Fields Of The Nephilim – 01.12.2013 – Live Music Hall, Köln

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Fotos: Fields of the Nephilim - Amphi Festival 2013

Fotos: Fields of the Nephilim - Amphi Festival 2013

Fields Of The NephilimWenn alteingesessene Bands genreübergreifend bekannt werden, sich auflösen und wieder neugründen, läuft es selten völlig glatt. Alte Fans fühlen sich enttäuscht vom neuen Material und seltenst sind alle Gründungsmitglieder wieder an Bord. So auch bei Fields Of The Nephilim, deren größten Erfolge in den 80ern und 90ern liegen und seit der Neugründung 2005 kam auch kein großer Wurf mehr hinzu. So ist es nicht verwunderlich, dass die Live Music Hall nicht aus allen Nähten platzt, als der Support Merciful Nuns die Bühne betritt. Die deutsche Band hat in der Szene bereits einen Namen und war vor 2010 noch bekannter unter dem Namen Garden Of Delight unterwegs. Sie spaltet den Saal der Live Music Hall, die Einen sind textsicher und choreografieren auf Schultern stehend, die Anderen drehen sich gelangweilt weg. Es ist ziemlich harte, gitarren- und basslastige Musik und auch der Gesang ist eher sprechend als melodiös. Die Anhänger dieser Musik sind aber wie erwähnt durchaus anwesend und so gibt es mehr als höflichen Applaus als Merciful Nuns ihr Set beenden.

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Fields Of The Nephilim kommt nach dem Umbau dann deutlich strukturierter daher, hat eingängigere Melodien und kommt einfach rockiger rüber. Und obwohl Sound, Setlist und musikalisches Können durchaus in Ordnung sind, ist der Graben zwischen Band und Fans deutlich größer als der Fotograben in der Halle. Die Band spielt ihre Songs und die Besucher stehen davor, ein echtes Band zueinander will sich an diesem Abend nicht entwickeln und die Stimmung ist eher zurückhaltend. Frontmann und Ikone Carl McCoy kommuniziert kein Stück mit den Leuten, es gibt keinerlei Hingabe oder Regung, so dass richtig gute Stimmung leider nicht entsteht. Unwissend, dass „Last Exit For The Lost“ der letzte Song vor den Zugaben ist, regt er sich und fordert zum Mitklatschen auf. Die Freude jetzt endlich ein tolles Konzert sehen zu können, verblasst blitzartig, als die Band nach diesem Song und nur rund 60 Minuten die Bühne verlässt. Für jeweils zweimal eine Zugabe lassen sie sich immer sehr lange bitten. Netto bekommt man so leider wenig Musik, denn nach zwölf Stücken und deutlich unter 90 Minuten ist alles vorbei.
Wer so wenig Enthusiasmus und Euphorie vorgibt und versprüht, der muss sich die Frage bieten lassen, warum man auf Tour geht.Vielleicht war es ein Ausrutscher?!

Setlist:
(Dead but Dreaming)
Chord of Souls
For Her Light
At the Gates of Silent Memory
Love Under Will
The Watchman
Endemoniada
New Gold Dawn
Dawnrazor
Last Exit for the Lost

Psychonaut

Moonchild

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