Babymetal – 03.07.2014 – Live Music Hall Köln

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10555133_10201851429442450_1049927201_nEine Metalband in bunten Farben, anders kann man Babymetal wohl nicht beschreiben. Die drei Sängerinnen Su-Metal, MaoMetal und YuiMetal waren zunächst eine Subgruppe der bekannteren Idol-Gruppe Sakura Gakuin. Im Oktober 2011 wurde ihre erste Single „Doko Doki Morning“ veröffentlicht. Ihr Erfolgsrezept ist eindeutig die Vermischung von Idol-Musik mit Metal, was sich vorher noch keine Band getraut hat.

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Wer bisher dachte, dass glockenhelle, kindliche Stimmen nichts mit Metal zu tun haben, wurde an diesem Abend von dieser quietschbunten Band eines besseren belehrt. Ganz im Stil der Idol-Bands aus Japan wurde jedes Lied von einer durchdachten Choreografie seitens der jungen Mädchen begleitet. Die Bühne war oft eine einzige Lasershow, nur erhellt durch verschiedene Spotlights, die die Band in ein gleißendes Licht tauchten.

Bei den einzelnen Songs wechselte sich Su-Metal mit den beiden anderen Mitgliedern der Band des öfteren ab. MaoMetal und YuiMetal waren auf der Bühne nur zusammen anzutreffen. Auch ihre Musiker bekamen mit verschiedenen Solostücken die Möglichkeit das Publikum von ihren außerordentlichen Fähigkeiten an Gitarren, Bass und Schlagzeug zu überzeugen. Zu manchen Songs fügten die Mädchen ihrem Outfit verschiedene Stilelemente hinzu. So kam Su-Metal mit einem langen, schwarzen Umhang auf die Bühne, MaoMetal und YuiMetal hatten Jacken mit Skeletten oder einfach nur Handtücher ihrer Band, die sie wild durch die Luft schwangen.

Auch die Fans der Band jubelten Babymetal begeistert zu. Wild gemischt zwischen J-Rock-Fans und Fans der verschiedenen Metalrichtungen war die Stimmung durchweg gut. Es waren sogar vereinzelt Crowdsurfer zu sehen, die sonst bei einem J-Pop Konzert nicht erwartet würden. Natürlich durfte bei so viel Publikum aus dem Metalbereich auch die berüchtigte Wall of Death nicht fehlen, die von MaoMetal und YuiMetal auf der Bühne sogar vorgemacht wurde.

Babymetal überraschte mit einem völlig neuen Konzept aus hellen Stimmen und heftigen Tönen. Auch in Zukunft wird diese Band noch einiges von sich hören lassen und den nächsten Besuch in Deutschland sollte unbedingt wahrgenommen werden, wenn nach neuen Einflüssen in seine gewohnte Musikrichtung gesucht wird.

Setlist:
1. Babymetal Death
2. Line!
3. Uki Uki Midnight
4. Akumu no Rondo
5. Onedari Daisakusen
6. Catch me if you can
7. Benitsuki -Akatsuki-
8. 4 no Uta
9. Megitsune
10. Doki Doki Morning
11. Give me Choco
Zugabe:
12. Headbanger
13. Ijime, Dame, Zettai

Picture Credit: Dana (distortion) Yavin

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