Epica – 14.11.2017 – Essigfabrik, Köln

Die Symphonic Metaller von Epica befinden sich derzeit auf große Europa Tour. Bereits im Januar waren sie zusammen mit Powerwolf in der Domstadt zu sehen und lieferten eine großartige Show ab, welche von den Fans bejubelt wurde. Kein Wunder also, dass Köln auf dem eigenem Tourplan nicht fehlen durfte. Als Support wurden VUUR und Myrath bestätigt.

Foto: Steffie Wunderl

Bereits früh bildet sich eine beachtliche Schlange vor der Essigfabrik, in welcher man auch viele holländische Fans wahrnehmen konnte. So war die Halle bereits gut gefühlt als die tunesische Metalband Myrath den Abend eröffnete. Das Quartett spielte ihr 30-minütiges Set mit viel Leidenschaft und so blieben die Animationsaufforderung zum Mitklatschen von Sänger Zaher Zorgati nicht unbeachtet. So gingen schnell die Hände der Fans nach oben und es wurde mit geklatscht und getanzt. Myrath kombinieren gekonnt typischen Powermetal Sound mit orientalischen Klängen. Live wurde das Ganze noch mit der Darbietung einer Bauchtänzerin untermalt, die mit ihrer Darbietung den ganzen Charme von Tausendundeine Nacht in der Halle verbreiten konnte. Mit diesen Support konnte man gut warm werden und die kühleren Temperaturen draußen vor der Halle waren schnell vergessen.

Foto: Steffie Wunderl

Als Zweites stand die niederländische Band VUUR auf der Bühne. VUUR ist die neue Band von Anneke van Giersbergen, die noch vielen als Sängerin von The Gathering oder aber auch als Gastsängerin bei Within Temptation oder Devin Townsend bekannt sein dürfte. Das Quintett hat gerade ihr Debütalbum „In This Moment We Are Free – Cities“ veröffentlicht. Anneke wurde von den Fans mit ausgiebigen Beifall auf der Bühne Willkommen geheißen. Mit Jord Otto (Gitarre), Ferry Duijsens (Gitarre), Johan van Stratum (Bass) und Ed Warby (Schlagzeug) scheint sie endlich wieder eine spielfreudige Truppe gefunden zu haben. Während des Sets ist reichlich Bewegung auf der Bühne, die Band interagierte viel miteinander und man konnte ihnen die Spielfreude definitiv ansehen. Das blieb auch bei den Fans nicht unbeachtet und so gab es reichlich Applaus zwischen den Stücken. Als krönenden Abschluss des Set wurde mit „Stranger Machines“ noch ein alter The Gathering Klassiker gespielt.

Foto: Steffie Wunderl

Nach einer kurzen Umbaupause war die Zeit für Epica gekommen.. Simone Simons (Gesang), Mark Jansen (Gitarre, Gutturaler Gesang), Isaac Delahaye (Gitarre), Rob van der Loo (Bass), Coen Janssen (Keyboard) und Ariën van Weesenbeek (Schlagzeug) wurden mit tosendem Beifall vom Publikum empfangen. Epica legten mit „Edge of the Blade“ auch sofort richtig los, womit die Fans sofort bombastischen Symphonischen Metal Sound um die Ohren gehauen bekamen. Simone bestach dabei mit ihrer unverkennbaren Sopranstimme. Während des Sets konnte man sie immer wieder dabei beobachtet wie sie sich an ihrem S-förmigen Mikrofonständer festhielt und wild ihre rote Mähne zum Takt der Musik schüttelte. Ihr Bandkollegen waren auch bei bester Laune und agierten viel mit den Fans und wechselten dabei fleißig die Positionen auf der Bühne. Hingucker bei einer Epica Show ist auch immer wieder Keyboarder Coen, dessen Instrument sich im hinterem Bereich auf einem Podest befand und dank einer Vorrichtung komplett schwenkbar ist. Den hinteren Bereich konnte er aber dank eines halbrunden Keyboard, welches er vor dem Bauch trug, immer wieder verlassen. Somit konnten das Publikum sein Können auch aus der Nähe bewundern. Zur Freude der deutschen Fans wandte sich Simone zwischen den Songs in perfekten Deutsch an sie und bedankte sich herzlich für ihren Support. Die Setlist sollte keine Wünsche offen gelassen haben, da diese gut zusammen gestellt worden war mit neuen und alten Hits. Nach circa anderthalb Stunden verließen Epica unter tosendem Applaus die Bühne.

1.    Edge of the Blade
2.    Unleashed
3.    Fight Your Demons
4.    The Obsessive Devotion
5.    Universal Death Squad
6.    The Holographic Principle – A Profound Understanding of Reality
7.    Victims of Contingency
8.    Unchain Utopia
9.    Cry for the Moon
10.   Sancta Terra
11.   Beyond the Matrix
12.   Consign to Oblivion

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