Amphi Festival – Tag 1 – 20.07.2013

Dieses Jahr war es zum neunten Mal wieder soweit. Am Tanzbrunnen in Köln feierten die Freunde der schwarzen Musik das Amphi Festival vom 20.07.13 bis zum 21.07.13. Doch auch schon der Vorabend bot früh Angereisten eine tolle Veranstaltung, nämlich die Amphi Pre-Party Call the Ship to Port auf der Rheinenergie.
Am Morgen des ersten Amphi-Tages war das Wetter bombastisch und schon die erste Band wurde von zahlreichen Zuschauern erwartet. A life [Divided] gaben sich die Ehre das Festival zu eröffnen. Sie zeigten eine professionelle Bühnenshow und rockten trotz nicht wirklich gutem Sound. Für die ersten gefüllten Reihen gab es vor allem viele Songs des neuen Albums „The Great Escape“ zu hören.

Hart und laut peitschte die Musik schon ab den ersten Tönen bei der folgenden Band Stahlmann. Sie boten dem Publikum eine Auswahl aus Klassikern wie „Stahlwittchen“ und „Tanzmaschine“. Zusätzlich gab es aber auch Songs aus dem neuesten Album „Adamant“ wie zum Beispiel den neuen Hit der Silbermänner mit dem Namen „Schwarz“. Schon hier war der der Platz vor der Bühne extrem voll und das zahlreiche Publikum wurde durch die energiegeladene Show gebührend fürs frühe aufstehen entschädigt. Der Auftritt der nächsten Band begann mit einer Überraschung. Statt den Jungs von Solitary Experiments, standen vier Mädels in den für die Truppe typischen roten Blusen hinter den Instrumenten und spielten souverän den ersten Song, welchen Sänger Dennis Schober aus dem Off zum Besten gab. Dies sorgte doch für einige Verwirrung unter den Zuschauern. Doch umso größer war die Freude, als dann die „echten“ Jungs zum zweiten Song auf die Bühne kamen. Mit elektronischen Klängen und einer Bühnenshow, die schon beim Zuschauen Spaß machte, überzeugten sie das Publikum.

Mit dem einzig für diesen Auftritt gemachten Soloprojekt von Eisbrecher Sänger Alex Wesselsky erwartete die Besucher ein ganz besonderes Schmankerl. Das Projekt „Wesselsky“ spielte viele alte und teilweise schon vergessene Songs aus vergangenen Zeiten von Eisbrecher und Megaherz. Daneben gab es auch noch ein Duett mit Timur Karakus, dem Sänger von Schöngeist. Zusammengefasst eine überraschende Darbietung untermalt mit viel Charisma und Charme von Herrn Wesselsky. Es folgte der Teufel mit seiner Truppe von Tanzwut als nächster Act. Der für sie typische Mix aus mittelalterlichen Instrumenten untermalt mit neueren, elektronischen Klängen sorgte für eine grölende Menge, die auch so manchen Song lautstark mitsangen. Dies half zusätzlich auch durch einige technische Probleme, durch die oftmals das Mikrofon von Sänger Teufel ausfiel. Aber auch diese Pannen konnten die Stimmung nicht drücken.

Mit dem von der Decke schwebenden Sänger von Agonoize wurde der nächste Auftritt eingeleitet. Zum 10 Jährigen Bandjubiläum ließen sich die Jungs aber noch mehr ganz Besonderes einfallen. Während der Show betrat eine leicht bekleidete Frau die Mainstage. Sie Stach sich zwei lange Nadeln über Kreuz durch die Wangen und hatte zusätzlich Kanülen durch die Stirn gestochen, welche sie sich im Laufe des Songs entfernte. Dementsprechend hatte sie natürlich danach ein Blut verschmiertes Gesicht. Eine Show, die nichts für schwache Nerven war aber dennoch den meisten Zuschauern gefiel.Musikalisches Kontrastprogramm gab es mit der Mischung aus Pop und Rock von Phillip Boa and the Vodoo Club. Auch die zunächst skeptischen Zuhörer wurden schnell durch die stimmige Musik überzeugt und zum da bleiben animiert, auch wenn die Performance von Phillip Boa eher speziell war.

VNV Nation gaben sich als Headliner des Tages die Ehre. Neben dem durch die elektronischen Klänge zum Tanzen animierten einen Teil des Publikums gab es für die die lediglich Zuschauen wollten auch einiges zu Sehen, nämlich eine gewohnt professionelle Show, die durch die einbrechende Nacht ein Zusätzliches Highlight mit der Beleuchtung der Bühne bot. So war es nicht verwunderlich, dass die Breite Zuschauermasse bekannte Hits wie „Illusion“ lautstark mitsangen und der Mix aus allen Faktoren für Gänsehaut bei so ziemlich jedem Zuschauer sorgte. Ein wundervoller Abschluss des Samstags.

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