ASP – RuhrCongress Bochum, 08.04.2016

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Foto von ASP im Ruhrcongress Bochum

ASP Verfallen 2 Tour – Ruhrcongress Bochum – 08.04.2016

Spielbann

Spielbann Foto im Ruhrcongress BochumEs ist wieder so weit, das Hotel Astoria öffnet ein zweites Mal seine Pforte um Ahnungslose wie Abenteuerlustige in ihre verschlungenen Gänge zu locken. Am 01.April erschien das Album „Verfallen, Folge 2: Fassaden“ und natürlich haben ASP sich auch dieses Mal wieder mit Spielbann auf den Weg gemacht, Deutschland im Rahmen der „Verfallen 2“ Tour dem Astoria gefügig zu machen.
Gegen 20 Uhr geht im Saal das Licht aus und über die Lautsprecher ertönt die Stimme des Meisters höchst selbst. Nach dem kurzen, gesprochenen Intro fackeln Spielbann jedoch nicht lange und machen mit „ Auferstehung“, „Feuerteufel“, und „Monster, Monster“ einen rockigen, brachialen Anfang. Ruhiger wird es, als Nic Frost einen Brief in der Hand hält und mit sehnsüchtigem Blick in die Ferne an ihr Mikrofon tritt. „Lebewohl“ beginnt zunächst nur mit leiser Schlagzeug- und Gitarrenbegleitung und ist der erste ruhige Titel der Setlist. Danach geht es jedoch gewohnt kraftvoll weiter, insgesamt bleibt dem Publikum nicht viel Zeit zum verschnaufen. Die Musik verlockt zu sehr zum tanzen und springen. Nach „In alle Ewigkeit“ bedankt sich die Band überschwänglich bei ASP und den Fans und verlässt glücklich und verschwitzt das Rampenlicht.

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Fotos von Spielbann findest du HIER

ASP

Foto von ASP im Ruhrcongress BochumUm 21:00 wird es erneut dunkel und Lutz, Sören, Tossi und Stefan betreten die Bühne. Asp bildet das Schlusslicht und beginnt sogleich damit, die Menge zum Klatschen und Hüpfen zu animieren. Eröffnet wird mit „Wechselbalg“, ein energiegeladener Einstieg für einen vielversprechenden Abend.
Weiter geht es mit „Kokon“, veröffentlicht im Jahr 2001. Ein altes, aber nicht das älteste Stück der Setlist und ideal, um „auszubrechen“ und ausgelassen zu tanzen.
Bereits jetzt steht für Asp fest: „Das wird ein großartiger Abend! Singen könnt ihr schon, springt ihr auch für mich?“ Als ob man bei „Himmel und Hölle“ eine Wahl hätte! Auch „Krabat“ zwingt das Publikum dem Meister zu gehorchen und nicht auch nur eine Minute stillzustehen.
Von der schwarzen Mühle geht es nun zurück zum Spukhotel, „Souvenir, Souvenir“, „Astoria verfallen“ und „Loreley“ (ent)führen die Zuhörer wieder in die Geschichte des unersättlichen Gebäudes und seines treuen Dieners.
„So viel Dramatik an einem Freitagabend in Bochum! Ihr seid doch nicht etwa eingeschlafen?“ vergewissert sich Asp. Selbstverständlich nicht! „Duett“ ist die perfekte Möglichkeit, die eigene Achtsamkeit unter Beweis zu stellen. Nur wer sehr aufmerksam zuhört erkennt die versteckten Botschaften in den Zeilen.
Nach „Duett“ ist es Zeit für ein bisschen Eigenlob: „Wir sind so unfassbar stolz auf diese beiden Alben. Bitte seht es uns nach, wir wollen nicht eitel klingeln. Aber sie sind so schön!“ Asp lacht und niemand möchte ihm das verdiente Lob vorenthalten. Der nun einsetzende Applaus spricht jedenfalls für sich.
Mit „OdeM“ erklingt am heutigen Abend zum ersten mal ein Lied vom neuen Album, daran schließen sich sogleich „Köder“ und „Das Kollektiv“ an. Erfreulicherweise werden auch diese Stücke sehr gut angenommen und lautstark bejubelt.
„Und wir tanzten“ ist eines der zwei ältesten Stücke, die das Publikum heute Abend zu hören bekommt. Eine ausgewogene Mischung aus ruhigen und sehr dynamischen Passagen. Dann erfolgt ein nahtloser Übergang in „Schneefall in der Hölle“, Nic Frost von Spielbann betritt im eleganten schwarzen Spitzenkleid die Bühne und singt mit Asp ein wunderschönes Duett.
Nachdem der überschwängliche Beifall verklungen ist hat Sören die zweifelhafte Ehre, das Make up des Sängers auf seine foto(un)tauglichkeit zu überprüfen. Das Gespräch der beiden bleibt für das Publikum ungehört, jedoch wird sogleich Klarheit verschafft:
„Nun ja… Dann könnt ihr jetzt euren kleinen Freund rausholen…. Also, euer Lieblingsgerät… Ah, aus der Nummer komme ich wohl nicht mehr raus…“ Unter großem Gelächter werden die Smartphones gezückt und Asp probiert zu Beginn von „Werben“ einige Posen aus, zieht Grimassen und wirft Kusshände in die Menge. Es steht fest, das werden Erinnerungsfotos der ganz besonderen Art.
„Schwarzer Schmetterling“ und „Schwarzes Blut“ verlangen den Fans noch einmal alles ab, es wird geklatscht, mitgesungen und wild getanzt. Der Euphorie setzen ASP jedoch ein jähes Ende und verlassen ohne ein weiteres Wort die Bühne. Sofort werden „Wir wollen brennen“-Rufe laut, in alter, unbesiegbarer Tradition.
ASP - 8.4.2016 - Ruhrcongress Bochum ©JensArndt-10Asp kehrt zurück auf die Bühne und verbeugt sich lächelnd. „Danke, dass wir hier sein dürfen! Gott sei Dank gibt es morgen nur noch ein Konzert. Selbst wenn ich dann nur noch ein Schatten meiner selbst bin … Werden wir das schon schaffen!“ Wer sich das neue Album bereits aufmerksam angehört hatte erkennt diesen Hinweis auf das folgende Lied „Umrissmann“ sofort. Nahtlos schließt sich der lang ersehnte Klassiker „Ich will brennen“ an und wird gebührend gefeiert.
Wieder entziehen sich die Musiker kurz den Blicken der Fans um sich bei ihrer Rückkehr abermals zu bedanken und alle dazu aufzufordern, sich bitte umzudrehen. „Rücken an Rücken“ ist der ruhige Pol der Setlist und erzeugt eine ganz besondere Atmosphäre, da das Publikum und der Sänger einander zur Abwechslung nicht sehen und sich ganz auf die Musik konzentrieren können.
Das letzte Stück des Abends ist wie erwartet „Fortsetzung folgt…“, eine kleine musikalische Zusammenfassung der Erlebnisse auf und vor der Bühne. Natürlich ist es wie immer auch ein verheißungsvolles Versprechen, Asp macht ein paar Andeutungen zur „Ich bin ein wahrer Geisterfahrer“ -Tour und lädt alle Anwesenden herzlich zu dem am 26.10.16 stattfindenden Konzert in Dortmund ein.
Es bleibt also weiterhin spannend und auch wenn die Geschichte von Paul und dem Astoria nun seinen Abschluss gefunden hat, werden wir nicht allzu lange auf neue spannende Geschichten warten müssen. Hübsch (oder auch hässlich) verpackt in stimmungsvoller Musik, denen man dann ganz genüsslich verfallen kann.

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