Apocalyptica – 04.10.2015 – Batschkapp, Frankfurt

Tina Dico – 07.10.2015 – Gloria Theater, Köln
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Apocalyptica sind zurück. Im 22. Jahr ihres Bandbestehens wollen es die Finnen mit einem neuen Album und einer Welt-Tournee noch einmal wissen. Einiges hat sich verändert in der Zeit. Was mit vier Celli begann, sind mittlerweile nur noch drei, dafür ist seit einigen Jahren ein Schlagzeuger mit an Bord. Während sich die Cellisten in der Vergangenheit aber immer mit namhaften Gastsängern verstärkten, ist mit Franky Perez nun erstmal ein fester Sänger Bestandteil der Band daad logo herunterladen. Musikfans sind nun nicht gerade bekannt dafür große Freunde von Veränderungen zu sein, daher war es wohl keine Überraschung, dass das aktuelle Album „Shadowmaker“ mindestens kontrovers diskutiert wurde. Wieviel Licht und wieviel Schatten sich in der Live-Performance finden würde, wollten aber so viele Fans sehen, dass die Frankfurter Batschkapp schon Wochen vor dem Konzerttermin ausverkauft war.

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Tracer_Frankfurt_003Bereits als die Stoner-Rock-Band Tracer um kurz nach acht die Bühne betrat, war die Halle gut gefüllt decocraft mod herunterladen. Die Australier – die auch schon mehr als zehn Jahre auf dem Buckel haben – wurden schnell warm mit dem Frankfurter Publikum. Ihr kleiner Durchbruch gelang vor zwei Jahren mit dem Album „El Pistolero“ und der Nachfolger („Water For Thirsty Dogs“) macht da fast nahtlos weiter. Mit einer engagierten Bühnen-Show – bei der besonders Bassist Jett Heysen-Hicks zu gefallen wusste – sowie einer musikalischen Mischung aus Grunge, Stoner- und Blues-Rock brachte die Band schnell Stimmung in die Bude. Mit Ansagen wie: „Wollen wir uns gemeinsam betrinken“, hat man aber eh auf jedem Rockkonzert gewonnen. Wer Soundgarden oder die Foo Fighters mag, darf bei Tracer ruhig mal ein Ohr riskieren hörspiele kinder herunterladen kostenlos.

Als sich gegen 21 Uhr die Bühne in rotes Licht und Nebel hüllte, war alles angerichtet für die Hauptband des Abends. Und die legte los wie die Feuerwehr. Vielleicht etwas überraschend starteten Apocalyptica mit „Reign of Fear“, einem Song, der zwar auf dem aktuellen Album zu finden ist, allerdings nur auf der limitierten Version. Ein echtes Cello-Metal-Brett mit allen Stärken der Band. Alles wie früher also? Es schien so, denn mit „Grace“ („Worlds Collide“, 2007) bohrten die drei Finnen ein ebenso dickes Brett mit chrome youtube videos downloaden. Vergessen waren alle Sorgen, dass ein Sänger zu sehr den Fokus der Show auf sich ziehen könnte. Zu sehen und zu hören waren drei perfekt ausgebildete Cellisten, die ihre Instrumente in Hochgeschwindigkeit spielten und dabei auch noch Zeit fanden das Haupt im Takt zu schütteln und diabolisch ins Publikum zu schauen. Begleitet wurde der Cello-Express von Mikko Sirén, der seit 2005 fest an Bord ist. Dass sein Spiel dem musikalischen Gesamtbild gut tut, darüber herrscht wohl schon seit Jahren Konsens in der Fangemeinde.

Apocalyptica_Frankfurt_008Dann wurde es interessant, denn als die ersten Takte von „I’m Not Jesus“ ertönten, war klar, dass nun nicht Corey Taylor auf die Bühne stürmen würde, sondern das neue Bandmitglied Franky Perez magazin kostenlosen. Der machte seine Sache dann auch ganz ordentlich, lieferte anständig ab und war gesanglich gut aufgelegt. Das gute Zusammenspiel konnte die Band auch bei „House of Chains“ – einem der stärkeren Songs vom aktuellen Album – unter Beweis stellen. Spätestens bei der Cello-Ballade „Sea Song (You Waded Out)“ wurde aber deutlich, dass sich Apocalyptica 2015 nicht nur durch ihre Neu-Besetzung von den Vorjahren unterscheiden. Viele Stücke auf „Shadowmaker“ liegen irgendwo zwischen Ballade und Alternative download fortnite for free on pc. Es fehlen Band-Trademarks und das wird besonders dann deutlich, wenn man die Celli unter dem Gesang als solche eigentlich gar nicht mehr identifizieren kann und die Musiker völlig entgegen ihrer Gewohnheit starr und still auf der Bühne stehen.
Dass dies mindestens ein bisschen daran liegen muss, dass es nun einen festen Sänger in der Band gibt, zeigt das folgende Instrumental „’Till Death Do Us Part“, bei dem plötzlich wieder fast alles beim Alten ist. Er spannt einen perfekten Bogen zur „Inquisition Symphony“ – dem ersten Cover-Song des Abends vom großartigen gleichnamigen Album aus dem Jahr 1998 internet browser herunterladen kostenlos. Das Jahr, in dem die Finnen ihre erste kleine Deutschland-Reise machten.

Apocalyptica_Frankfurt_017Danach haben sich die Musiker eine klitzekleine Pause verdient. Auf der Videowand hinter der Bühne wechselt das Bild langsam vom alten Apocalyptica-Schriftzug zum Cover von Shadowmaker. Die Sinnhaftigkeit kann man hinterfragen, bestand doch der erste Teil bereits zur knappen Hälfte aus neuen Songs und der nun folgende Block begann mit „Bittersweet“ vom selbstbetitelten Album aus dem Jahr 2005. Diese wurde übrigens als gesangslose unplugged-Nummer im Sitzen vorgetragen. Sicherlich eine gute Entscheidung. Perez hätte das Ville Valo (H.I.M.)/ Lauri Ylönen (The Rasmus)-Duett der erfolgreichsten Band-Single unmöglich so auf die Bühne bringen können, wie es sein muss wing commander for free.

Die Band vervollständigte sich dann über die nächsten Songs wieder. Für den Klassiker „Harmageddon“ („Inquisition Symphony“) nahm Sirén wieder Platz an den Töpfen und für „Hope“ („Cult“ – in der Vol. 2 – Fassung mit Gesang) war auch Perez wieder mit von der Partie. „Shadowmaker“ bestätigte erneut das Problem der neuen Stücke. Die Songs zünden oft eben nicht, wenn der Gesang im Vordergrund steht. Erst in der zweiten Hälfte, als sich die Celli austoben durften, ging ein Ruck durch Musiker und Publikum. Insofern sind kann man es durchaus als klugen Schachzug bezeichnen, dass die Finnen die neuen Tracks päckchenweise zwischen wirklich starke ältere Stücke platzierten fireworks simulator for free. Bei dieser Art Werksschau kam das Publikum gar nicht so recht dazu enttäuscht zu sein. Wer kann einer Band böse sein, die das Sepultura-Cover „Refuse/Resist“ nicht nur komplett für sich mitsang, sondern daran – mit „Ludwig – Wonderland“ – nahtlos einen Song aus dem Klassik-Epos „Wagner Reloaded“ reihte. Größer kann der stilistische Kontrast kaum sein. Natürlich durfte auch die apocalyptische Version von Griegs „In the Hall of the Mountain King“ („Cult“) nicht fehlen. Sie begann quälend langsam und steigerte sich in atemberaubende Geschwindigkeit bei der sich die Instrumentalisten geradezu duellierten. Damit endete das reguläre Set microsoft word and excel for free.

Apocalyptica_Frankfurt_004Die Zugabe beginnt mit einem für Metallica-Fans sehr vertrautem Intro aus Maschinen-Gewehrfeuer und Kriegsgeheul. Mit jubelnder Zustimmung aus der Halle performte das Trio „One“. Schlagzeuger Sirén stimmte erst an der Stelle ein, an der James Hetfield „Darkness Imprisoning me“ brüllen würde. Kenner wussten das zu schätzen und davon waren einige anwesend, denn die Halle flippte völlig aus. Zur Erinnerung: Es handelte sich um ein Cello-Konzert.
An der Stelle hätte Schluss sein sollen. Stattdessen folgte noch „I Don’t Care“, das schon als „Worlds Collide“-Single und gesungen von Three Days Grace-Frontmann Adam Gontier nicht so richtig überzeugen konnte. Nach knapp zwei Stunden Spielzeit nahm die Band sogar nochmal richtig Fahrt raus und brachte mit „Dead Mans Eyes“ eine Ballade, die man als echten Showstopper bezeichnen konnte. Eicca Toppinen versprach vorher zwar „Will be back“. Man wollte ihm aber zurufen: Gerne, aber besinnt euch bitte auf eure Stärken und versinkt nicht im Alternative-Sumpf.

Die Fotos von der Show gibt es hier.

Setlist:
Reign of Fear
Grace
I’m Not Jesus
House of Chains
Sea Song (You Waded Out)
‚Till Death Do Us Part
Inquisition Symphony
Bittersweet
Harmageddon
Hope
Riot Lights
Shadowmaker
Hole in My Soul
Refuse/Resist
Ludwig – Wonderland
In the Hall of the Mountain King

One
I Don’t Care
Dead Man’s Eyes

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