Christmas Metal Bang – 26.12.2013 – Bochum, Matrix

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Christmas Metal BangZum zweiten Weihnachtstag luden Die Apokalyptischen Reiter, Excrementory Grindfuckers, die Grailknights und Thy Thorn zum Christmas Metal Bang in die Matrix in Bochum ein.

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Als die Dortmunder Band Thy Thorn pünktlich den Abend einläutete, war der Bereich vor der Bühne noch recht leer.
Die noch unbekannte Band wurde im Februar 2012 von Dominic „Doom“ Sapia (Schlagzeug), Ingo „Ingway“ Ross (Bass), Michael „Tunis“ Preisinger (Rhythmusgitarre), Christoph „Baringo“ Waßenberg (Gesang) und Christian „Schnitti“ Schnittger (Lead Gitarre) gegründet und ordnen sich selbst im Bereich Doom und Thrash Metal ein.
Dass sie noch nicht oft auf der Bühne gestanden hatten, sah man den fünf Männern durchaus an, ist aber natürlich nicht verwerflich, denn jeder fängt schließlich mal an. Die Situation meisterten sie jedoch mit Bravour und vor allem Ingo Ross beeindruckte am Bass. Beim Einsatz der Gitarristen blieb noch Spielraum, denn die Möglichkeiten von Lead- und Rhythmusgitarre wurden leider nicht vollständig genutzt, obwohl das Potential dazu durchaus erkennbar war. Nach etwa 30 Minuten und sechs Liedern begann der Umbau für die Grailknights.

Die bestehen aus Sir Optimus Prime (Gesang/Gitarre), Sovereign Storm (Gitarre), Earl Quake (Gitarre), Lord Drumcules (Schlagzeug) und Count Cranium (Bass) und ziehen im Kampf gegen Dr. Skull durch das Land. Dabei lebt vor allem ihre Liveshow von der Interaktion mit dem Publikum, dem sogenannten Battlechoir.
In den Farben Grün, Blau, Rot, Gelb und Lila sind sie auf der Suche nach dem heiligen Gral – und natürlich kommt auch der Zuschauer auf seine Kosten. Sei es Grailrobic für die Fitness oder die berühmte Bierstute Zapfi für den Durst – die Superhelden kümmerten sich rührend um ihre Kämpfer.
Mit Klassikern wie „Moonlit Masquerade“ oder auch Liedern vom kommenden Album „Calling The Choir“ heizten sie die Matrix ordentlich ein.
Nach dem „Superheromedley“ wurde dann der Sieg über den verhassten Dr. Skull und die damit verbundene Eroberung des Heiligen Grals gefeiert. Die zahlreichen Rufe nach Zugaben zeugten von der Begeisterung der Besucher.
Die fünf Hannoveraner gehen übrigens nächstes Jahr auf Tour – die Tourdaten findet ihr hier.

Setlist:
1. Intro
2. Grailquest Gladiators
3. Morning Dew
4. Absence of Gravity
5. Nameless Grave
6. Superheromedley
7. Moonlit Masquerade

Kurz darauf ging es auch mit Hannoveranern weiter: Mao (Gesang), Rob (Gitarre/Gesang), ND (Bass), Christus (Schlagzeug) und Mike (Gesang/Keyboard) von den Excrementory Grindfuckers stürmten den Schauplatz. Ihr Genre wird gemeinhin als Fun-Metal bezeichnet und ist eine Mischung von Schlagern und Volksmusik mit Grindcore. Etwas, was einen durchaus interessanten Auftritt verspricht.
Das Erscheinungsbild der fünf Männer wirkte unauffällig – Shirt, Hose, Schuhe. Man könnte sie glatt für Roadies halten. Doch der Schein trügt und das wurde deutlich, als die Verstärker angeworfen wurden. Von einer Sekunde auf die andere wurde getanzt, gebrüllt und gehüpft. Die plötzlichen Anfänge und Enden der Lieder, übrigens ein Merkmal das sich durch einige Alben zieht, und der sichtliche Spaß der Musiker sorgten für eine lebhafte Stimmung. Mit Tanzmoves, die dem Moonwalk schon fast Konkurrenz machten, und einer reich bestückten Setlist boten die Excrementory Grindfuckers eine einzigartige Show. Harte Riffs und schnelles Tempo verlangten in der Hitze der Matrix schon einiges ab. Dabei wechselten sich Parodien wie „Looking for Grindcore“ oder „The Final Grinddown“ mit Songs wie „Heimscheißer“ oder „Halb Und Halb“ ab.

Nach gut 45 Minuten wurde für den Headliner des Abends umgebaut – die Apokalyptischen Reiter, welche hier eines der letzten Konzerte spielten, bevor es wieder ins Studio ging. Dass die Bühne für Daniel „Fuchs“ Täumel (Gesang/Gitarre), Volkmar „Volk-Man“ Weber (Bass/Gesang), Mark „Dr. Pest“ Szakul (Keyboard), Georg „Sir G.“ Lenhardt (Schlagzeug) und Adrian „Ady“ Vogel (Gitarre) ziemlich eng werden würde, sah man bereits bevor die Fünf die Bühne überhaupt betreten hatten.
Wie gewohnt begannen sie ihren Auftritt energisch und voller Elan mit Liedern wie „Erwache“ und „Du kleiner Wicht“. Der Fuchs sprang über die Bühne, Dr. Pest schaukelte vor sich hin und schwang ab und zu die Peitsche, die Zuschauer feierten.
Und passend zu Weihnachten hatten sich die Reiter wieder etwas einfallen lassen: Der Weihnachtsmann und sein Engel wurden über die Menge getragen und verteilten Geschenke an die Fans. Das trug sicherlich dazu bei, dass der Abend für so manch einen Glücklichen noch unvergesslicher wurde.
Während knapp 1 ½ Stunden Spielzeit packten sie neben den üblichen Liedern wie „Revolution“ und „Friede Sei Mit Dir“ auch Überraschungen wie „Unter der Asche“ und das Cover „(Ghost) Riders In the Sky“ aus und forderten so auch die letzten Reserven.

Insgesamt ist der Christmas Metal Bang als ein durchaus gelungener und abwechslungsreicher Abend zu bezeichnen.

Setlist:
01. Komm
02. Erwache
03. Du kleiner Wicht
04. Der Adler
05. Revolution
06. Es Wird Schlimmer
07. Nach Der Ebbe
08. Moral & Wahnsinn
09. Friede Sei Mit Dir
10. Wir hoffen
11. Seemann
12.Reitermania
13. Wir reiten
14. Die Sonne scheint
15. Unter Der Asche
16. (Ghost) Riders In The Sky (Vaughn Monroe Cover)

 

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