ogan und Obscurity die Ehre gaben. Im Anschluss daran gaben Craving ihr Tourdebüt unter dem Motto „Hell Revisited European Tour 2013“.

CravingSo hieß es für die vier dann, die Anwesenden für den Kampf gegen den mächtigen Dr. Skull vorzubereiten. Auch wenn der Club zu Beginn ziemlich leer war, was unter anderem am Feiertag gelegen haben mochte, gab sich Ivan Chertov reichlich Mühe das Publikum zu motivieren und animierte immer wieder zum Klatschen und springen.
Mit Liedern wie „Wolfsherz“, „Sons of the Rebellion“ und zwei russischen Titeln beeindruckte der Frontmann dabei neben seiner etwas überraschenden, eindrucksvollen Stimme auch mit einem umfassenden Sprachwissen. Gekonnt wechselten sich schnelle, laute Passagen mit energischen Screams und ruhigere und melodische Parts mit einem bewegenden Clean-Gesang ab und begeisterten die zunehmende Zuschauerzahl.
Nach gut 30 Minuten verabschiedete Craving sich mit dem Cover des Songs „Only Teardrops“ von Emmelie de Forest und dem deutlich härteren „Hellraiser“ unter Applaus von der Bühne.

In der folgenden Umbaupause verdoppelte sich der Battlechoir, der mit Spannung Sir Optimus Prime (Gesang/Gitarre/Akkordeon), Sovereign Storm (Gitarre/Gesang), Lord Drumcules (Schlageug), Count Cranium (Bass/Gesang) und Earl Quake (Gitarre) erwartete. Schon bevor sich die Grailknights auf die Bühne begaben, stellten die Anwesenden ihre Kampfbereitschaften mit lautstarken Rufen unter Beweis, und schließlich war es soweit. Mit „Calling the Choir“ stürmten die Superhelden auf die Bühne und wurden unmittelbar von einem gröhlenden, jedoch erstaunlich textsicheren Publikum begrüßt.

GrailknightsMit „Morning Dew“ und „Nameless Grave“ gaben die fünf Hannoveraner ein flottes Tempo vor, dem die Warriors aber problemlos standhielten, und selbst die Musiker zeigten sich von der Lautstärke, Textsicherheit und Kampfeslust beeindruckt. Dr. Skull, der immer wieder versuchte, Grailham City zu erobern, wurde von den Grailknights dank tatkräftiger Unterstützung immer wieder erfolgreich zurückgeschlagen, und nicht nur der Bösewicht zeigte sich vom Publikum beeindruckt – auch Sir Optimus Prime und Gefährten fehlten immer wieder die Worte.
Kurz darauf betrat die allseits bekannte und beliebte Stute Zapf Beauty den Schauplatz des Geschehens – wie immer im Gepäck: Ein Fässchen Bier, um die tapferen Krieger vor dem Verdursten zu bewahren. Der kleine Schatz wurde dann auch brüderlich unter den Kriegern geteilt und frisch gestärkt ging der Kampf nach einer kleinen Muskellaola in die die nächste Runde, bei denen mit „Desert Star“ und „Across the Galaxy“ neue Gefilde erkundet wurden, bevor man mit der deutschen Version von „Home at Last“ schunkelnd zurückkehrte.

Nun galt es, Dr. Skulls neuen Dinosaurier-Krieger Urks zu bezwingen, der sich mit einem grollenden Donner ankündigte. Mutig warf sich Zapf Beauty in den Kampf und es gelang ihr, dank lautstarker Anfeuerung, den riesigen Dinosaurier mittels Kopfnuss auszuschalten. Der erneute Sieg wurde dann prompt mit dem Klassiker „Sea Song“ und „Absence Of Gravity“ gefeiert, und natürlich durfte auch das „Superhero Medley“ nicht fehlen. Nachdem das Publikum zu Snippets von „He-Man“, „Saber Rider“ oder „Teenage Mutant Ninja Turtles“ sowie dem Hit „Now Or Nevermore“ inklusive Drumsolo kräftig feierte, kam es zum finalen Showdown zwischen dem Battlechoir und Dr. Skull. Begleitet von dramatischer Musik fochten die Grailknights zunächst einen epischen Schwertkampf aus – natürlich in Zeitlupe – bevor flotte Country-Musik erklang, Knights sich einem Faustkampf stellten, den Bösewicht mit einigen gezielten Schlägen bezwangen und es Sir Optimus Prime sogar gelang, dessen Nase zu stehlen. Zurück blieb ein geschlagener, nasenloser Dr. Skull, der den Gral seinen rechtmäßigen Besitzern übergab.

Auch das musste natürlich gefeiert werden! Und dem kamen die Knights mit „Far and away“ und „Moonlit Masquerade“ selbstverständlich nach. Nach geschlagener Schlacht verließen die fünf Helden den Schauplatz, der Battlechoir hatte jedoch noch nicht genug – laut verlangte er nach dem bisher fehlenden „Grailquest Gladiators“ und ließ nicht nach, bis sich die Fünf wieder auf die Bühne begaben und den Wunsch erfüllten.
Umjubelt verließen sie nach geschlagener und siegreicher Schlacht unter tosendem Applaus den Kampfplatz und standen nach der Show noch für zahlreiche Fotos und Autogramme zur Verfügung. Mit einem starken Auftritt haben die Grailknights wieder einmal bewiesen, dass man nicht alles immer zu ernst nehmen muss – mit einer ordentlichen Portion Humor, einer klasse musikalischen Leistung und auch etwas Selbstironie lässt sich ein phänomenaler Abend erleben.

Dadurch konnte Grailham City erneut erfolgreich verteidigt und Dr. Skull besiegt werden – darauf ein kräftiges „YES SIRE!“

Setlist:
1. Calling The Choir
2. Morning Dew
3. Nameless Grave
4. Desert Star
5. Across The Galaxy
6. Home At Last (Deutsch)
7. Sea Song
8. Absence Of Gravity
9. Superhero medley
10. Now Or Nevermore
11. Far And Away
12. Moonlit Masquerade
13. Grailquest Gladiators

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