BOY – 12.03.2016 – Krefeld, Kulturfabrik

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Das weibliche Duo BOY ist auch 2016 auf „We Were Here“-Tour und macht an diesem Abend Halt in der Kulturfabrik Krefeld. Diese ist noch eine Location der alten Schule. Hier blinken keine Neonlichtschilder von Biermarken oder ähnlichem. Ein Hauch von autonomen Bürgerzentrum, dem man die 40 Jahre durchaus ansieht. Die Kufa – wie sie gerne genannt wird – hat sich ihren Stil bewahrt, kommt aber nicht altbacken daher. Der größte Saal ist an diesem Abend gut gefüllt aber nicht ganz ausverkauft als der Support Small Fires die Bühne betritt. Diese sind ein Hamburger Trio, ein Projekt hinter dem als Frontmann der Brite Ben Galliers steckt. Dieser war auch schon bei Gloria und bei den Konzerten von Boy 2015 als Support mit an Bord. Synthesizer, Riffs und elektronische Beats gesellen sich zu einer klaren und kräftigen Stimme. Elektro-Pop, der zu gefallen weiß und ein Stil, den es nicht oft gibt.

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Die Musik von BOY ist da doch ruhiger, auch wenn mit Percussion und Schlagzeug ordentlich Druck und Rhythmus erzeugt wird. Sowohl Valeska Steiner am Gesang als auch Sonja Glass am Bass geben sich in Krefeld sehr redselig, erzählen von ihrem letzten Auftritt in der Kulturfabrik und dass sie sich damals zuvor gestritten haben. Doch auch das Publikum ist mitteilungsbedürftig. So scheint ein deutsch-schweizerisches Paar kürzlich oder an diesem Tag geheiratet zu haben und die Hochzeitsgesellschaft hat Papierflaggen beider Länder dabei. Die Stimmung ist ausgelassen, der Sound ist gut, vor allem der Backgroundgesang ist an diesem Abend gut präsent und geht nicht unter.

Ein bißchen umgestellt ist die Setlist gegenüber von vor ein paar Monaten und natürlich ist auch hier „Little Numbers“ der Song, zu dem die größte Stimmung entfacht wird. Mitgesungen wird allerdings fast immer, einmal wird dafür sogar vorher dafür geprobt und ausprobiert. Es klappt alles am Schnürchen und der Gig ist rundum gelungen. Im ersten Zugabenblock drehen sie durchaus auf, spielen „This Is The Beginning“ wilder als auf dem Album. Zum endgültigen Schluss entscheiden sie sich dann jedoch wieder für die sanfte Varinte. Für „Skin“ nur mit Gitarre kommen sie noch einmal auf die Bühne, bevor das Konzert sein Ende findet. Tolle Stimmung auf und außerhalb der Bühne. Da werden an diesem Abend die Songs fast zur Nebensache.

Setlist:
We Were Here
Fear
Waitress
Army
Hit My Heart
Drive Darling
Railway
Boris
Oh Boy
Hotel Room
New York
Little Numbers
No Sleep

Into The Wild
This Is The Beginning

Skin

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