Enno Bunger – Wir sind vorbei-Tour – 15.11.2013, Köln, Stadtgarten

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Enno Bunger 2009Enno Bunger trennte sich Mitte des Jahres von seiner langjährigen Band und versprach das Projekt auf andere Füße stellen zu wollen. Diese sind zumindest für eine Wintertour gefunden. Mit der Band Woods Of Birnam sind dafür mehr als geniale Partner gefunden. Diese sind so gut, dass ein Support mit Ihnen ebenfalls gefunden ist. Dabei ist die Besetzung prominenter als Enno Bunger. Woods Of Birnam besteht aus dem Schauspieler Christian Friedel der unter anderem in „Das weiße Band“ spielte und Mitgliedern der momentan pausierenden Band Polarkreis 18 mit dem Hit „Allein, Allein“. Interessante Jungs, die sich da gefunden haben. Im Vorprogramm Enno Bungers sind sie allerdings nur zu dritt (Gesang & Keyboard, Gitarre und Bass), sonst zu fünft. Bei der Musik handelt es sich um sehr poppige, ruhige, fast schon chansonartige Musik, bei der die Keyboards dominieren. Der Gesang Friedels umfasst mehrere Tonlagen, oft singt er erstaunlich hoch. Dadurch bekommen ihre Songs schon etwas den Hang zum Kitsch. Dennoch, hier sind Profis am Werk, die es ernsthaft wissen wollen und ihre Songs auf höchstem Niveau präsentieren. Ein Album soll 2014 erscheinen, zwei EPs sind bereits erschienen. Eine Band, die man im Auge behalten sollte.

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Doch genug vom Support, die meisten Zuschauer sind schließlich wegen Enno Bunger gekommen. Dieser erscheint zuerst allein und eröffnet sein Programm mit „Abspann“ aus dem aktuellen Album „Wir Sind Vorbei“ (03/2012), bevor danach sich die Musiker von Woods Of Birnam plus ein Drummer sich dazugesellen und ihn begleiten. Die musikalische Unterstützung tut den Liedern von Enno Bunger gut und transportiert die Stimmung deutlicher an die überwiegend weiblichen Besucher. Doch nicht nur Songs, sondern auch Geschichten und Anekdoten weiß er gut zu erzählen. Und auch auf Rufe der Fans geht er ein, erklärt doch jemand, dass seine CDs im Saturn nicht erhältlich seien. Sein schlagfertiger Tipp, es doch mal im Mediamarkt zu probieren wird ein Running-Gag des Abends. Er beruhigt die Frau und erklärt ihr, dass CDs auch beim Konzert zu kaufen seien. Auch die Gelegenheit sich insgesamt drei Lieder vom Debut-Album „Ein Bisschen Mehr Herz“ zu wünschen, streut er geschickt in sein Konzert ein, spielt diese wieder solo und verschafft seiner Band eine Verschnaufpause. Gut gelaunt spielt er sich durch das 90-Minütige Set, lästert etwas gegen die Toten Hosen und gibt sich ungewöhnlich redselig sowie kommunikativ.

Zugaben gehören auch heute Abend zum guten Ton, gibt er doch dabei tatsächlich eine neue und englischsprachige Nummer zum Besten, bevor er dann mit „Regen“ seinen Gig abschließt.

Und so geht ein kurzweiliger Abend mit verträumter Musik zu Ende. Jetzt kann Weihnachten kommen.

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