Bring Me The Horizon – 18.11.2018 – Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf

Aus dem Archiv: Bring Me The Horizon im Palladium Köln. Foto: Steffie Wunderl

Es gibt kaum eine andere Band in der Szene, die mehr polarisiert als Bring Me The Horizon. Vor allem ihr wechselnder Musikstil von hartem Metalcore bis hin zu soften Pop-Rock Einflüssen. Auch das Publikum der Band wird zunehmend jünger und besteht in Düsseldorf in den ersten Reihen vor allem aus jungen Mädels. Das neue Album „Amo“ erscheint im Januar 2019.

YONAKA eröffnen zunächst den Abend in der noch locker gefüllten Mitsubishi Electric Halle. Die Dark Alternative Pop Formation aus Brighton rund um Frontfrau Theresa Jarvis erzeugt eher gemischte Gefühle beim Publikum. Zwar lassen sich vor allem die ersten Reihen sofort von Theresa mitreißen, weit schwappt die Welle aber nicht. Zu undurchdringlich ist der Klangteppich teilweise, aus dem sich ihre Stimme kaum abhebt.

Ganz anders sieht das dann schon bei The Fever 333 aus. Die neue Formation von ex-letlive Frontmann Jason Butler weiß schon mit dem Opening Spannung zu erzeugen. Ihre Message ist klar politisch, ohne dabei aber zu aufdringlich zu werden. Vor allem Jasons Energie ist nicht zu bremsen. Immer wieder springt er ins Publikum und performt wild in der Menge.

Bring Me The Horizon werden schließlich mit einem wilden Kreischkonzert begrüßt. Die Jungs aus Sheffield zeigen gewohnt jede Menge Energie auf der Bühne – wie immer ohne große Interaktion zwischen den Bandmitgliedern. Matt Kean, Lee Malia, Matt Nicholls und Jordan Fish überlassen größtenteils Frontmann Oli Sykes die Bühne, der alle Blicke der Fans auf sich zieht.
Und doch ist es immer wieder auch Oli an dem die Qualität eines BMTH Konzerts steht und fällt. Seine Stimme ist leider immer wieder unbeständig und das macht auch in Düsseldorf keine Ausnahme. Schon bei „Avalance“ bricht seine Stimme ab und ohne die Backing Vocals von Jordan wäre der Track verloren gewesen. Der klare Gesang ist leider über den ganzen Abend verteilt immer wieder wackelig, steigert sich aber von Song zu Song. Seine Shouts und Screams sind dagegen on point.

Die neuen Songs fügen sich problemlos in den bisherigen Katalog ein. Und auch optisch haben sich die Jungs durch ein großes bewegliches Lichtelement und viel Licht von unten durch Gitterböden in der Bühne wieder einiges einfallen lassen. Die Stimmung ist ausgelassen, die Zuschauer sind begeistert und lesen Sykes jeden Wunsch von den Lippen ab. Sie tragen seine Vocals weiter, wenn er den Text vergisst, springen, klatschen und feiern mit ihm. Einzig mit den Circle PiYONts und der Wall Of Death will es im großen Rahmen nicht ganz so klappen wie gewohnt, was aber in der First Wave ob der vielen jungen Mädels auch kein Wunder ist.

Mit der Akustik-Version von „Drown“ entschädigt Sykes dann alle, die bisher an seiner wackeligen Stimme zu knabbern hatten endgültig. So überwiegt am Ende für alle ein positives Konzertgefühl als sich die Jungs mit „Doomed“ und „Throne“ endgültig verabschieden.

Setlist:

Mantra
The House of Wolves
Avalance
Go to Hell, for Heaven’s Sake
It Never Ends
Wonderful Life
Shadow Moses
Happy Song
Sleepwalking
Can You Feel My Heart
Follow You
Antivist
Drown (acoustic)

Zugaben:

Doomed
Throne

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