Birdy, 23.07.2014, Köln

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Birdy live im E-Werk Köln

Im Februar dieses Jahres war Birdy noch im deutlich kleineren Gloria aufgetreten. Dort waren auch viele Kinder und standen teils eingeengt und äußerst ungünstig ohne Chance auf Sicht zur Bühne. Darauf wurde reagiert, denn das E-Werk in Köln-Mülheim fasst mehr als das Doppelte und auch auf einen Support wird gänzlich verzichtet. Ausverkauft ist es dieses Mal allerdings nicht, der obere Balkon bleibt mit Gardinen verhangen. Birdy ist inzwischen seit wenigen Wochen 18, jedoch ist Entertainment auf der großen Bühne nicht ihre Sache. Wortkarg jedoch nicht ohne Charme lässt die gebürtige Jasmine van den Bogaerde ihre Musik sprechen. Und da gelingt ihr an dem Abend wieder alles. Der Sound des Klavieres, ihre Stimme und ihre fantastische Band sorgen für Gänsehautfeeling, welches den Abend über nie abebbt.

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Und das Publikum honoriert es, verhält sich extrem still und zurückhaltend, damit sich die meist sanften und zerbrechlichen Songs voll entfalten können. Selbst filmende und irgendwie auch störende Kameras bleiben an diesem Abend eher die Ausnahme. Auch der Mega-Hit „People Help The People“ von Cherry Ghost wird zwar kräftig am Anfang und Ende applaudiert, zwischendrin jedoch eher genossen. Sucht man Negatives, so könnte man bemängeln, dass das Set und die Art der Aufmachung sich sehr der Show im Winter ähneln. Wer also schon damals vor Ort war, bekommt heute Abend das Gleiche wieder. Positiv betrachtet erhält der Konzertgänger aber eben auch die gleiche Klasse und den gleichen Stil bestätigt. Von ihrer Band sticht vor allem Bassistin Rosie Doonan heraus, da diese mit ihrem sehr guten Backing Vocals den Songs von Birdy zusätzlich Melancholie verleiht. Doonan ist selbst eine gute, professionelle Sängerin mit einer beeindruckenden Stimme. Dieser Mix an Zutaten machen Konzerte von Birdy so besondes und kurzweilig. Allerdings ist eine Gesamtspieldauer von rund 90 Minuten auch nicht lang und so verabschiedet sich die Britin mit insgesamt zwei Zugaben und „Fire and Rain“, gecovert von James Tailor und entlässt ihre Fans in den immer noch hellen Sommerabend.

Setlist

Shelter
Young Blood
Strange Birds
Home
Learn Me Right
1901
Not About Angels
White Winter Hymnal
Older
All About You
Words as Weapons
Light Me Up
Skinny Love
People Help the People
Standing In The Way Of The Light
Terrible Love
Wings

Comforting Sounds
Fire and Rain

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