Die Antwoord – Fuck da World Tour 2015 – Palladium Köln

19.01.2015, Montagabend, Palladium Köln: die südafrikanische Rap-Rave Band Die Antwoord gab sich die Ehre und beschallten die Gäste der ausverkauften Halle mit ihrer einzigartigen Musik.

Bevor jedoch das Trio, bestehend aus Yo-Landi, Ninja und DJ Hi-Tek, die Bühne eroberte, gab ein DJ Duo sein Bestes. Die beiden DJs legten die verschiedensten Rhythmen aus dem großen Bereich Electro auf. Unter anderem waren die Richtungen Drum’n’Bass, Dubstep und Techno mit im Gepäck der beiden. Das Publikum feierte mit ihnen jedoch bloß zaghaft mit.

Als endlich DJ Hi-Tek die Bühne betrat, gab es erstmal kein Halten mehr. Die Menge tobte schon jetzt. Mit „DJ Hi-Tek Rulez“ eröffnete er alleine das Konzert. Ninja und Yo-Landi kamen nach dem Intro in neon-orangenen Jogginganzügen auf die Bühne gestürmt. Beim ersten Lied „Fok Julle Naaiers“ bestand die Beleuchtung nur aus Schwarzlicht, weswegen die beiden leuchteten.

Die AntwoordDa die Musik von Die Antwoord sehr schwer zu beschreiben ist, haben sie ihr einen eigenen Namen gegeben: „Zef“. Das bedeutet für sie die unbeschreibliche Mischung der verschiedenen Kulturen Südafrikas, die sie in ihrer Musik vereinen. Des Weiteren mischen sie Elemente des Drum’n Bass, Rap und Electro mit Texten zwischen Sozialkritik und Satire. Zusammengefasst eine bunte und durchaus breite Mischung aus den verschiedensten Teilen der Rap- und Electromusik.
Beim Song „Rat Trap 666“ trug Yo-Landi eine silberne Rattenmaske, die den Songtitel unterstrich. Der Bass bei dem Song war so stark, dass es sich anfühlte, als würden Herz und Magen vibrieren und manche Fans hielten sich sogar die Ohren zu. Direkt im Anschluss gab es keine Verschnaufpause, denn das Trio holte den Hit „Fatty Boom Boom“ aus dem Gepäck. Die Fans wippten mit der kleinen, aber sehr dominanten Yo-Landi mit. Trotz ihrer geringen Körpergröße hatte sie das Publikum fest im Griff und schaffte es von einem Moment auf den nächsten die Rollen zwischen Lolita, kleinem Mädchen und lässiger Rapperin zu wechseln. Diese Wandelbarkeit bewies sie vor allem in dem Song „Girl I want 2 Eat U“.

Passend zum Titel „Raging Zef Boner“ wurde ein aufblasbares Männchen mit Riesenpenis auf der Empore, schräg über der Bühne, aufgeblasen. Dieses wippte während des Songs im Takt mit. Doch die Aufmerksamkeit galt nicht lange dem Männchen, denn beim nachfolgenden Song „Rich Bitch“ übernahm Yo-Landi wieder das Kommando und tanzte in goldener Bomberjacke mit zwei Tänzerinnen über die Bühne.

Die nächsten Lieder ließen eine riesige Party im Palladium entstehen. Angefangen mit „Cookie Thumper!“, gefolgt von „Pitbull Terrier“ und „Baby’s on Fire“ gab das Publikum alles; sprang und rappte mit, was das Zeug hielt. Bei den Hits „I Fink U Freeky“ und „Happy Go Sucky Fucky“ fand das Toben der Menge ihren Höhepunkt und brachte die Halle zum Beben.
Mit „Never Le Nkemise 2“ verabschiedeten sich Die Antwoord von der Bühne.

War das wirklich schon alles? Viele Fans warteten gespannt, ob die Band noch einmal wiederkommt, um eine Zugabe zu spielen. Nach nur einigen Minuten kehrte das Trio wieder und belohnte das Publikum mit „Enter the Ninja“. Sichtlich erfreut über den letzten Song, tobte das Publikum und bescherte den Dreien einen gebürtigen Konzertabschluss.

Am Ende des Konzerts kam wie so oft die Frage auf: „Schon vorbei?“. Leider ja. Die Antwoord spielten ein Set von etwas über einer Stunde. Sie schafften es eine gesunde Mischung aus ihren drei Alben zum Besten zu geben und somit alle Fans glücklich zu machen. Auch wenn die Luft im Palladium extrem stickig war, kamen nur glückliche und teils sehr verschwitzte Fans aus dem Innenraum geströmt. Dies lag aber möglicherweise nicht nur an dem Konzert, sondern auch an dem durchaus dominanten Haschgeruch in der Konzerthalle.

Setlist:
1. DJ Hi-Tek Rulez
2. Fok Julle Naaiers
3. Wat kyk jy?
4. Rat Trap 666
5. Fatty Boom Boom
6. Girl I want 2 Eat U
7. Zefside Zol
8. Ugly Boy
9. Raging Zef Boner
10. Rich Bitch
11. Cookie Thumper!
12. Acapella
13. Pitbull Terrier
14. Sex
15. $copie
16. Baby’s on Fire
17. I Fink U Freeky
18. Happy Go Sucky Fucky
19. Never Le Nkemise 2
Encore:
20. Enter the Ninja

Facebook Kommentare

Kommentare

//]]>