Element Of Crime – 20.04.2016 – Stahlwerk, Düsseldorf

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Element Of Crime

Die norddeutsche Band hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Seit 1985 bereits bereichern vor allem die poetischen und lyrischen Texte von Sven Regener die deutsche Musiklandschaft. Achtungserfolge feierten sie seitdem immer mal wieder, doch der ganz große Erfolg und Durchbruch kam mit der Single „Delmenhorst“ sowie dem Album „Mittelpunkt der Welt“ (VÖ: 09/2005). Seitdem bespielen sie auch große Hallen. So alt wie die Bandmitglieder sind, ist übrigens durchaus auch ihr Publikum. Ein Großteil darf getrost „um die 50“ geschätzt werden und das ist sicher für die Support-Band Von wegen Lisbeth ungewohnt und beeindruckend. Sie merken witzig an, dass im Stahlwerk zu Düsseldorf nicht nur die meisten Leute sind, von denen sie jemals spielten, sondern wohl auch die Ältesten. Das Quintett aus Berlin nennt seinen Musikstil Indie und das trifft auch ganz gut zu. Sie meistern ihre 30 Minuten aber ordentlich, so dass es mehr als höflichen Applaus gibt.

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Noch vor 21 Uhr beginnen dann aber Sven Regener und seine Männer ihre Show. War auf der letzten Tour als vierter Musiker ein Geigenspieler dabei, so ist es seit 2015 ein Saxophonist sowie Klarinettist mit der Band am Start. Der Sound enthält sehr viel Hall, das ist leider im Stahlwerk wegen der sehr hohen Decken so üblich. Doch der kratzige Gesang Regeners oder sein Trompetenspiel kommen gut zur Geltung. Ältere Hits wie „Mehr als sie erlaubt“ oder „Weißes Papier“ ernten größeren Beifall. Die meisten anderen Songs werden eher stillschweigend genossen. Kurzweilige Ansagen mit sehr trockenem nordischem Humor runden ein gutes Konzert und einen schönen Abend ab. Überraschungen sind bei Konzerten von Element Of Crime eher nicht der Fall, doch viele der Anwesenden scheinen nicht erstmalig einem Konzert beizuwohnen. Immerhin lässt sich das Quartett dreimal für je zwei Stücke auf die Bühne bitten. Während der Zugaben bitten sie dann auch nach „Delmenhorst“, so dass auch der letzte eventuelle Nörgler zufrieden ist.

Setlist:

Am Morgen danach
Immer so weiter
Mehr als sie erlaubt
Schwert, Schild und Fahrrad
Rette mich (vor mir selber)
Draußen hinterm Fenster
You’re Gonna Need Somebody on Your Bond
Bitte bleib bei mir
Liebe ist kälter als der Tod
Am Ende denk ich immer nur an dich
Ein Hotdog unten am Hafen
Über dir der Mond
Dunkle Wolke
Mittelpunkt der Welt
Immer da wo du bist bin ich nie
Wenn der Wolf schläft müssen alle Schafe ruhen
Kaffee und Karin
Immer noch Liebe in mir
Lieblingsfarben und Tiere

Weißes Papier
Delmenhorst

Surabaya Johnny
Blaulicht und Zwielicht

Straßenbahn des Todes
Dieselben Sterne

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