Blackfield Festival – Tag 1 – 12.06.2015

Asking Alexandria auf Tour in Deutschland
17. Juni 2015
Blackfield Festival – Tag 2 – 13.06.2015
18. Juni 2015

BlackfieldFinal15Zum achten Mal lockte das Blackfield Festival die schwarze Szene in das Amphitheater Gelsenkirchen mitten im Ruhrgebiet. Doch dieses Jahr erwarteten sowohl Besucher als auch Veranstalter das dreitägige Event mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn auch wenn Jahr für Jahr großartige Line-Ups auf der Bühne am Rhein-Herne-Kanal aufspielten, wurde vor kurzer Zeit verkündet, dass das achte Mal aus wirtschaftlichen Gründen zugleich – zumindest vorläufig – das letzte Mal Blackfield sein werde. Ein Grund mehr für das Publikum, am zweiten Juniwochenende noch einmal richtig zu feiern und so Danke zu sagen für viele einzigartige Momente.

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Am Freitag wurde das Gelände dann um 16 Uhr geöffnet und die schwarze Menge strömte bei 30 Grad in die idyllische Location. Knapp 40 Minuten hatten die Besucher Zeit die mitangereisten Stände zu erkunden, als auch schon die erste Band angekündigt wurde. Die Nürnberger Symphonic-Metal Band Xiphea hatte den Sonic Seducer Battle Of The Bands-Contest gewonnen und durfte daher vor sich füllendem Gelände das Festival eröffnen. Eine nicht geringe Aufgabe, die die Gruppe um Frontfrau Sabine souverän erfüllte. Mit etwas härteren, basslastigen Klängen und einer klaren, schönen Stimme konnte die Band die Anwesenden begeistern und sicherlich den einen oder anderen Fan gewinnen. Bereits nach gut 15 Minuten verabschiedeten sich die vier Musiker mit ihrem Gewinner-Titel „Kiss Of The Moon“ von der Bühne.

Nach einer kurzen Umbaupause stand gegen 17:15 Uhr Electro Rock mit Pre/Verse auf dem Programm. Da Seasurfer aus persönlichen Gründen absagen mussten, sprangen Kai, Dae Joon, Andreas, Neila Fynn und Hilger aus dem Ruhrgebiet kurzfristig ein. Mit Songs wie „Godess Of Seduction“ und „Trace Of Water“ brachten sie die ersten Menschen vor der Stage zum Tanzen. Als besondere Aktion verteilte Sänger Kai einige unterschriebene aufgeblasene Flamingos, die er als das Bandtier bezeichnete, an das Publikum mit der Bitte, diese mit auf dem Weg durch die Veranstaltung zu nehmen. Nach etwa dreißig Minuten Spielzeit hinterließen die Fünf ein zufriedenes Publikum.

Mit Spetsnaz folgte wenig später ein bewährtes schwedisches Duo, das lautstark empfangen wurde. Lange ließen sich Pontus Stâlberg (Gesang) und Stefan Nilsson (Schlagzeug) vom gut gefüllten Amphitheater nicht bitten und boten den EBM-Liebhabern über 35 Minuten reichlich Gelegenheit zum Tanzen und Feiern. Auch Absolute Body Control, die danach spielten, knüpften daran an und begeisterten trotz kurzer Soundprobleme souverän die Menge. Dabei zeigten sie sich selbst spürbar erfreut von der euphorischen Stimmung der Gäste. Nach 40 Minuten räumten die zwei Europäer schließlich den Schauplatz für den Co-Headliner des Abends.

Mit Lord Of The Lost wandte sich das Abendprogramm dann wieder den härteren Klängen zu. In den letzten fünf Jahren haben sich die Hamburger Musiker mit mehreren Platten und erfolgreichen Tourneen vom Geheimtipp zum Szenestar gemausert und sich eine stabile Fanbase erspielt. Dass diese im Gelsenkirchener Amphitheater durchaus vertreten war, zeigte sich im Voraus bereits durch Shirt und eine lange Schlange bei der Autogrammstunde, spätestens aber beim lautstarken Empfang von Chris Harms und Co. Ohne zu zögern legten die Dark Rocker los und hatten das Publikum von Beginn an in der Hand. Auch wenn die Band mit technischen Problemen kämpfte, präsentierten sie souverän und einer großen Portion Spaß eine gelungene Setlist quer durch ihre Diskographie. Nach 60 Minuten Klatschen, singen und tanzen rundete das Quintett den Auftritt mit „La Bomba“ ab. Auch wenn sich an diesem Song die Geister scheiden, wurde er freudig quittiert und heizte die Zuschauer für den Headliner des Abends endgültig auf.

Der fuhr rasch das bereits von der Mitgift-Tour bekannte Bühnenbild aus Podesten und Netzen auf, bevor mit „Warte Warte“ der letzte Auftritt des Abends eingeläutet wurde. Die Potsdamer von Subway To Sally gehören schon seit Jahren zu den Größten der Mittelalter-Szene, was sie mit jeder Minute auf der Bühne auch ausstrahlen. Selbstbewusst, harmonisch und mit jeder Menge Spaß geleitete Eric Fish die Fans durch eine Setlist, die zeitweise doch sehr überraschte. Viele Klassiker fehlten, dafür fanden einige Lieder der aktuellen Scheibe „Mitgift“ Platz, die von der Menge jedoch begeistert aufgenommen wurden. Zu abwechslungsreicher Pyro- und Lichtshow wurde getanzt und gesungen, dass es auch die meisten auf den Betonrängen nicht mehr auf ihrem Sitzplatz hielt und zu „Besser du Rennst“ schaffte es Frontmann Eric Fish sogar, den ersten Circle Pit des Abends zu erzeugen. Mit „Kleid aus Rosen“ und „Veitstanz“ in neuer Vertonung zeigten Subway To Sally zum Ende hin wieder einmal ihre Bereitschaft sich selbst zu erfinden und dass sie noch lange nicht am Ende ihrer musikalischen Reise sind. Auch der Gesang aus „Julia und die Räuber“ durfte zum Schluss natürlich nicht fehlen und bildete den gelungenen Abschluss für den ersten Festivaltag, der zum Glück auch ohne Gewitter auskam.

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