Gentleman – Nova Rock 2013 – Red Stage 15.06.2013

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Den Anfang der Headliner auf der Red Stage wurde an diesem Abend von Gentleman bestritten. Als Erstes stellte sich natürlich die Frage, was einen Künstler wie Gentleman dazu bewog, auf einem Rock-/ Metalfestival zu spielen. Und natürlich: Würden überhaupt genug Fans zu seinem Auftritt kommen?

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Gentleman ist ein deutscher Reggea-Musiker, der ursprünglich aus Köln kommt und seine Inspiration der Musik aus Jamaika zieht. Erst am 19. April 2013 veröffentlichte er sein neues Album „New Day Dawn“, sein inzwischen sechstes Studioalbum. Neben hohen Chartplazierungen seiner Alben und Singles, ist Gentleman ein mehrfach ausgezeichneter Künstler. Unter anderem bekam er den Musikpreis Comet und mehrmals den Echo. Schon bei Beginn des Konzertes konnte man feststellen, dass alle anfänglichen Zweifel unbegründet waren. Die First Wave war schon nach der Band Stereophonics bestens gefüllt und die Security musste die Eingänge schließen. Auch bei einem weiteren Blick in die hinteren Reihen, konnte sich Gentleman nicht über fehlendes Publikum beschweren.

Das Intro begann ruhig, mit einer nebelversunkenen Bühne. Auch das erste Lied fing sehr leise an, von Gentleman war noch nichts zu sehen, nur seine Band „The Evolution“ stand bereit. Die Backgroundsängerinnen stimmten zusammen mit dem Publikum die erste Strophe an, erst zum Refrain kam nun auch Gentleman auf die Bühne.
Von Anfang an waren alle Fans mit Begeisterung dabei, sangen lauthals mit. Dabei waren sie erstaunlich Textsicher, wenn man bedenkt, dass die Texte nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Patois gesungen werden.

Bereits zu Beginn suchte Gentleman die Nähe zum Publikum, heizte zum Mitmachen an. Doch auch seine Band verschwand nicht im Hintergrund. Immer wieder stellte er besonders seinen Bassisten in den Vordergrund, ließ ihn alleine spielen. Auch seine Backgroundsängerinnen blieben nicht versteckt, wie bei manch anderen Künstlern. Sie holte er ebenso in den Vordergrund, stellte sie namentlich vor und überließ ihnen für einen Song die Bühne.
Trotz seiner doch eher ruhigen Musik tanzte Gentleman über die Bühne und bewegte auch seine Fans zum Mittanzen. Mit seiner kraftvollen Stimme machte er jedes Lied zu einem anderen Erlebnis, nicht nur einmal erzeugte er ein regelrechtes Gänsehautfeeling. Selbst seine a capella Parts waren Tonsicher und von einem wunderbaren Ausdruck.

Bei einem Song forderte das gesamte Publikum seine Feuerzeuge anzünden, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Daraufhin löschten die Lichttechniker das gesamte Bühnenlicht, damit man im Dunkeln singen und zuhören konnte. Dank der Dunkelheit war es ein einzigartiges Erlebnis nur die kleinen Flammen der Feuerzeuge zu sehen. Erst zum nächsten Lied wurde die Bühne wieder erleuchtet.

Natürlich durften bei seinem Auftritt auch seine größten Hits, wie „Superior“, „Serenity“ und von seiner neusten CD „You remember“ nicht fehlen.
Man kann sagen, dass man einen Künstler wie Gentleman nicht unbedingt auf einem Rockfestival erwartete, doch es sich auf jeden Fall lohnte ihn einmal live zu beachten. Wer nun auch an einem Konzert interessiert ist, sollte sich schnell über die neusten Termine auf seiner Website http://www.gentleman-music.com informieren, denn der Ausnahmekünstler mit der ruhigen Stimme tourt noch bis Ende des Jahres durch Deutschland und Frankreich.

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