Castle Rock Festival – Tag 1- 04.07.2014

Zum fünfzehnten Mal rief das Castle Rock Festival unter dem Motto „One Day To Remember – Two Days To Rock“ zum Schloss Broich in Mülheim an der Ruhr. Zum Jubliläum hatte der Veranstalter Michael Bohnes u.a. mit A Life Divided, der Letzten Instanz und Ensiferum ein hochkarätiges Line Up aufgefahren.

Die Dark-Metal Band Eden weint im Grab eröffnete freitags pünktlich um 17.30 Uhr das Festival. Mit ihrer persönlichen Mischung aus Gothic und Black Metal lockten Alexander Paul Blake (Gesang, Bass), Marco Eckstein (Gitarre), Motte (Gitarre), Zeus X. Machina (Schlagzeug) und Markus Freitag (Cello) die ersten Besucher vor die Bühne. Die Violinistin Kathrin Bierhalter fehlte unglücklicherweise, da, wie der Sänger verkündete, ihr Flug Verspätung hatte.
Aber auch ohne Geige beeindruckten die Musiker die Anwesenden sichtlich, der Platz vor der Bühne füllte sich mit der Zeit deutlich und zu Liedern wie „Tango Mortis“ und „Krieg im Wunderland“ wurden Hüften und auch Haare geschwungen.
Im Laufe der Show kündigte Frontmann Alexander das mittlerweile sechste Album „Geysterstunde II“ an, welches am 29. August 2014 veröffentlicht wird, und stimmte daraufhin dessen Opener „Jenseitsflugmaschine“ an.
Nach vierzig Minuten verließen die Berliner unter Applaus und mit sicherlich dem ein oder anderen neuen Fan die Bühne.

Weiter ging es dann mit der ebenfalls aus Berlin stammenden Band Scream Silence. So manchem schon als Support von Zeromancer oder Staubkind bekannt, warteten schon einige, als Hardy Fieting (Gesang), Robert Klausch (Gitarre), René Gödde (Gitarre), Hagen Schneevoigt (Bass) und Nestor de Valley (Schlagzeug) gegen halb sieben die Bühne betraten.
Wenn auch ein wenig zu laut, bewegten Scream Silence mit Liedern wie „Days Of Yore“, „Above And Within“ und „New Flood“ vom aktuellen Album „Scream Silence“ (02/2012) die Masse und animierten erfolgreich zum mitklatschen, -singen und -tanzen.
Trotz Konkurrenz durch Fußball, nach dessen Zwischenstand sich Hardy sich immer wieder erkundigte, und unangenehmer Schwüle, füllte sich das Gelände über die Spielzeit der Gruppe zunehmend, bis sie sich zum Schluss begeistert von einer klatschenden Menge verabschiedeten und die Stage für die Co-Headliner des Abends freigaben.

Dessen Name war an diesem Tag auf so einigen Shirts zu lesen: A Life Divided, das Projekt des Eisbrecher-Gitarristen Jürgen Plangger zeichnet sich vor allem durch ihren ganz eigenen Stil mit elektronischen Elementen in Verbindung mit einprägenden Texten und rhythmischen Beats aus.
Sie spielten bereits vor Bands wie Mono Inc. und Eisbrecher und headlinerten dieses Frühjahr die „The Great Escape“ Tour.
Mit „The Lost“ starteten Jürgen, Tobi Egger (Bass), Tony Berger (Gitarre), Korl Fuhrmann (Schlagzeug), Mike Hofstätter (Gitarre) und Erik Darmköhler (Keyboard, Gitarre) energisch in den frühen Abend und schnell konnten Fans ihre Textsicherheit unter Beweis stellen. Neben der anwesenden Fanbasis konnten die Bayrer mit Songs wie „Hey You“, „Doesn’t Count“ und dem VNV Nation Cover „Pepetual“ begeistern.
Auch Jürgen versorgte die Gäste immer wieder mit Informationen zum Viertelfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich und jubelte anschließend mit anwesenden Fans über den Einzug ins Halbfinale. Nach knapp 50 Minuten und den Zugaben „The Last Dance“, „Words“ und „Heart On Fire“ wurde A Life Divided unter Applaus entlassen.

Um viertel vor neun betraten Holly Loose (Gesang), Oli (Gitarre), M. Stolz (Violine), Benni Cellini (Cello), Michael Ende (Bass) und David Pätsch (Schlagzeug) zu „Nur für uns“ die Stage und wurden lautstark begrüßt.

Nach „Kalter Glanz“ begrüßte der Sänger das Publikum und gratulierte dem Veranstalter zum 15. Jubiläum; auch die Letzte Instanz feierte letzten Herbst ihr 15jähriges Bestehen und spielte bereits 2000 auf dem Castle Rock. Daraufhin stimmte Holly mit Publikum ein Geburtstagsständchen für das Castle Rock an, bevor die Instanz mit Klassikern wie „Flucht ins Glück“, „Der Garten“ und „Finsternis“ sowie Tracks des aktuellen Albums („Von Anfang An“, „Sing“, „Blind“) ihre Show, teilweise unterstützt von Pyro-Effekten, fortsetzten.
Um den Geburtstag gebührend zu feiern verkündete der Frontmann, dass sie einen Titel des kommenden Albums „Im Auge Des Sturms“ (08/2014) spielen würden. Der Song „Ganz Egal“ überzeugte sowohl musikalisch als textlich und schürte die Vorfreude auf das neue Werk der Musiker.
Nach einer kurzen Verabschiedung wurde David durch laute Zugabe-Rufe erneut auf die Bühne geholt, der dann traditionell mit einem Schlagzeugsolo „Rapunzel“ einleitete. Während einer kurzen Zwischeneinlage mit „Seven Nation Army“ (The White Stripes Cover) wagten dann sowohl Benni als auch Muttis Stolz und schließlich sogar Holly den Sprung ins Publikum, welches die Drei sicher auf Händen trug.
Mit ihrem wohl bekanntesten Song „Wir sind allein“ schlossen die Dresdener eine fantastische Show und einen gelungenen ersten Festivaltag mit begeisternder, familiärer Atmosphäre ab.

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