AMON AMARTH – 07.11.2013 – Turbinenhalle, Oberhausen

Vans Warped Tour 2013 – Itchy Poopzkid
13. November 2013
Vans Warped Tour 2013 – Memphis May Fire
14. November 2013

Die Schweden von Amon Amarth ziehen mit ihrem neuen Studioalbum „Deceiver of the Gods“ (06/2013) erneut in die Schlacht. Das neunte Studioalbum ist laut dessen Verkaufszahlen ihr erfolgreichstes Werk geworden. So erlangten sie sogar Platz 19 in den amerikanischen Billboard Charts und Platz 3 der deutschen Albumcharts. Der charismatische Frontmann Johann Hegg machte vor kurzem noch durch die Annahme einer schauspielerische Rolle für den Film „Northman – A Viking Saga“ auf sich aufmerksam. Als Wegbegleiter auf ihrer Tour holtne sie sich die englischen Bands Hell und Carcass.

Bei der Ankunft vor der Halle gegen 19:30 Uhr, drang bereits der Heavy-Metal Sound von Hell heraus. Diese begannen mit ihrer Show nicht wie von den Veranstaltern angegeben um 20:00 Uhr. Aufgrund dessen waren noch nicht allzu viele Besucher in der Halle um sich die Show anzuschauen. Ziemlich ärgerlich für Hell vor einem so kleinen Publikum zu spielen.

20 Jahren sind vergangen seit Carcass ihre letzten Clubshows spielten. Nun sollte das Warten endlich enden. Im Gepäck hatten Jeff Walker (Gesang,Bass), Bill Steer (Gitarre), Ben Ash (Gitarre) und Daniel Wilding (Schlagzeug) ihr neues Studioalbum „Surgical Steel“ (09/13). Als das Quartett um kurz vor acht die Bühne betrat war die Halle mittlerweile sehr gut gefühlt. Im Hintergrund des Bühnenbildes konnte man einen Logobanner mit dem aktuellen Albumcover sowie zwei Videoleinwände an den Seiten der Bühne erblicken. Diese zeigten während des Auftritts verschiedene Bilder und Videos, unter anderem von seltsam aussehenden Geschlechtsteilen und einer Herzsektion. Carcass rockten die Bühne mit Stücken ihres aktuellen Albums, aber auch ein Song aus dem Debütalbum der Band aus dem Jahre 1988 schaffte es auf die Setliste. Jedoch war die Stimmung noch recht verhalten und so konnte man nur die Fans in den ersten Reihen beim Headbangen beobachten. Nach kraftvollen vierzig Minuten verkündetet Jeff Walker plötzlich „That’s it for tonight! Goodbye!“ und verließ ohne weiteren Kommentar mit dem Rest der Band – sehr zum Erstaunen des Publikums über dieses plötzliche Ende – die Bühne.

Setliste:
1. Buried Dreams
2.Incarnated Solvent Abuse
3. Unfit for Human Consumption
4. This Mortal Coil
5. Cadaver Pouch Conveyor System
6. Genital Grinder / Exhume To Consume
7. Corporal Jigsore Quandary
8. Captive Bolt Pistol
9. Ruptured in Purulence / Heartwork

Das Bühnenbild wurde für den Hauptact des Abends komplett umgebaut. Die Videoleinwände ersetzte man durch unterschiedliche Banner von denen einen z.B. das Artwork des aktuellen Albums „Deceiver of the Gods“ zeigte. Mit einem epischen Intro wie es sich für Amon Amarth gehört, betraten Johan Hegg (Gesang), Ted Lundström (Bass) und Olavi Mikkonen (Gitarre) Johan Söderberg (Gitarre) und Fredrik Andersson (Schlagzeug) nacheinander die Bühne. Mit „Father of the Wolf“ versetzten sie das Publikum sofort in Extase. Von Anbeginn der Show strapazierte die Band zusammen mit den Fans die Nackenmuskulatur und ließen die Köpfe kreisen und die Haare schwingen. Im vorderen Bereich der Zuschauer tat sich des öfteren ein Moshpit auf, in dem sich die Fans austobten und der ein oder andere Crowdsurfer wurde über die Massen getragen.

Die Setliste war vollgepackt mit den typischen Hymnen der Band und ließ den Zuschauern kaum eine Verschnaufpause, wobei der Fokus dieses Mal auf dem Material des aktuellen Studioalbums lag. Zwischen den Songs versuchte Johan Hegg seine Ansagen in deutscher Sprache zu halten. Dies gelang ihm leider nicht immer so gut und es wurde eher eine Mischung aus Deutsch und Englisch. Das macht den Frontmann genauso wie sein markantes Lachen und sein hünenhaftes Auftreten nur noch sympathischer.

Amon Amarth setzen bei ihren Show hauptsächlich auf ihre Musik ohne großartige Showelemente. Lediglich bei „Runes to My Memory“ wurden zwei große Abbildungen von Runensteinen auf die Bühne gebracht, deren Inschriften rot leuchteten. Dazu schossen Nebelfontänen aus dem Bühnenboden. Passend zu „Destroyer of the Universe“ wurde das Artworkbanner ausgetauscht. Dieses zeigte jetzt das Albumcover von „Sutur Rising“ (03/11).

Unter dem tosenden Applaus der Zuschauer verließen die Musiker die Bühne und kehrten für zwei Zugaben zurück. Der Hintergrund hatte sich erneut verändert und zeigte nun ein Schlachtfeld zur Wikingerzeit. Passend zu „Twilight of the Thunder God“ donnerte es aus den Boxen und die Bühne wurde von der Lichttechnik in spektroskopisches Licht eingehüllt. Johan Heg kehrte mit einer Nachbildung von Thors Hammer zurück und Schlug zum Einsatz der Gitarren auf den Boden. Die Fans waren jetzt vollkommen Feuer und Flamme und sangen den Refrain lauthals mit. In die letzte Schlacht zogen die Schweden mit dem Stück „The Pursuit of Vikings“, bei dem die ersten Klänge der Gitarren von den Stimmen der Fans begleitet und gefeiert wurden. Zudem rief der charismatische Sänger noch einmal alle mit den Worten „It doesn’t matter if you don’t know the lyrics. It’s Death-Metal no one knows the difference“zum lauten mitgröhlen auf. Nach diesen beiden Live-Hymnen von Amon Amarth fand ein energiegeladenes Konzert ein gelungenes Ende!

Setliste:
1. Father of the Wolf
2. Deceiver of the Gods
3. Death in Fire
4. Free Will Sacrifice
5. As Loke Falls
6. Under Siege
7. Guardians of Asgaard
8. Warriors of the North
9. Runes to My Memory
10. Tattered Banners and Bloody Flags
11. The Last Stand of Frej
12. Destroyer of the Universe
13. Cry of the Black Birds
14. War of the Gods
Zugaben:
15. Twilight of the Thunder God
16. The Pursuit of Vikings

Facebook Kommentare

Kommentare