Birdy – 05.05.2016 – Live Music Hall, Köln

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Birdy live in der Live Music Hall Köln. Foto: Steffie Wunderl

Dan Owen live als Support von Birdy in der Live Music Hall Köln. Foto: Steffie Wunderl

Dan Owen live als Support von Birdy in der Live Music Hall Köln. Foto: Steffie Wunderl

Die Medienmetropole am Rhein war für Birdy immer ein gutes Pflaster. Alle Tourtermine hier waren ausverkauft, egal ob das beschauliche Gloria zu Anfangszeiten oder das E-Werk in Mülheim zu ihren erfolgreichsten Zeiten. Die inzwischen 19-Jährige Britin hat neue Songs und ein neues Album am Start, das auf den Namen „Beautiful Lies“ (VÖ:03/2016) hört. Ihre Beliebtheit scheint sie nur geringfügig eingebüßt zu haben, denn an diesem Abend geht es gegenüber dem E-Werk in die etwas kleinere Live Music Hall.

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Als Support gibt es einen Singer-/Songwriter aus Shrewsburry in England, der mit seiner Stimme zu überzeugen weiß. Diese ist klar und doch kräftig und seine Songs gehen ins Ohr. Doch auch mit seiner selbstironischen Art kann er punkten. Schüchternheit aber auch Kühne weiß er gut zu vereinen, die er zwischen den Balladen in seinen Ansagen andeutet. Doch den besten Song hebt sich Dan Owen für den Schluss auf. Das ist eine flotte Bluesrock-Nummer, bei der er zusätzlich zur Mundharmonika greift. Bei dem Cover von Willie Dixon „Little Red Rooster“ spielt er immer schneller und das Publikum geht mit. So ist er sich eines kräftigen Abschiedsapplauses sicher. Dan Owen nutzt in Köln definitiv seine Chance.

Birdy live in der Live Music Hall Köln. Foto: Steffie Wunderl

Birdy live in der Live Music Hall Köln. Foto: Steffie Wunderl

Doch danach ist es Zeit für Birdys Auftritt. Der Sound stimmt bereits vom ersten Song an, die Stimme Birdys kommt klar und kräftig rüber. Aber auch die Instrumente ihrer Band kommen gut zur Geltung und bieten neben den üblichen Schlagzeug, Bass, Gitarre auch Keyboard sowie Violine. Jasmine van den Boegarde, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, hat jedoch auch nach mehreren Jahren ihre Scheu und Schüchternheit nicht abgelegt. Sie weiß zwar am Piano und mit ihrer Stimme zu überzeugen, doch jegliche Form von Entertainment aber auch Zuwendung zu ihren Kölner Fans mag sie nicht aufbauen. So entwickelt sich über den Konzertabend keine Stimmung und es fehlt an behaglicher Atmosphäre. Bandmitglieder versuchen es teilweise aufzufangen, indem sie zum Klatschen animieren. Das gelingt solange, wie sie es selbst praktizieren. Sobald diese es wieder einstellen, verharrt auch das Publikum. Es fehlt bei dem Konzert von Birdy gänzlich an Gestik, Mimik und Authentizität und dabei versteht es sich von selbst, dass bei ihren Konzerten Partystimmung fehl am Platze wäre. Aber ein bisschen mehr Show muss eben doch wohl sein, damit aus einer exzellenten musikalischen Darbietung auch ein tolles Konzert wird. Kurioserweise hat ihr Support Dan Owen eindrucksvoll bewiesen, wie es geht. Das nächste Mal darf Birdy ruhig etwas mehr Gas geben.

 

Setlist Dan Owen:

Fall Like a Feather
Splinter
When I Die
Made to Love You
Parachute
Moonlight
Little Red Rooster

Setlist Birdy:

Growing Pains
People Help the People
Hear You Calling
Deep End
Young Blood
Wild Horses
Words
Lost It All
Shelter
White Winter Hymnal
Words As Weapons
Give Up
Terrible Love
Beautiful Lies
Take My Heart
Lifted
Wings
Keeping Your Head Up

Unbroken
Winter
Skinny Love

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