Deathgaze – 13.12.2014 – MTC, Köln

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Deathgaze 2014Das ausverkaufte MTC in Köln war am 13.12.2013 der Ort an dem Deathgaze vor ca. 300 Personen auftraten.
Die Band, welche ihren Ursprung im als düsterer geltenden Nagoya Kei hat, war bereits 2013 zum Anlass ihres 10 jährigen Jubiläums in der Werkstatt in Köln. Sie überzeugten schon damals ein Publikum mit erstaunlich großem Männeranteil, was wohl ihren Einflüssen aus dem Metalcore zuzuschreiben ist. Dieses Mal waren sie auf Abschiedstour und es durfte ein Teil der Zuschauer, die zuvor für einen Aufschlag ein VIP Ticket erworben hatten, für ein kurzes Meet&Greet mit Foto bevorzugt in die Halle. Bei einigen Fans sorgte schon das nahezu für einen völligen Zusammenbruch.

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So verwundert es kaum, dass in dem Moment in dem Ai (藍, Gesang, Rhythmus und Leadgitarre), Takaki (貴樹, Leadgitarre), Kosuke (孝介, Bass) und Naoki (直樹, Schlagzeug) die Bühne betraten das Publikum sofort 100% dabei war. Sowohl bei den Fans, als auch bei der Band fielen die visuellen Elemente, die sich so häufig in Japanischer Musik finden, auf. Sowohl optisch, zum Beispiel im dunklen Make Up und den teilweise glitzernden Bühnenoutfits, als auch musikalisch finden sich diese Elemente wieder. Der Wechsel von harten, durchdringenden Gitarrenriffs und Basslinien hin zu melodiösen Parts war ebenso fließend wie der von Growls zu Gesang und ruhigeren Abschnitten. Dabei wurden stimmliche Schwächen deutlich, die nicht nur an der Technik lagen. Obwohl das MTC für die Soundtechnik schon immer eine schwierige Location war, fanden sich Deathgaze erstaunlich gut abgemischt.

Auffällig war, dass Ai wiederholte Male Bier in das Publikum spuckte und auch generell keinen ganz nüchternen Eindruck machte. Er und Deathgaze sind bei weitem nicht die ersten und die einzigen Musiker, die mit Alkohol auf der Bühne stehen. Inwieweit das im Hinblick auf die Vorbildfunktion, die eine solche Band für die Fans hat, zu befürworten ist sei dahingestellt.
Abbruch tat es dem Konzert dennoch nicht, denn trotz der Schwächen, flirteten sie ohne Berührungsängste mit dem Publikum und hatten scheinbar Spaß. Ebenso erging es den Zuschauern, die ihre Namen riefen und sich der Musik völlig hingaben. Theatralische Gesten unterstützen die Wirkung der Musik und bei den härteren Songs ließen sich weder die Band noch Fans nehmen zu headbangen was das Zeug hielt.

Auch die überwiegend japanische Ansprache sorgte keinesfalls für Verständnisprobleme, denn allzu viel hatte Ai seinen Fans sowieso nicht mitzuteilen. Die wenige verbale Interaktion, die stattfand, war meistens im Rahmen der Songs, um die Fans anzuheizen und benötigte auch nicht viele Worte. Es gelang ohne Probleme die Botschaft durch Musik und Gesten weiter zu tragen.
Nach ganzen 2 Stunden Spielzeit in denen Ai und seine Kollegen ein breites Spektrum ihres musikalischen Schaffens zeigten, ließen sie ein zufriedenes Publikum zurück. Dieses bedauert nun lediglich, dass von dieser Band, zumindest in nächster Zukunft, aufgrund der unbestimmten Pause nichts mehr zu hören sein wird.

Setlist:

1. CREATURE
2. DEAD BLAZE
3. BLEED TEARS
4. RING THE DEATH KNELL
5. VICE
6. NEWBORN
7. forsaken
8. miscarriage
9. dies irae
10. BREATH
11. paranoid parade
12. UNDEAD FACT
13. insult kiss me
14. domestic pig #1013
15. abyss
16. genocide and mass murder

Encore:

17. IRIDIZE DREAM
18. THE END
19. DECADE
20. CRASH DOWN
21. Lichtsäule
22. Yami ni ame fukaishita seikai

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