Devin Townsend Project – 06.03.2015 – Substage, Karlsruhe

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Bereits ein gutes halbes Jahr nach seinem letzten Besuch machte das Devin Townsend Project wieder Station in Deutschland. Das aktuelle Album „Z2“ im Gepäck und unter der Flagge der „Chaos in the Skies-Tour” waren dieses Mal die norwegischen Experimental-Jazzer Shining und die Progressive Metaller Peiphery mit von der Partie. Am 6. März war der Tour-Tross in der Karlsruher Substage zu Gast und sorgte für ein fulminantes Konzerterlebnis microsoft office 2011 voor mac gratis downloaden.

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Shining_Karlsruhe_009Shining eröffneten den Abend und schon zu diesem Zeitpunkt war die Substage ganz ordentlich gefüllt. Die Norweger machen bereits seit gut 15 Jahren gemeinsam Musik. Als Jazz-Band gegründet, vollzogen sie im Laufe der Jahre eine interessante Wandlung. Zu hören und zu sehen gab es auf der Bühne Nu-Jazz mit Metal- und Hardcoreeinflüssen. Weil das schwer zu beschreiben ist, nennt es die Band selbst Blackjazz herunterladen. Was auch immer man sich darunter vorstellt, trifft es wohl ganz gut. Die sympathischen Norweger lieferten ambitioniert ab und dem Publikum gefiel es. Wann sonst legt schon mal ein Sänger und Gitarrist einer Metalband seine Klampfe weg, um zu Saxophon zu greifen? Einzig gegen Ende des Sets verstieg sich die Band in eine derart lange (Free)Jazz-Nummer, dass es recht anstrengend wurde. Geschmackssache.

Nach einer kurzen Umbaupause betraten Periphery die Bühne. Die Amerikaner stehen hierzulande seit Jahren an der Schwelle dazu selbst eine Headliner-Tour machen zu können. 2012 als Vorband von Dream Theater und 2013 gemeinsam mit Between the Buried and Me, standen sie immer in der zweiten Reihe herunterladen. Was Show und Sound angeht, limitiert sich die Band allerdings regelmäßig. Es steht die Frage im Raum, ob sie sich damit auf lange Sicht einen Gefallen tut. Das technisch hohe Niveau der Instrumentalisten, der dichte Metalcore-Sound und die drei Gitarren erfordern einen fein abgestimmten Mix. Davon konnte man aber weder in Karlsruhe, noch auf den anderen genannten Touren etwas hören. Auch die Light-Show bestand hauptsächlich aus roter Suppe – teilweise mit Metalcore-typischen Stroboskop-Blitzen gewürzt all to the left of a page. Periphery_Karlsruhe_006Dabei hat die Band Ende Januar ihr neues Studio-Opus veröffentlicht. Das Konzeptwerk besteht aus zwei separaten Alben – „Juggernaut: Alpha“ und „Juggernaut: Omega“. Darauf ist zu hören, wie dynamisch, abenteuerlustig und emotional Periphery sein können. Dass die Band in Deutschland Fans hat, beweisen der Einstieg in die deutschen Charts genauso wie die lautstarke Antwort auf die Frage, ob denn Periphery-Fans anwesend seien Download fernbus simulator for free in full. Bräuchte es noch einen Beweis, so könnten der beachtliche Circle-Pit gegen Ende der Show sowie das ausgedehnte Crowdsurfing von Frontmann Spencer Sotelo dafür herhalten. Der Bedarf ist da. Jetzt ist es an Periphery mal als Headliner nach Deutschland zu kommen, um bei Licht und Ton nicht nur das nehmen zu müssen, was noch übrig ist.

Das Highlight des Abends – der Auftritt des Devin Townsend Projects – wurde von lauten „Devin, Devin“ Sprechchören des Publikums eingeleitet facebook downloaden windows 7. Knapp eineinhalb Jahre ist es her, dass Multi-Instrumentalist Townsend an gleicher Stelle zuletzt vorstellig wurde. 2015 startete die Show mit einem Instrumental, das auch damals auf der Setlist stand. „Truth“ von seinem 1998er Soloalbum „Infinity“ ging fließend über in „Fallout“ – den ersten neuen Song des Abends. Es sollte nicht der Letzte bleiben. Insgesamt standen aber erstaunlich viele ältere Songs auf der Liste. An „Namaste“ (2000, „Physicist“) – ein böser Hochgeschwindigkeits-Nackenbrecher – reihte sich z.B tango for free. das 1997er „Night“ („Ocean Machine“).

Im Vergleich zur Tour des letzten Jahres wirkte Townsend anfangs etwas steif und reserviert. Er suchte zwar immer den Weg an den Bühnenrand und den direkten Kontakt zu den Fans, die launigen Einlagen und Grimassen suchte man aber noch vergeblich. Ob es daran lag, dass es erst das zweite Konzert der laufenden Tour war oder ob es ein erster Hinweis auf die angekündigte Selbstfindungspause nach der laufenden Konzertreise war json? Gesanglich und technisch waren sowohl Townsend selbst, als auch seine Band auf hohem Niveau tätig. Dass die Passagen, die Anneke van Giersbergen auf den Alben eingesungen hatte, vom Band kamen, störte kaum. Nach dem euphorisch beklatschten „Hyperdrive“ und dem ebenso gefeierten „Addicted!“ schien Townsend etwas aufzutauen – leitete mal ein Stück mit einer Kid Rock-Rapeinlage ein oder wies das Publikum zu einer Hampelmann-Mitmach-Nummer für „Lucky Animals“ an.

Devin_Townsend_Project_Karlsruhe_011Raum für Interpretationen und Spekulationen gaben dann wiederum die Ausschweifungen dazu, dass Townsend nun 25 Jahre Musik mache, wie die Zeit verfliege ps4 spiele kostenlos herunterladen. Musik fiele ihm immer noch unglaublich leicht und er wolle nur dies machen. Die Leute wollten ihn allerdings immer härter, er sei aber keine 22 mehr, sondern 42. Er wüsste auch nicht, wohin es ihn treibt. Er habe aber auch keine Lust mehr immer nur der Clown zu sein. Er wolle einfach nur Musik spielen. Wer wolle, der könne mitsingen. Wenn nicht, sei es ihm auch egal, aber ein Shirt solle trotzdem jeder kaufen. Wie zum Beweis stimmte er mit „Heatwave“ (2012, „Epiclouder“) eine lupenreine Countrynummer an Download ipad firefox pdf. Ambitionen in diese Richtung hatte er ja schon 2014 gemeinsam mit der Ki-Gastsängerin Che Dorval auf dem „Casualties of Cool“-Album ausgelebt.

Ganz der Alte war der Kanadier dann bei der Slapstick-Einlage während der Zugabe. „Ih Ah!“ spielte er alleine und ohne Band, übernahm dabei sogar die Gesangsparts von van Giersbergen und kam dann (natürlich ganz spontan) auf die Idee die Band dazu zu holen. Auf der Bühne brachte er jedem Instrumentalisten seinen Part bei, schickte die Band zurück ins Dunkle, damit sie an der passenden Stelle episch aus dem Hintergrund erscheinen konnte. Da war er doch wieder der Clown und es war ja auch ganz schön so. Gemeinsam rockte man sich dann noch durch „Kingdom“ – den wohl am häufigsten gespielten Townsend-Song, bevor sich Band und Frontmann gewohnt viel Zeit für Verbeugungen und Verabschiedungen per Handschlag nahmen.

Wer im August letzten Jahres eines der vier Deutschland-Konzerte verpasst hat, sollte unbedingt die Gelegenheit der letzten zwei Deutschland-Konzerte wahrnehmen. Wer weiß wann und wie man Townsend wieder auf deutschem Boden zu sehen bekommt.

Fotos der Shows: Shining, Periphery, Devin Townsend Project

Setlist:
Truth
Fallout
Namaste
Night
Storm
Hyperdrive
Rejoice
Addicted!
March of the Poozers
Lucky Animals
Heatwave
Life
Christeen
Ih-Ah!
Kingdom

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