Frei.Wild 28.12.2012 Essigfabrik Köln

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Frei.Wild Essigfabrik X-Mas Tour Fotografin: Steffie Wunderl

Nach der Veröffentlichung des achten Studioalbums „Feinde deiner Feinde“ am 05.10.2012 und der sehr erfolgreichen Tour in den großen Arenen des Landes im November kommt die Band Frei.Wild für einen Clubgig in die Essigfabrik nach Köln. Die Band hat sich kurzfristig dazu entschieden noch einen Stopp in Köln einzulegen, dementsprechend groß war der Run auf die ca. 1500 Tickets, die dann auch innerhalb von wenigen Tagen restlos ausverkauft waren. Begleitet wird Frei.Wild bei Ihrer X-Mas Tour von den Bad Jokers und Hämatom.

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Pünktlich um 18:30 Uhr kommen wir vor der Halle an wo wir erstmals mit Verwunderung feststellen dass der Einlass bereits stattgefunden hat. Wie sich später herausstellt ist dieser außerplanmäßig aufgrund des schlechten Wetters vorgezogen worden. Viele der Fans sind somit schon in der Halle. Weil der Frei.Wild Truck (in diesem wird das Merchandise der Band verkauft) keinen Platz zum Parken vor der Essigfabrik hat, wurde ein großer Merchandisestand in der Halle platziert, wo sich zu diesem Zeitpunkt die Fans bereits mit Shirts und Frei.Wild Hüten eindecken. Über diesem fällt dann auch sofort ein Banner der Band auf, worauf diese klar Ihre Stellung gegen jeglichen Extremismus und Rassismus zum Ausdruck bringt. Die Stimmung unter den Fans ist bereits großartig. Immer wieder wird „Mexiko“ von den Böhse Onkelz gesungen. Direkt am Anfang spielt sich eine schöne Szene ab. Ein junges Mädchen im Grundschulalter das in der ersten Reihe steht, wird von der Security spontan zu Frei.Wild gebracht und die Kleine kommt mit einem großen Lächeln auf dem Gesicht wieder. Soviel zur Fan Nähe der Band. Das Publikum ist bunt gemischt von jung bis alt.

badjokers_essigfabrik_21 Fotografin: Steffie WunderlAlsbald steht dann auch schon die erste Vorband auf der Bühne, die Bad Jokers aus Südtirol. Die Band spielt Deutschrock mit Einflüssen von Rock ’n’ Roll. Nur leider geht die Stimme des Sängers Georg Kirchler unter, sodass man textlich von den Songs nichts versteht. Die Stimmung der Konzertbesucher ist als sehr ruhig zu beschreiben, die Bad Jokers scheinen nicht wirklich gut beim Kölner Publikum anzukommen. Als die Bad Jokers den Song „Ein Tag im September“, den die Band mit Philip Burger veröffentlicht hat, spielt, sieht man den ein und anderen schon etwas mehr in Bewegung kommen. Der Gig der Bad Jokers dauert ca. 30 Minuten.

 

 

haematom_essigfabrik_33 Fotografin: Steffie WunderlNach einem kurzen Bühnenumbau ist dann die Zeit für den Auftritt von Hämatom gekommen, die sich in den letzten Jahren auch großer Beliebtheit erfreuen können. Die vier Bandmitglieder benennen sich nach den vier Himmelsrichtungen Nord – Gesang, Süd – Schlagzeug, West – Bass, Ost – Gitarre. Jetzt geht es musikalisch härter zur Sache. Die Band spielt deutschen Metal und zeigt sich auf der Bühne mit außergewöhnlichen Masken und Outfits. Sogleich sind die Fans bei der Sache und feiern Hämatom und ihre Songs. Bei dem Stück „Neanderthal“ kommen zwei Personen in Affenkostümen auf die Bühne und schlagen dazu noch fleißig ihre Trommeln. Dazu wird jetzt auch das Mitwirken den Publikums gefordert, welches sich mit Begeisterung durch lautes Mitsingen der Textzeilen umgehend beteiligt. Spätestens bei „Totgesagt doch Neugeboren“ den Hämatom ebenfalls mit Philipp Burger veröffentlicht haben, grölen die Zuschauer von Anfang bis Ende mit. Letztlich findet der Auftritt seinen perfekten Abschuss mit dem Lied „Leck mich“, wo jeder sich die Zeilen des Refrains schnell einprägen und sich seinen Frust von der Seele singen kann. Hämatom geht dann auch unter tosendem Applaus der Anhänger von der Bühne. Die Fans sind jetzt angeheizt für Frei.Wild.

Frei.Wild Essigfabrik X-Mas Tour Fotografin: Steffie WunderlNach einem kurzem Umbau der Bühne ertönt dann die Hymne des Frei.Wild Supporters Club e.V „Unser Herz schlägt für Frei.Wild“ aus den Boxen. Ein Zeichen dafür, dass die Show gleich beginnen wird und die Fans nicht länger warten müssen. Anschließend kommen Frei.Wild auf die Bühne. Das Schlagzeug von Christian „Föhre“ Fore ist ein wenig erhoben durch einen Boxenturm. Neben dem Schlagzeug stehen zwei weitere größere Boxentürme die mit dem Frei.Wild Geweih versehen sind. Vor diesen nehmen Jonas Notdurfter (2. Gesang und 2. Gitarre) und Jochen „Zegga“

Gargitter (Bass) ihre Stellung ein. Philipp Burger (Gesang und 1. Gitarre) platziert sich in der Mitte der Bühne. Es geht direkt von null auf hundert los mit den Song „Wir reiten in den Untergang“, wo beim Refrain sofort klar wird, dass das Publikum an diesem Abend lauter singt als die Band spielen kann. Die Stimmung im Publikum ist perfekt, es wird sofort gepogt, getanzt, mitgeklatscht und die Fans singen jeden Song in einer Wahnsinns Lautstärke mit. Wobei sich der Pogo immer schwieriger gestaltet je später es wird, da sich auf dem Boden der Essigfabrik Wasserpfützen bilden und dieser komplett nass ist. Die einzelnen Ansprachen von Philipp Burger gehen meist unter den „Frei.Wild“ Rufen oder auch unter dem Gesang von „Oh wie ist das schön“ ein wenig unter. Songs wie „Mehr als tausend Worte“ und „Die Zeit vergeht“ werden an diesem Abend akustischer als auf den Studioalben dargeboten. Dabei kann das Publikum erneut seine Stimmgewalt zeigen. Darüber erfreut zeigt sich auch die Band die immer wieder die Daumen nach oben ins Publikum. Frei.Wild spielen eine pure Rockshow ohne große Feuer und Lichteffekte. Man hat das Gefühl als würde die Band im eigenen Wohnzimmer spielen. Sichtlich erfreut zeigen sich die Fans bei dem Song „Zieh mit den Göttern“, der es heute im Gegensatz zu der Arena-Tour auch auf die Setlist geschafft hat. Das Konzert endet mit den Songs „Halt deine Schnauze“ und „Sieger stehen da auf, wo Verlieren liegen bleiben“, die beide eine 100% Mitgröl-Garantie besitzen. Nach einem etwas über zwei Stündigen Konzert und unter euphorischen Beifall der Fans verlassen Frei.Wild sichtlich glücklich die Bühne. Sie haben heute Abend gezeigt wie viel Spaß sie daran haben vor einem kleinen Publikum zu spielen und den Fans ganz nah zu sein.

Ein Konzerterlebnis, das noch lange in Erinnerung bleibt, nicht nur aufgrund der musikalischen Darbietung von Frei.Wild, sondern auch aufgrund der fantastischen Stimmung des Publikums, das voll und ganz mit der Band mitgegangen ist. Der ein oder andere wird mit Sicherheit seine Stimme in der Essigfabrik gelassen haben.

 

Setlist

01 Intro

02. Wir reiten in den Untergang

03. Hoch hinaus

04. Frei.Wild

05. Wer nichts weiss wird alles glauben

06. Arschtritt

07. Allein nach vorne

08. Südtirol

09. Feinde deiner Feinde

10. Die Zeit vergeht

11. Wer weniger schläft, ist länger wach

12. Irgendwer steht dir zur Seite

13. Weil du mich nur verarscht hast

14. Unendliches Leben

15. Unser Wille, unser Weg

16. Mehr als 1000 Worte

17. Zieh mit den Göttern

18. Das Land der Vollidioten

19. Feuer Erde Wasser Luft

Zugaben

20. Wir gehen wie Bomben auf euch nieder

21. Halt deine Schnauze

22. Sieger stehen da auf, wo Verlierer liegen bleiben

 

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