Biffy Clyro – 11.11.2016 – Lanxessarena, Köln

Biffy Clyro – 11.11.2016 – Lanxess Arena, Köln
12. November 2016
Unzucht – Neuntöter Tour 2016
21. November 2016

Biffy Clyro live in der Lanxess Arena Köln. Foto: Steffie Wunderl

Lonely The Brave live als Support von Biffy Clyro in der Lanxess Arena Köln. Foto: Steffie Wunderl

Lonely The Brave live als Support von Biffy Clyro in der Lanxess Arena Köln. Foto: Steffie Wunderl

Tagsüber geht in der Karnevalshochburg am 11.11. immer die Post ab. Die Jecken feiern Karneval und die Sessionseröffnung. Gegen Abend haben dann wenige kulturelle Programmpunkte eine große Chance auf viel Publikum. Außerdem schenken an diesem Abend die Jungs von Joachim Löw San Marino viele Tore ein. Das werden die Gründe sein, warum der komplette Oberrang der Lanxessarena verhüllt bleibt und auch im Unterrang noch Plätze zu finden sind. Der Innenraum jedoch ist gut gefüllt, so dass immerhin rund 7000 Fans zu dem Trio aus Schottland finden. Doch bevor diese losrocken können, genießt der Support Lonely The Brave die Gunst des Kölner Publikums. Diese dürfen eigentlich noch als Anfänger bezeichnet werden, sind sie doch erst seit drei Jahren aktiv und mit zwei Alben am Start. Unterhalten können sie die Arena aber wie die Profis mit einem alternativen Rock, der sich an Coldplay und U2 anlehnt.

Werbung
Biffy Clyro live in der Lanxess Arena Köln. Foto: Steffie Wunderl

Biffy Clyro live in der Lanxess Arena Köln. Foto: Steffie Wunderl

So gut die Engländer aber auch ankommen mögen, Schotten haben in der Gunst an diesem Abend die Nase vorn. Und was braucht es für eine Show von Biffy Clyro? (Fast schon) Ohrenstöpsel, denn der Sound ist überdurchschnittlich laut und für die Lanxess Arena verhältnismäßig gut und kräftig. Aber fast noch dringender ist eine Sonnenbrille. Scherz beiseite, aber die Lichtshow ist so gigantisch und vielseitig, dass die Augen durchaus häufig geblendet werden. Oft werden die Lichter rhythmisch zu Schlagzeug und Gitarrenspiel eingesetzt, ein Fan könnte nur am Licht wohl das Lied erkennen. Aber auch Gesang und Instrumente sind beeindruckend. Kräftig und in die Beine gehend bilden sich in den vorderen Reihen ein Mob, der hin und wieder zu pogen beginnt. Humorvoll geben sich aber auch die Männer um Simon Neil, wenn sie nach dem ersten Lied „Viva Colonia“ anstimmen oder hin und wieder mit Kölle Alaaf grüßen. Informiert und darauf eingestellt haben sie sich gut. Sonst lassen sie die Musik für sich sprechen, wechseln gekonnt zwischen Balladen und Rocknummern hin und her. Das scheint das Erfolgsgeheimnis des Trios zu sein. Bevor etwas sich abnutzt, wird es verlassen beziehungsweise geändert. Alles wirkt gut ausbalanciert. Zwar fällt das Wort Fucking einige Male, zugleich sind sie aber höflich, ja fast schon artig und wissen was sich gehört.

Sie liefern eine tolle Show ohne Längen und Ärgernisse und halten zwei Stunden ein hohes Niveau. So dürfen Biffy (Fucking) Clyro gerne wieder kommen. Sehr gerne sogar.

Setlist:

Wolves of Winter
Living Is a Problem Because Everything Dies
Sounds Like Balloons
Biblical
Spanish Radio
Howl
In the Name of the Wee Man
Bubbles
Herex
Black Chandelier
Friends and Enemies
That Golden Rule
Re-Arrange
Wave Upon Wave Upon Wave
Medicine
Different People
Mountains
On a Bang
9/15ths
Animal Style
Many of Horror
Whorses
Machines

The Captain
People
Stingin‘ Belle

Foto: Steffie Wunderl

Facebook Kommentare

Kommentare

Werbung